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α2-Agonisten

Beim Pferd ist die gleichzeitige Gabe von Trimethoprim/Sulfonamid-Kombinationen mit Detomidin (Dowling 2004b) oder Medetomidin (Demuth 2003a) kontraindiziert, da es dadurch zu einer Sensibilisierung des Myokards kommt. Die Folgen sind Rhythmusstörungen sowie Hypotonie (Dowling 2004b) und dies kann zum Herzstillstand führen (Dowling 2004c). Darum sollten beim Pferd α2-Agonisten nicht mit Trimethoprim/Sulfonamiden kombiniert werden (Hall 2001f; Demuth 2003a). Bei Xylazin und Romifidin konnte diese Reaktion nicht beobachtet werden (Dowling 2004c).
 

Cyclosporine

Trimethoprim senkt den therapeutischen Effekt von Cyclosporinen und erhöht das Risiko einer Nephrotoxizität (Plumb 2002a).
 

Dapson

Bei der kombinierten Anwendung zusammen mit Dapson wird die AUC von Trimethoprim um das 3-fache erhöht und die Clearance gesenkt. Die Eliminationshalbwertszeit ändert sich nicht. Die Ursache für diese Interaktion ist eine partielle Hemmung des Trimethoprimmetabolismus oder eine verzögerte Aufnahme von Trimethoprim in die Leberzellen verursacht durch Dapson (Coleman 1992a).
 

Folsäure

Trimethoprim wird über den selben intestinalen Carrier aufgenommen wie die Folsäure. Bei gleichzeitiger Verabreichung wird die Aufnahme der Folsäure kompetitiv gehemmt. Um einem Folsäuremangel vorzubeugen, sollte die Folsäure 2 Stunden vor oder nach der Trimethoprimverabreichung gegeben werden (Dowling 2004c).
 

Kaolin-Pectin

Wird Trimethoprim zusammen mit Kaolin-Pectin verabreicht, sinkt die Bioverfügbarkeit von Trimethoprim. Die maximale Plasmakonzentration nimmt um ca. 30% und die AUC um 20% ab (Babhair 1983a).
 

Lamivudin

Das Virostatikum Lamivudin wird vor allem über den Weg der aktiven Sekretion durch den organischen Kationentransporter in den proximalen Tubuli der Niere eliminiert. Trimethoprim wird auch über diesen Kationentransporter in die Tubuli sezerniert und vermindert dadurch die Lamivudinausscheidung (Takubo 2000a).
 

Phenytoin

Trimethoprim verringert die Phenytoinclearance um 30% durch die Hemmung des Zytochroms P450 2C8, das am Metabolismus von Phenytoin beteiligt ist (Wen 2002a).
 

Pyrimethamin

Trimethoprim und Pyrimethamin sollten nicht zusammen verabreicht werden. Durch die kombinierte Anwendung wird auch die Säugetierdihydrofolatreduktase vermehrt gehemmt. Die Symptome sind Knochenmarkdepressionen mit Anämie und Neutropenie (Fenger 2004a).
 

Rifampicin

Bei der Kombination mit Rifampicin wird die Resistenzentwicklung vermindert und bei Versuchen mit Mäusen erhöhte sich die Überlebensrate nach Infektionen mit gramnegativen Bakterien (Arioli 1977a). Diese Kombination besitzt eine synergistische Wirkung bei Harntraktsinfektionen mit Enterobacteriaceae und Streptokokken, wobei die Verteilung von Trimethoprim in die Gewebe besser ist als die von Rifampicin (Frimodt-Moller 1987a).
 

Sulfonamide

Durch die kombinierte Anwendung wird die bakterielle Folsäuresynthese an zwei aufeinanderfolgenden Schritten gehemmt und die Wirksamkeit beider Substanzen damit potenziert (Kroker 2003d). Die Wirkung ist synergistisch und bakterizid. Das Spektrum der empfindlichen Bakterien nimmt zu, und da die minimale inhibitorische Konzentration kleiner wird (Prescott 1988a), genügt eine geringere Dosierung als bei der Anwendung der Einzelpräparate (Kroker 2003d). Durch die kombinierte Anwendung kann zudem die Resistenzentwicklung vermindert werden (Dowling 2004b). Die schnellere Elimination des Trimethoprims bei den Tieren reduziert die Zeit, bei der Trimethoprim eine potenzierende Wirkung auf das Sulfonamid hat (Sumano 2004b). Beim Pferd konnte trotz der unterschiedlichen Pharmakokinetik von Trimethoprim mit einer Halbwertszeit von 1,35 - 4,1 Stunden und Sulfonamiden mit Halbwertszeiten bis zu 16 Stunden der synergistische Effekt nicht nur für ein kurzes Zeitintervall festgestellt werden. 4 - 8 Stunden nach einer Injektion konnten im Plasma noch genügend hohe Konzentrationen nachgewiesen werden, die eine synergistische Wirkung garantieren (Fey 1995b).
 

Tolbutamin

Trimethoprim verringert die Tolbutaminclearance um 14% durch die Hemmung des Zytochroms P450 2C8, das am Metabolismus von Tolbutamin beteiligt ist (Wing 1985b).
 

Trenbolon

Sexualhormone können die Aktivität der Enzyme in der Leber und dadurch auch den Metabolismus von verschiedenen Wirkstoffen verändern. Trenbolon erhöht die Trimethoprimeliminationshalbwertszeit bei Ziegen um das Doppelte auf 1,32 Stunden. Gleichzeitig wird die Clearance von Trimethoprim von 4,39 ± 1,88 l/h/kg auf 1,13 ± 0,2 l/h/kg gesenkt, das Verteilungsvolumen bleibt unverändert (van Miert 1988a).
 

Valproinsäure

Das Antieptileptikum Valproinsäure kann zu einem vermehrten Auftreten von Spina bifidus und Anenzephalie führen. Durch die gleichzeitige Verabreichung mit Trimethoprim während der Trächtigkeit steigt gemäss einer Studie bei Mäusen das Risiko dieser Missbildungen an. Auf die Embryolethalität hat die kombinierte Applikation keinen Einfluss (Elmazar 1993a).
 

Zidovudine

Zidovudine ist ein antivirales Mittel, das beim Menschen bei der AIDS-Therapie eingesetzt und häufig zusammen mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol verwendet wird. Die kombinierte Anwendung vermindert die Bildung von B-Lymphozyten und Makrophagen. Bei Versuchen mit Mäusen sank die B-Lymphozyten- und Makrophagenpopulation im Knochenmark und in der Milz. Die betroffenen Zellen starben durch Apoptose ab (Feola 2005a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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