Metabolismus
20 - 40% des absorbierten Halothans werden in der Leber über das Cytochrom P
450 System metabolisiert (
Gut 1993a;
Spracklin 1998a).
Liegt eine ausreichende Sauerstoffsättigung vor, wird Halothan oxidativ abgebaut (
Spracklin 1998a;
Njoku 1997a). Der Hauptmetabolit ist die Trifluoroacetat-Säure, ca. 12% - 20% des absorbierten Halothans wird zu dieser metabolisiert. Weitere Metaboliten sind inorganisches Chlorid, Bromid und wenig Fluorid (
Njoku 1997a).
Eine weitere Möglichkeit des Halothanmetabolismus ist der reduktive Weg, wobei nur eine geringe bis keine Sauerstoffsättigung, und die Gegenwart eines Elektronenspenders benötigt wird (
Gut 1993a;
Spracklin 1998a;
Njoku 1997a).
Ausscheidung
Die Ausscheidung wird durch ähnliche Mechanismen wie die Absorption beeinflusst:
| 1. | die alveoläre Ventilation |
| 2. | der Herzauswurf |
| 3. | die Blutlöslichkeit (Steffey 1991a) |
Für die Ausscheidungsgeschwindigkeit sind Faktoren wie Metabolismus und das individuelle Gewebe/Blut-Verhältnis des Inhalationsanästhetikums ebenso von Bedeutung wie das Blut/Gas-Verhältnis (
Zbinden 1988a).
Die geringe Blutlöslichkeit von Halothan ermöglicht ein schnelles Wiedererlangen des Bewusstseins nach Beendigung der Narkose (
Löscher 1999e).
Respiratorische Ausscheidung
Der überwiegende Teil des Halothans, d.h. ungefähr 60 - 80% des Wirkstoffes, verlässt den Kreislauf unverändert über die Lunge (
Spracklin 1998a).
Renale Ausscheidung
Halothanabbauprodukte wie Chlorid- und Bromid-Radikale werden über die Niere via Harn ausgeschieden (
Njoku 1997a).
Biliäre Ausscheidung
Ein geringerer Teil des metabolisierten Halothans wird via Galle ausgeschieden (
Sakai 1991a).
Mammäre Ausscheidung
Halothan ist auch in der Milch nachweisbar. Bei praktizierenden Anästhesistinnen können in der Brustmilch Spuren von Halothan nachgewiesen werden; wobei die Halothankonzentration abhängig vom Körperfettgehalt ist. Die Dosis, welche das Kleinkind erhält, ist jedoch vernachlässigbar (
Spigset 1994a).
Eliminationshalbwertszeit
Halbwertszeit Verteilungsphase Blut
Halbwertszeit Verteilungsphase Gehirn
Eliminationshalbwertszeit Blut
Eliminationshalbwertszeit Gehirn
Eliminationshalbwertszeit Fettgewebe
Clearance
Verteilungsvolumen-Beta
Verteilungskoeffizient
Verteilungskoeffizient Blut/Gas
Verteilungskoeffizient Öl/Blut
Verteilungskoeffizient Gehirn/Blut
Verteilungskoeffizient Lunge/Blut
Verteilungskoeffizient Niere/Blut
Verteilungskoeffizient Muskel/Blut
Verteilungskoeffizient Fett/Blut
Gummi resp. Plastik/Gas-Koeffizient bei Raumtemperatur