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Therapie von schmerzhaften Zuständen, Verspannungen und Spasmen der Skelettmuskulatur

Hund und Katze

Methocarbamol wird bei Verletzungen des Bewegungsapparates als Begleitmedikation zur physikalischen Therapie eingesetzt (Allen 2005a). Hunde mit einer Muskelzerrung an der Hintergliedmasse wurden erfogreich mit Methocarbamol, kombiniert mit einem nichtsteroidalen Antiphlogistikum sowie Physiotherapie behandelt (Nielsen 2005a).
 
Bei Erkrankungen der Bandscheiben wird der Wirkstoff zur Muskelrelaxation eingesetzt (Allen 2005a). Für diese Indikation ist Methocarbamol jedoch mit Vorsicht anzuwenden, da eine mangelnde körperliche Schonung zu einem Bandscheibenvorfall führen kann (Plumb 2018a).
 
Fallberichte Hund:
Bei mehreren Hunden mit einem zervikalen oder lumbalen Bandscheibenvorfall wurde Methocarbamol zur Therapie der damit einhergehenden Muskelspasmen erfolgreich angewendet. Gute Therapieerfolge konnten mit der initialen i.v. Applikation und einer nachfolgenden oralen Behandlung verzeichnet werden (Rowe 1970a).
 

Pferd

Methocarbamol wird als Muskelrelaxans bei akuten, schmerzhaften, entzündlichen und traumatischen Zuständen der Skelettmuskulatur wie z.B. Rhabdomyolysen, Muskelspasmen sowie Belastungsmyopathien (Tying up-Syndrom) eingesetzt (Knych 2016c; Rumpler 2014a; Cunningham 1992b).
 

Vogel

Methocarbamol kann zur Linderung von Muskelspasmen beitragen (Done 2015a). Insbesondere zur Muskelrelaxierung bei einer Belastungsmyopathie (capture myopathie, schwere Form der Rhabdomyolyse im Zusammenhang mit dem Fang von Wildtieren) wurde der Wirkstoff erfolgreich eingesetzt (McEntire 2017a; Smith 2005a).
 
Fallbericht Zwergflamingo:
Ein 1,55 kg schwerer Zwergflamingo mit einer Belastungsmyopathie wurde mit Methocarbamol therapiert. Der Vogel erhielt initial Ringer-Lösung i.v. und s.c., gefolgt von 10 mg/kg Methocarbamol p.o. 1 × täglich sowie 0,2 mg/kg Haloperidol p.o. alle 12 Stunden. Die medikamentöse Behandlung wurde mit einer Physiotherapie ergänzt und führte zur vollständigen Genesung (McEntire 2017a).
 
Fallbericht Nandu:
Eine 7 Jahre alte, 20 kg schwere Nandu-Henne wurde aufgrund einer Belastungsmyopathie mit Infusionen, Haloperidol, Dexamethason und Methocarbamol (10 mg/kg 1 × täglich i.v.) sowie einer Physiotherapie behandelt. Nach 4 Tagen wurde die Methocarbamol-Dosierung auf 15 mg/kg 1 × täglich i.v. erhöht und nach eingetretener Besserung auf 5 mg/kg i.v. reduziert. Der Vogel genas innerhalb von 28 Tagen vollständig (Smith 2005a).
 
Fallbericht Jungfernkranich:
Ein Jungfernkranich wurde wegen einer Ataxie sowie starken muskulären Nackenverspannungen aufgrund eines schweren Traumas unterstützend mit 50 mg/kg Methocarbamol i.v., gefolgt von 32,5 mg/kg p.o. alle 12 Stunden während mehreren Tagen erfolgreich therapiert (Done 2015a).
 

