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Allgemein

Phenylpropanolamin (PPA) wird im allgemeinen gut vertragen (Cohn 2002a; Richter 1985a; Blendinger 1995a).
 

Systemische Nebenwirkungen

Systemische Nebenwirkungen wie Aengstlichkeit, Hyperaktivität, Anorexie, Tachykardie, Hypertension und gastrointestinale Störungen können auftreten (Lane 2003a; Brown 2005a). Die Verabreichung von PPA kann sich negativ auf die Einpflanzung der Eizelle auswirken (Plumb 2002a).
 

Tachyphylaxie

Bei einer längeren Anwendungszeit oder einer zu häufigen Anwendung können indirekt wirkende Sympathomimetika zu einer Erschöpfung des Noradrenalinspeichers in sympathischen Nervenendigungen führen und eine Tachyphylaxie (Wirkungsverminderung) auslösen (McEvoy 1992a). Beim Hund und bei der Katze wurden im Zusammenhang mit der Therapie eines urethralen Sphinkterhypotonus keine Tachyphylaxie beoabachtet (Plumb 2002a).
 

Hund

Bei rund 10% der Hündinnen, die wegen kastrationsbedingter Harninkontinenz mit PPA behandelt werden, erfolgt eine Erhöhung des arteriellen Blutdruckes. Dies kann sich ausnahmsweise klinisch in Nervosität und Aengstlichkeit äussern (Arnold 1997a). Manche Autoren ziehen PPA dem Ephedrin wegen geringerer Nebenwirkungen vor (Blendinger 1995a). Eine Hündin, welche 2,5 mg/kg dreimal täglich p.o. erhielt, wurde lethargisch und anorektisch und erholte sich wieder, nachdem die Dosis reduziert wurde (White 1989a).
 

Katze

Baines et al. konnten keine Nebenwirkungen nach der Verabreichung von p.o. 1,1 mg/kg dreimal täglich feststellen (Baines 1999a). Eine andere Autorin berichtet jedoch von starken Erregungszuständen bei Katzen und empfiehlt die Anwendung von PPA bei Katzen nicht (Holt 1997a).
 

Mensch

Es wird vermutet, dass nach Anwendung von PPA ein erhöhtes Risiko von hämorrhagischen Schlaganfällen bei Frauen besteht (Kernan 2000a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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