Wirkungsort
Triamteren wirkt in den distalen Tubuli und den Sammelrohren (
Frey 1990a)
Wirkungsmechanismus
Triamteren ist im Gegensatz zu Spironolacton, einem anderen kaliumsparenden Diuretikum, kein Aldosteron-Antagonist (
Gross 1995b); es wirkt völlig unabhängig von Aldosteron (
Frey 1990a;
Gussin 1977a).
Der Wirkstoff führt zu einer Blockierung der Natriumkanäle und hemmt von der Lumenseite her die Natriumaufnahme in die Tubuluszellen. Dadurch nimmt die lumennegative, transepitheliale, elektrische Potentialdifferenz ab und die (passive) Kaliumsekretion wird fast aufgehoben (
Heidenreich 1982a;
Gross 1977a). Auch die Wasserstoffionen-Konzentration in der Tubulusflüssigkeit verringert sich. Die Ursache für die Abnahme ist nicht vollständig klar, doch kann man davon ausgehen, dass die Sekretion von Wasserstoffionen erschwert wird, wenn die negative, transepitheliale Potentialdifferenz im Lumen vermindert ist (
Jurna 1987a).
Urinzusammensetzung
Triamteren führt zu einer Zunahme der Natrium-, Chlorid- und Bicarbonatausscheidung bei gleichzeitiger Abnahme der Kalium- und Magnesiumexkretion (
Crabtree 1984a;
Davies 1975b;
Jurna 1987a).
Der Wirkstoff hat einen alkalisierenden Effekt auf den Urin (
Wiebelhaus 1967a).