Therapie von Skelettmuskelspasmen unbekannten Ursprungs

Hund und Katze

Fallbericht Hund 1:
Ein 2 Jahre alter, 27,2 kg schwerer Boxer-Rüde erhielt infolge tonischer Spasmen der Glutealmuskulatur und einer rigiden Gangstörung i.v. 1000 mg Methocarbamol. Das Gangbild normalisierte sich innerhalb kurzer Zeit und es trat kein Redzidiv auf (Estrada 1960a).
 
Fallbericht Hund 2:
Eine 27,2 kg schwere Collie-Hündin zeigte infolge einer Verspannung der Glutealmuskulatur einen hoppelnden Gang. Sie erhielt i.v. 1000 mg Methocarbamol. Bereits 1 Stunde nach der Behandlung normalisierte sich der Muskeltonus (Estrada 1960a).
 
Fallbericht Hund 3:
Aufgrund von anhaltenden Konvulsionen, wurde eine 4 Jahre alte, kastrierte Hündin mit einem Körpergewicht von 9 kg mit 600 mg Methocarbamol i.v. behandelt. Die Muskelrämpfe sistierten; auch 2 Monate nach der Therapie traten keine Symptome mehr auf (Estrada 1960a).
 
Fallbericht Katze:
Eine 4 Jahre alte, 3,2 kg schwere, kastrierte Siam-Kätzin wurde beinahe leblos, mit einer oberflächlichen, verlangsamten Atmung, lichtstarren Pupillen, rigiden, von sich gestreckten Vordergliedmassen und einer Kiefersperre aufgefunden. Sie erhielt 500 mg Methocarbamol i.v. appliziert. Die Kiefersperre löste sich unmittelbar nach der Applikation und die verkrampfte Muskulatur der Vorderbeine entspannte sich. Die Katze bewegte sich am folgenden Tag normal. 3 Monate später traten die Symptome erneut auf. Das Tier wurde kein weiteres Mal therapiert und verstarb in der Folge (Estrada 1960a).
 

Linderung von Muskelkrämpfen infolge einer Intoxikation

Hund und Katze

Methocarbamol wird unter anderem bei 4-Aminopyridin-, Metaldehyd-, Strychnin-, Pyrethroid-, Lamotrigin-, Aldicarb- und Chlorkohlenwasserstoff-Intoxikationen, sowie Vergiftungen mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs), zur Linderung der damit einhergehenden Muskelkrämpfe angewendet (Fountain 1970a; Allen 2005a; Draper 2013a; Sawyer 2017a; Pugh 2013a; McLean 2013a; Anastasio 2011a; Estrada 1960a).
 
Fallbericht Katze 1:
Ein 3 Jahre alter, 5,6 kg schwerer, kastrierter Kater wurde wegen eines Flohbefalls irrtümlicherweise mit einem Permethrin enthaltenden Spot-on-Präparat für Hunde behandelt und in Seitenlage, mit starken, generalisierten Muskelkrämpfen in einer Klinik vorgestellt. Da trotz Dekontamination und Erstmedikation mit Diazepam, Phenobarbital und Mannitol i.v. der gewünschte Therapieerfolg ausblieb, verabreichte man 89,3 mg/kg Methocarbamol i.v. als Bolus, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion (8,8 mg/kg/h) über 8 Stunden. Nachdem sich die Muskelkrämpfe abschwächten, wurde die Methocarbamol-Dosierung auf 4,7 mg/kg/h verringert und für weitere 4 Stunden infundiert. In der Folge wurde der Wirkstoff p.o., in einer Dosierung von 45 mg/kg alle 8 Stunden verabreicht, bis die Muskelkrämpfe nach 2 Tagen sistierten (Draper 2013a).
 
Fallbericht Katze 2:
Aufgrund von generalisierten Krämpfen infolge einer Permethrin-Intoxikation, wurde eine 2 Jahre alte Katze initial dekontaminiert und mit Diazepam sowie 43,5 mg/kg Methocarbamol i.v., gefolgt von 11,6 mg/kg/h Methocarbamol als Dauertropfinfusion behandelt. Daraufhin wurde Methocarbamol p.o., in einer Dosierung von 54 mg/kg alle 12 Stunden für weitere 3 Tage verabreicht, bis keine weiteren Muskelkrämpfe mehr auftraten (Draper 2013a).
 
