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Absorption

Folgende Faktoren beeinflussen die Absorption von Halothan:
 
1. der Partialdruck zwischen alveolärem Gas und venösem Blut
2. der Herzauswurf
3. die Blutlöslichkeit
 
Halothan wird schnell in der Lunge absorbiert. Intrapulmonäre Shunts (z.B. Perfusion von unventilierten Alveoli) verlangsamen die Aufnahme (Steffey 1991a).
 
Die Lipidlöslichkeit (Öl/Blutverteilungskoeffizient) gibt einen Hinweis dafür, wie schnell ein Inhalationsanästhetikum ins Gehirn diffundiert. Weil Halothan eine hohe Lipidlöslichkeit besitzt, wird während der Einleitungs- und Erhaltungsphase nur eine geringe Konzentration benötigt (Löscher 1999e).
 

Metabolismus

20 - 40% des absorbierten Halothans werden in der Leber über das Cytochrom P450 System metabolisiert (Gut 1993a; Spracklin 1998a).
Liegt eine ausreichende Sauerstoffsättigung vor, wird Halothan oxidativ abgebaut (Spracklin 1998a; Njoku 1997a). Der Hauptmetabolit ist die Trifluoroacetat-Säure, ca. 12% - 20% des absorbierten Halothans wird zu dieser metabolisiert. Weitere Metaboliten sind inorganisches Chlorid, Bromid und wenig Fluorid (Njoku 1997a).
Eine weitere Möglichkeit des Halothanmetabolismus ist der reduktive Weg, wobei nur eine geringe bis keine Sauerstoffsättigung, und die Gegenwart eines Elektronenspenders benötigt wird (Gut 1993a; Spracklin 1998a; Njoku 1997a).
 

Ausscheidung

Die Ausscheidung wird durch ähnliche Mechanismen wie die Absorption beeinflusst:
 
1. die alveoläre Ventilation
2. der Herzauswurf
3. die Blutlöslichkeit (Steffey 1991a)
 
Für die Ausscheidungsgeschwindigkeit sind Faktoren wie Metabolismus und das individuelle Gewebe/Blut-Verhältnis des Inhalationsanästhetikums ebenso von Bedeutung wie das Blut/Gas-Verhältnis (Zbinden 1988a).
 
Die geringe Blutlöslichkeit von Halothan ermöglicht ein schnelles Wiedererlangen des Bewusstseins nach Beendigung der Narkose (Löscher 1999e).
 

Respiratorische Ausscheidung

Der überwiegende Teil des Halothans, d.h. ungefähr 60 - 80% des Wirkstoffes, verlässt den Kreislauf unverändert über die Lunge (Spracklin 1998a).
 

Renale Ausscheidung

Halothanabbauprodukte wie Chlorid- und Bromid-Radikale werden über die Niere via Harn ausgeschieden (Njoku 1997a).
 

Biliäre Ausscheidung

Ein geringerer Teil des metabolisierten Halothans wird via Galle ausgeschieden (Sakai 1991a).
 

Mammäre Ausscheidung

Halothan ist auch in der Milch nachweisbar. Bei praktizierenden Anästhesistinnen können in der Brustmilch Spuren von Halothan nachgewiesen werden; wobei die Halothankonzentration abhängig vom Körperfettgehalt ist. Die Dosis, welche das Kleinkind erhält, ist jedoch vernachlässigbar (Spigset 1994a).
 

Eliminationshalbwertszeit

Halbwertszeit Verteilungsphase Blut

Ratte:1,29 ± 0,15 min (Stern 1990a)
 

Halbwertszeit Verteilungsphase Gehirn

Ratte:2,70 ± 0,66 min (Stern 1990a)
 

Eliminationshalbwertszeit Blut

Ratte:36 ± 5,6 min (Stern 1990a)
 

Eliminationshalbwertszeit Gehirn

Ratte:34 ± 7,8 min (Stern 1990a)
 

Eliminationshalbwertszeit Fettgewebe

Ratte:246 ± 51 min (Stern 1990a)
 

Clearance

Mensch:0,068 ml/min (Fitzal 1985a)
 

Verteilungsvolumen-Beta

Mensch:2,617 l/kg (Pfeifer 1992a)
 

Verteilungskoeffizient

Verteilungskoeffizient Blut/Gas

Kaninchen:4,02 (Steffey 1996a)
Hund:3,51 (Steffey 1996a)
Pferd:1,77 (Steffey 1996a)
Mensch:2,5 (Eger 1987a)
 

Verteilungskoeffizient Öl/Blut

Mensch:224 (Eger 1987a; Koblin 2000a)
 

Verteilungskoeffizient Gehirn/Blut

Kaninchen:6,22 (Steffey 1996a)
Hund:6,03 (Steffey 1996a)
Pferd:5,42 (Steffey 1996a)
Mensch:1,9 (Eger 1987a)
 

Verteilungskoeffizient Lunge/Blut

Mensch:2,1 (Eger 1987a)
 

Verteilungskoeffizient Niere/Blut

Kaninchen:3,80 (Steffey 1996a)
Hund:4,95 (Steffey 1996a)
Pferd:3,21 (Steffey 1996a)
Mensch:1,2 (Eger 1987a)
 

Verteilungskoeffizient Muskel/Blut

Kaninchen:3,67 (Steffey 1996a)
Hund:5,45 (Steffey 1996a)
Pferd:3,55 (Steffey 1996a)
Mensch:3,4 (Eger 1987a)
 

Verteilungskoeffizient Fett/Blut

Mensch:51 (Eger 1987a)
 

Gummi resp. Plastik/Gas-Koeffizient bei Raumtemperatur

Gummi:120
PVC:190
Polyethylen:26 (Steffey 2001c)
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