Wirkungsmechanismus
Im Säuger
Allopurinol und sein Metabolit Oxypurinol hemmen die Xanthinoxidase, die die Oxidation von Hypoxanthin über Xanthin zu Harnsäure katalysiert (
Morant 2000a;
Plumb 1999a;
Insel 1996a). Allopurinol vermindert damit die Bildung von Harnsäure (
Ochs 2002a;
Allen 1993a). Die Stoffwechselendprodukte sind die besser wasserlöslichen und besser nierengängigen Harnsäurevorstufen Hypoxanthin und Xanthin (
Morant 2000a). Daher wird Allopurinol in der Humanmedizin u.a. bei Gicht und Hyperurikämie eingesetzt (
Ochs 2002a).
In Leishmanien
Allopurinol ist ein Analog des Hypoxanthins, das vom Parasiten selektiv in Allopurinol-ribonukleosid-5'-phosphat metabolisiert wird. Nach Aminierung wird dieser Metabolit in ein ATP-Analog überführt, das in RNA eingebaut werden kann. Dies führt zu Störungen der Proteinsynthese und damit zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Parasitenvermehrung (
Ullman 1995a;
Frayha 1997a;
Cavaliero 1999a;
Morant 2000a).
Resistenzen
Eine Resistenzentwicklung bei Leishmanien gegen Allopurinol ist nicht bekannt (
Cavaliero 1999a).