Fallbericht Katze 3:
15 Stunden nach der versehentlichen Anwendung von Permethrin bei einer 6 Monate alten Katze, traten neurologische Symptome wie generalisierter Tremor, Muskelzuckungen sowie eine Hyperästhesie auf und das Tier wurde in Seitenlage in die Tierklinik gebracht. Das Spot-on-Präparat wurde mit lauwarmem Wasser abgewaschen und die Katze erhielt einen Bolus einer Lipidemulsion (2,5 ml/kg) i.v. über 5 Minuten, gefolgt von i.v. 56 mg/kg Methocarbamol. Die Lipidemulsion applizierte man in der Folge als kontinuierliche Infusion (0,33 ml/kg/min) während 30 Minuten. Der Allgemeinzustand verbesserte sich rasch. Aufgrund eines noch leichten Muskeltremors wurden erneut 43 mg/kg Methocarbamol i.v. injiziert. Das Tier erholte sich vollständig und zeigte am 2. Tag nach Therapiebeginn keine Symptome mehr (Kuo 2013a).
 
Fallbericht Katze 4:
Eine 18 Monate alte, 3,7 kg schwere Katze wurde wegen einer Permethrin-Vergiftung in Seitenlage mit Atemnot, generalisiertem Tremor, tonisch-klonischen Krämpfen und Hypersalivation in eine Tierklinik eingewiesen. Als Ersttherapie wurden i.v. 81 mg/kg Methocarbamol und 0,68 mg/kg Midazolam, gefolgt von einer Lipidemulsion, initial als Bolus, später als kontinuierliche Infusion, appliziert. Aufgrund des fortdauernden milden Tremors wurde die Methocarbamol-Gabe (27 mg/kg i.v.) wiederholt und zusätzlich Diazepam 0,6 mg/kg i.v. verabreicht. Nach 9 Stunden wurden erneut 81 mg/kg Methocarbamol i.v. injiziert. Nach Abklingen der Symptome erhielt die Katze p.o. Methocarbamol (33 mg/kg alle 8 Stunden) für weitere 5 Tage; sie genas vollständig (Kuo 2013a).
 
Fallbericht Bengal-Tiger:
Infolge einer Toxaphen-Intoxikation, einem Pestizid aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe, musste ein 12 Jahre altes, 136 kg schweres Bengal-Tigerweibchen mit akut auftretenden Krampfanfällen notfallmässig behandelt werden. Initial erhielt das Tier i.m. 30 mg Diazepam. Nach einem weiteren Krampfanfall wurden 2 g Methocarbamol i.m. appliziert und die Diazepam-Gabe zweimal, im Abstand von 6 Stunden, wiederholt. Bis auf eine Gangunsicherheit, welche sich innerhalb von 12 - 16 Stunden nach Beginn der Behandlung abschwächte, traten keine weiteren Symptome auf. Das Tigerweibchen erholte sich vollständig (Peavy 1975a).
 
Fallbericht Hund 1:
Nach der oralen Aufnahme eines Ektoparasitikums, welches die Wirkstoffe Cyphenothrin und Pyriproxyfen enthielt, zeigte ein 5 Jahre alter Miniatur-Schnauzer-Rüde Vergiftungssymptome wie eine generalisierte Ataxie sowie einen starken Muskeltremor und wurde initial mit 0,3 mg/kg Diazepam sowie 61 mg/kg Methocarbamol p.o. erfolglos therapiert. Daraufhin wurden 0,5 mg/kg Diazepam, 0,2 mg/kg Midazolam und 50 mg/kg Methocarbamol i.v. alle 4 Stunden verabreicht. Da die Krämpfe nicht nachliessen, erhielt der Hund zusätzlich 2 mg/kg Phenobarbital. Erst mit der Applikation von 12,2 mg/kg/h Methocarbamol als konstante Infusion über 4 Stunden, gefolgt von 9,1 mg/kg/h für weitere 10 Stunden sowie 3 mg/kg/h für nachfolgende 7 Stunden und der gleichzeitigen Applikation von 61 mg/kg Methocarbamol p.o. alle 8 Stunden, sistierten die Muskelkrämpfe (Draper 2013a).
 
