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Hund
Brunstinduktion
Die kombinierte Verabreichung von PMSG während 5 Tagen und die einmalige Applikation von HCG am Tag 5 (Tag 1 = Beginn der Hormonsubstitution) löst bei allen Hündinnen zwischen dem 4. und 6. Versuchstag eine Läufigkeit aus. Die Trächtigkeitsrate der so behandelteten Hündinnen beträgt 43% und stellt eine befriedigende Methode dar, um bei einer Zuchthündin eine Läufigkeit zu induzieren. Die Verabreichung von PMSG über 9 Tage oder länger ist nicht empfehlenswert, denn eine langdauernde Stimulation der Ovarien führt zu unphysiologisch hohen Plasmaoestradiolkonzentrationen, zu endogener Oestrogenintoxikation und zu unbefriedigenden Konzeptionsergebnissen (Weilenmann 1993a; Concannon 1992a).
Katze
Superovulation / Brunstinduktion
Die alleinige Anwendung von PMSG soll eine Brunst auslösen können. Es besteht immer das Risiko einer Überstimulation der Ovarien. Auch ist eine vorzeitige Luteinisierung (luteinisierende Wirkung des PMSG) unreifer Follikel möglich (Schmidt 1986a).
PMSG und HCG (Humanes Choriongonadotropin) in kombinierter Anwendung vermögen bei anoestrischen Katzen sicher multiple Ovulationen zu induzieren. Die Katze produziert aber gegen die zwei extrahypophysären Gonadotropine Antikörper, welche beide Hormone inaktivieren. In einer Studie wurde festgestellt, dass bei Hormonbehandlungen in einem kurzen Intervall (49 bis 57 Tage) die Anzahl der induzierten Ovulationen deutlich abnimmt; ein Behandlungsintervall von 130 bis 135 Tagen hingegen hat keinen negativen Einfluss auf die Zahl der ovulierten Eizellen. Daraus ergibt sich die Empfehlung, dass bei Katzen, welche mit Gonadotropinen behandelt werden, das Intervall zwischen zwei Hormonsubstitutionen mindestens 4 Monate betragen sollte, um befriedigende Resultate zu erzielen (Swanson 1996a).
Rind
Behandlung dystrophischer Ovarien
Eine alleinige Hormontherapie ist wenig erfolgreich. Deshalb muss der PMSG-Applikation, die weitgehende Elimination des jeweils vorliegenden Störfaktors vorausgehen (Grunert 1995a).
Embryotransfer / Superovulation
Aufgrund der FSH-ähnlichen Wirkung von PMSG wird das Hormon zur Auslösung einer Superovulation beim Embryotransfer verwendet (Stewart 1995b; Allen 1993b; Grunert 1995a; Kroker 1997a). Bedingt durch die lange Halbwertszeit des PMSG, kann eine einzelne PMSG-Applikation mehrere unerwünschte asynchrone Follikelwachstumswellen auslösen. Ausserdem kann die LH-ähnliche Komponente des PMSG zur vorzeitigen Ovulation eines einzelnen Follikels führen, und in der Folge interferiert der steigende Progesteronspiegel mit weiteren Ovulationen (Allen 1993b). Durch eine intramuskuläre Verbabreichung von gegen PMSG wirkenden Antikörper (sogenanntes Anti-PMSG) ca. 4 bis 5 Tage nach der PMSG-Verabreichung, wird der erhöhte Oestrogenspiegel gesenkt und damit eine verlängerte Brunst verhindert, sowie die Ovulationsrate und die Zahl transferierbarer Embryonen erhöht (Kroker 1997a). Man konnte aber mit der Verabreichung von Anti-PMSG nicht die Anzahl der Embryonen an sich steigern, sondern nur die Qualität der gewonnenen Embryonen. Ausserdem kann mit Anti-PMSG die Anzahl der Follikelzysten bei den Spendertieren gesenkt werden (Bevers 1993a).
Kleine Wiederkäuer
Superovulation / Embryotransfer
In verschiedenen Studien wurde die Effizienz von PMSG und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) zur Auslösung einer Superovulation verglichen. In vielen Bereichen war das FSH effizienter als das PMSG, aber trotzdem ist das equine Choriongonadotropin ein brauchbares Hormon, um bei kleinen Wiederkäuern eine Superovulation zu induzieren (Ishwar 1996a; Bostedt 1996a).
Brunstinduktion
Die Einlage von gestagengetränkten Vaginalschwämmchen oder -spiralen hat sich für derartige Indikationen bewährt. Nach Entzug der Vaginaleinlage wird PMSG und 48 h später HCG gespritzt. Wiederholte Gaben von PMSG ohne vorausgegangene Gestagenapplikation haben sich bei anoestrischen Schafen und Ziegen nicht bewährt (Bostedt 1996a).
Brunstsynchronisation
Die Zyklussynchronisation ist eine Voraussetzung für den gezielten Einsatz von Zuchtböcken oder für eine rationelle Anwendung der künstlichen Besamung (Bostedt 1996a).
Pferd
Anoestrie / Brunstinduktion
Den Zustand der (physiologischen) Anoestrie beobachtet man während des Winters, in einer Phase hoher Laktation oder bei jungen Tieren. Einen Behandlungserfolg erreicht man durch eine orale oder intravaginale Gestagenapplikation, wobei nach einer PMSG-Injektion zwei Tage vor Beendigung der Gestagenverabreichung ovulationsfähige Follikel heranreifen. Die alleinige Anwendung von PMSG führt meist zu enttäuschenden Resultaten (Glatzel 1997a).
Trächtigkeitsdiagnose
Obwohl oft eine Trächtigkeitsdiagnose durch den Nachweis von PMSG im Blut von Stuten (40. bis 140. Trächtigkeitstag) durchgeführt wird, muss man in Betracht ziehen, dass der Nachweis von PMSG keine Garantie für die Anwesenheit eines Fötus ist. Der Grund dafür liegt darin, dass die PMSG-Sekretion durch die Endometrial Cups, trotz embryonalem Tod nach dem 40. Trächtigkeitstag, eine gewisse Zeit lang fortgesetzt wird. Deshalb treten mit der PMSG-Bestimmung zur Trächtigkeitsdiagnose immer wieder falsch positive Ergebnisse auf. Das Mittel der Wahl, um eine Gravidität zuverlässig zu bestägigen, ist die Ultraschalluntersuchung (Edquist L- 1997a; Glatzel 1997a).
Schwein
Präpubertale Brunstinduktion
Fertile Ovulationen vor der Pubertät können durch eine Kombination von PMSG und HCG ausgelöst werden. Die Tiere sollten aber älter als 5 Monate sein (Clark 1986a; Kroker 1997a).
Brunstinduktion bei laktierenden Sauen
Ovulation und erfolgreiche Konzeption kann bei laktierenden Sauen durch eine Kombination von PMSG und HCG induziert werden. Die besten Resultate werden 25 Tage post partum erreicht (Clark 1986a).
Brunstinduktion nach dem Absetzen
Eine Kombination von PMSG und HCG induziert nach 3 bis 7 Tagen einen Oestrus, wenn die Sauen am 1. Tag oder einen Tag nach dem Absetzen behandelt werden (Clark 1986a; Kroker 1997a). Auch die alleinige Behandlung mit PMSG vermag den Intervall vom Absetzen bis zum nächsten Wurf zu verkürzen (Sechin 1999a). Ausserdem stellt die Behandlung der Sauen mit PMSG nach dem Absetzen eine brauchbare Methode dar, um die Fruchtbarkeitsdepression in den Sommermonaten zu mildern (Heinze 1989a).