Wirkungsort und Wirkungsmechanismus
Lorazepam unterdrückt, wie auch andere Benzodiazepine, die subkortikalen Strukturen im ZNS (
Plumb 2011a). Der anxiolytische Effekt wird durch die Aktion an den Neuronen des limbischen Systems, inklusive Amygdala, und an serotonergen, sowie noradrenergen Neuronen im Hirnstamm hervorgerufen (
Seksel 2008a). Benzodiazepine verfügen über eine hohe Bindungsaffinität an spezifischen GABA-Rezeptoren im ZNS und verstärken dabei die Wirkung von GABA auf die Öffnung von Chloridkanälen in den Zellmembranen und erhöhen so die hemmende Wirkung des GABA-ergen Transmittersystems (
Schaefer 2013a). Zudem wird die Ausschüttung oder der Umsatz von Acetylcholin im ZNS reduziert (
Plumb 2011a).