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Allgemein

Unerwünschte Wirkungen von Fludrocortison sind meistens auf Überdosierungen oder auf ein zu abruptes Absetzen der Therapie zurückzuführen (Plumb 2002a).
 

Systemische Nebenwirkungen nach Überdosierung

Ödeme (Humanmedizin: Mondgesicht), Hypernatriämie, Hypertension, metabolische Alkalose sowie Hypokaliämie und Muskelschwäche können auftreten (Ferguson 2001a; Plumb 2002a). Wegen der glukokortikoiden Wirkung des Fludrocortisons können grundsätzlich die selben unerwünschten Wirkungen auftreten, wie sie unter Glukokortikoide - unerwünschte Wirkungen beschrieben sind: Polyurie/Polydipsie, Polyphagie, Gewichtszunahme und Alopezie wird am häufigsten beobachtet. Zudem kann eine leichtgradige Erhöhung von Leberenzymen gemessen werden (Kintzer 1997b).
 
In einem Fallbericht von zwei Pudeln mit Hypoadrenokortizismus wird beschrieben, dass die Patienten während der Therapie mit Fludrocortisonacetat und mit Prednisolon intermittierende Muskelkrämpfe der Vorder- und Hintergliedmassen zeigten. Zudem konnten die Elektrolytverschiebungen (Hyponatriämie und Hyperkaliämie) trotz steigender Dosierung des Mineralokortikoids nicht vollends korrigiert werden. Durch das Absetzen der oralen Therapie mit Fludrocortisonacetat (Ausschleichung über 5 Tage) und der Behandlung mit Desoxycorticosteronpivalat (initial 2,5 mg/kg i.m. alle 25 Tage; zusätzlich individuelle Dosierung mit Prednisolon) konnte der gewünschte Behandlungserfolg erzielt werden (Saito 2002a).
 

Myelinolyse nach zu schneller Korrektur der Hyponatriämie

Die zu schnelle Korrektur einer längerdauernden Hyponatriämie kann zu einer Myelinolyse (Markscheidenzerfall) in Hirnarealen und zu neurologischen Ausfällen führen: intermittierendes Muskelzittern, generalisierte Schwäche, Depression bis hin zu Stupor und Seitenlage. Diese Symptome können einige Tage nach dem erfolgreichen Therapiebeginn des Hypoadrenokortizismus auftreten und für mehrere Wochen anhalten. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, dass die Korrektur des Serumnatriums 10 mmol/l über 24 Stunden nicht übersteigt (Brady 1999a; Churcher 1999a; Laureno 1997a; MacMillan 2003a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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