Verteilung
Beim Pferd wird Bromhexin rasch vom Plasma in den restlichen Organismus verteilt, d.h. es erfolgt eine gute Aufnahme in die Gewebe. Der Anteil im peripheren Kompartiment ist grösser als derjenige im zentralen (
de Backer 1980a).
Die Verteilungsphase ist beim Pferd nach einer i.v.-Verabreichung innerhalb von 2 h abgeschlossen (
de Backer 1980a).
Metabolismus
Nach der p.o.-Verabreichung findet ein beachtlicher First-Pass-Effekt statt (
Vandecasteele-Thienpont 1980a).
Elimination
Nach einer oralen Verabreichung werden beim Menschen, Kaninchen, bei Mäusen, Hunden und Ratten über 90% der Dosis innerhalb von 4 Tagen über den Urin und die Faeces ausgeschieden (
Eichler 1975a). Die renale Ausscheidung erfolgt überwiegend in Form von Metaboliten, unter denen sich Ambroxol als ein wirksamer Metabolit befindet, der ebenfalls therapeutisch als Sekretolytikum angewendet wird (
Ungemach 1999g).
Kaninchen
Beim Kaninchen erfolgt die Exkretion hauptsächlich über den Urin (80 - 90%) (
Vandecasteele-Thienpont 1980a).
Hund
Beim Hund dagegen werden über 50% der verabreichten Menge über die Faeces ausgeschieden (
Kopitar 1973a). Nach einer i.v. - Verabreichung von 1 mg/kg Bromhexin sind 1 h später bereits 60% eliminiert (
Vandecasteele-Thienpont 1980a).
Pferd
Beim Pferd sind nach der i.v. - Verabreichung von 1 mg/kg 2 h später 70% der Dosis eliminiert, 20% sind im peripheren und 10% im zentralen Kompartiment vorhanden (
de Backer 1980a). Wie beim Hund sind auch hier nach 1 h 60% der Dosis eliminiert (
de Backer 1980a).
Ratte
Bei der Ratte werden über 50% der verabreichten Menge über die Faeces ausgeschieden (
Kopitar 1973a).
Bioverfügbarkeit
| Hund: | nach p.o. 1 mg/kg: 2,9 - 8,8%; mit einem Durchschnitt von 5,8 ± 0,5% (Vandecasteele-Thienpont 1980a) |
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| Pferd: | nach p.o. 2 mg/kg: 5,7 ± 0,2%; berechnet aus dem Vergleich der AUC nach i.v.- und p.o. - Verabreichung. Dieser niedrige Wert kann möglicherweise durch den First-Pass-Effekt erklärt werden (de Backer 1980a). |
Wirkungseintritt
| Allgemein: | nach i.v. 4 und 8 mg/kg: 50 min später kommt es zu einer erhöhten Lysozymkonzentration in der Tränenflüssigkeit (Misawa 1985a) |
| nach p.o. (intragastral) 20 und 40 mg/kg: 6 h später ist die Lysozymsekretion im Speichel erhöht (Misawa 1985a) |
Die sekretorische Stimulation erfolgt schneller als die mukolytische Wirkung. Dies liegt möglicherweise in der enzymabhängigen Wirkung der Mukolyse. Es muss also eine wirksame Plasmakonzentration vorliegen, bevor im trachealen Gewebe die lysosomalen Enzyme freigesetzt werden und wirken können (
Takeda 1984a).
Wirkungsdauer
Wirkspiegel
Maximale Plasmakonzentration (Cmax)
Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration (Tmax)
Eliminationshalbwertszeit
Allgemeine Plasmaeliminationshalbwertszeit
T½alpha
T½beta
Verteilungsvolumen
AUC
Clearance
Plasmaclearance
Totale Body-Clearance