Fallbericht Hund 2:
Aufgrund der Symptome Bewusstlosigkeit, generalisierte Muskelkrämpfe, Tachypnoe, Tachykardie und Fieber durch eine Intoxikation mit Bittersüssem Nachtschatten (Solanum dulcamara), erhielt ein 10 Wochen alter Labrador-Rüde eine Ringerlaktat-Infusion, Diazepam sowie Methocarbamol (55 mg/kg) i.v., gefolgt von einer konstanten Midazolam-Dauertropfinfusion. Da sich die Krämpfe verschlimmerten, wurde Propofol infunidert. Methocarbamol wurde erneut in einer Dosierung von 100 mg/kg i.v. appliziert und zusätzlich Phenobarbital verabreicht. Die Anästhesie wurde mit Propofol und Midazolam aufrechterhalten. Nach Beendigung der Narkose waren lediglich noch leichte Muskelkrämpfe vorhanden und der Hund erholte sich vollständig. Es ist jedoch unklar, ob Methocarbamol gegen den tremorgenen Effekt des Alkaloids Soladinin wirksam ist (Kees 2015a).
 
Fallbericht Hund 3:
Ein 7 Monate alter, 18 kg schwerer, intakter Labrador-Rüde wurde aufgrund einer Lamotrigin-Intoxikation mit akutem Erbrechen, Muskelrigidität an allen 4 Gliedmassen, eingetrübtem Bewusstsein, vertikalem Nystagmus und einer ventrikulären Tachykardie vorgestellt. Die versehentlich aufgenommene orale Lamotrigin-Dosis betrug 278 mg/kg. Dem Hund wurde eine Elektrolyt-Lösung infundiert, zudem Methocarbamol (100 mg/kg) rektal appliziert und ein Lidocain-Bolus (2 mg/kg) i.v. verabreicht. Bereits 2 Stunden nach der initialen Notfalltherapie war der Hund stehfähig und zeigte nur noch eine leichte Ataxie. Er erholte sich vollständig (Sawyer 2017a).
 
Fallbericht Hund 4:
Ein 6,4 kg schwerer Mischlings-Rüde wurde aufgrund von Muskelkrämpfen infolge einer Strychnin-Intoxikation mit 1000 mg Methocarbamol i.v. behandelt. Da die Muskelspasmen zwar nachliessen, jedoch nicht ganz sistierten, wurde die Dosis wiederholt appliziert. In der Folge zeigte der Hund vorübergehendes Speicheln sowie eine Ataxie. Er erholte sich vollständig und es traten keine weiteren Muskelkrämpfe auf (Estrada 1960a).
 
Fallbericht Hund 5:
Ein 4 Jahre alter Mischlings-Rüde mit einem Körpergewicht von 12,7 kg wurde aufgrund einer Intoxikation mit Chlordan, einer Chlorkohlenwasserstoffverbindung in einer Tierklinik vorgestellt. Der vorhandene starke Tremor liess nach einer i.v. Applikation von 400 mg Methocarbamol zwar nach, trat aber 4 Stunden später wieder auf. Weitere 1000 mg Methocarbamol, 25 mg Chlorpromazin sowie Kalziumgluconat wurden i.v. verabreicht. Obwohl der Tremor sistierte, wurden 1 sowie 5 Stunden später 1500 mg Methocarbamol und 25 mg Chlorpromazin p.o. verabreicht. Der Hund konnte die Klinik am nächsten Tag symptomlos verlassen (Estrada 1960a).
 

