Verteilung
PMSG wird in den maternalen Blutkreislauf sezerniert und entfaltet dort eine LH-ähnliche Wirkung auf die Ovarien der Stute. PMSG wird von der Plazenta nicht absorbiert und kann nicht oder nur in sehr geringer Konzentration im Blut des Fötus nachgewiesen werden (
Allen 1993b). PMSG bindet in anderen Spezies an die FSH und auch LH-Rezeptoren in den Ovarien und stimuliert die Sertolizellen in den Hoden (
Stewart 1995b;
Kroker 1997a).
Metabolismus und Elimination
PMSG wird durch zwei grundsätzlich unterschiedliche Mechanismen im Körper metabolisiert. Entweder wird das Hormon, welches an seinen Zielzellen an Rezeptoren gebunden ist, in die Zellen eingeschleust und abgebaut. Oder es wird nach Dissoziation vom Rezeptor (oder direkt nach der Ausschüttung) durch Enzyme im Blut, der Leber und der Niere inaktiviert, abgebaut und ausgeschieden (
Niswender 1993a). Die chemische Struktur jedes Protein- oder Peptidhormones ist entscheidend für die Geschwindigkeit, mit der es aus dem Blut eliminiert wird (
Moyle 1995a;
Niswender 1993a). Durch den hohen Gehalt an Sialinsäure ist die Halbwertszeit von PMSG gegenüber anderen Gonadotropinen stark verlängert (
Arnemann 1993a). Der Grossteil des Hormons wird in der Leber abgebaut und über die Nieren aus dem Körper eliminiert (
Moyle 1995a).
Bioverfügbarkeit
In der Katze zeigt das PMSG bei intramuskulärer Injektion eine Bioverfügbarkeit von nur 50 - 60% (
Swanson 1997a).
Wirkungsdauer
Bei Katzen ist PMSG noch 120 h nach der Applikation im Blut nachweisbar (
Swanson 1997a).
Eliminationshalbwertszeiten
Clearance
Verteilungsvolumen