Vogel

Fallbericht Rotkehlchen:
Ein Rotkehlchen mit vermuteter Strychnin-Intoxiaktion wurde aufgrund einer Muskelrigidität in beiden Beinen behandelt. Es erhielt 50 mg Methocarbamol i.m., was zu einer Relaxation der Skelettmuskulatur führte (Estrada 1960a).
 

Pferd

Methocarbamol wirkt gegen durch Strychnin induzierte Krampfanfälle (Muir 1992b).
 

Muskelkrämpfe aufgrund von Tetanus

Hund und Katze

Methocarbamol schwächt durch Tetanus hervorgerufene Muskelkrämpfe ab (Allen 2005a).
 
Fallbericht Hund:
Eine 18 Monate alte, 6,4 kg schwere Hündin litt 3 Wochen nach dem Werfen an einem puerperalen Tetanus. Sie wurde mit Kalziumgluconat und 400 mg Methocarbamol i.v. behandelt. Die Muskelkrämpfe blieben aus, lediglich eine leichtgradige Ataxie der Hintergliedmassen konnte nach der Behandlung beobachtet werden (Estrada 1960a).
 

Pferd

Methocarbamol lindert die für Tetanus typischen Muskelkrämpfe (Knych 2016c; Rumpler 2014a).
 
Fallbericht Pferd:
Ein 7 Jahre alter Morgan-Wallach wurde aufgrund eines Tetanus mit Methocarbamol behandelt. Er zeigte Symptome wie Spasmen der Hals-, Rücken-, Lenden- und Schweifmuskulatur mit Orthotonus im Nacken, eine Sägebockstellung, Blockade im Kiefergelenk sowie Salivation und war unfähig Nahrung aufzunehmen. Die Nickhaut beider Augen war vorgefallen und die Körpertemperatur betrug 38,9°C. Eine Therapie mit Procainpenicillin G und Chlorpomazin wurde begonnen und das Pferd in einem abgedunkelten Raum eingestallt. Am 4. Tag wurde die Behandlung mit Methocarbamol in einer Dosierung von 5 g i.v. alle 12 Stunden ergänzt. Nach einer anfänglichen Besserung der Symptome verschlimmerten sich diese am 6. Tag der Behandlung. Methocarbamol wurde von diesem Zeitpunkt an nur noch 1 × täglich verabreicht. Das Pferd entspannte sich zusehends und konnte wieder fressen. Am Tag 10 wurde die Therapie beendet. 14 Tage nach der Diagnosestellung ging es dem Patienten deutlich besser und 8 Wochen danach war er bei gutem Allgemeinbefinden. Das anfängliche Ansprechen auf die Therapie, die plötzliche Verstärkung der Krankheitsanzeichen und die folgende Abschwächung der Symptome nach einer Dosisreduktion lässt vermuten, dass es während den ersten Behandlungstagen zu einer Wirkstoffakkumulation gekommen war (Smith 1959a).
 

Vogel

Fallbericht Gerfalke:
Ein an Tetanus erkrankter Falke wurde mit starken generalisierten Muskelkrämpfen hospitalisiert und mittels Infusionen, Tetanus-Antitoxin, Metronidazol sowie Midazolam und Fentanyl therapiert. Die Gabe von 40 mg/kg Methocarbamol i.v. führte nicht zur erwünschten Muskelrelaxation. Erst eine Inhalationsnarkose mit Isofluran bewirkte eine Entspannung der Muskulatur. Der Vogel verstarb trotz intensiver Therapie nach einigen Stunden (Beaufrère 2016a).
 

Zuckungen bei der nervösen Staupe

Hund

Methocarbamol kann zur Linderung von Zuckungen bei einer leichtgradigen Form der nervösen Staupe beitragen (Estrada 1960a).
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