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Absorption

Sulfadimethoxin wird bei allen Tierarten nach oraler Applikation gut absorbiert (Spoo 2001a; Kunesh 1986a) mit einer Absorptionsrate zwischen 60 - 90% (Slavik 1980a; Demuth 2003a).
 
Beim Kamel ist die Absorption aufgrund des höheren pHs im Gastrointestinaltrakt verzögert (Chatfield 2001a).
 
Beim Schwein beträgt die Absorptionsrate 60 - 68% (Slavik 1980a).
 

Absorptionshalbwertszeit

Hund:nach oral 55 mg/kg: 1,94 ± 0,92 h (Baggot 1976b)
  
Fohlen (7 - 9 Wo):2,54 h (Baggot 1984a)
  
Kalb:nach oral 27,5 mg/kg: 3,32 ± 0,92 h (Wilson 1987b)
  
Schwein:nach oral 55 mg/kg: 2,9 h (Bevill 1982a)
 

Verteilung

Sulfonamide werden weitgehend im ganzen Körper verteilt und sind in der Synovia, Prostata, Amnionflüssigkeit, Pleura und im Peritoneum nachweisbar (McEvoy 1992a). Ebenso können therapeutische Spiegel im Auge und Liquor erreicht werden (Greene 1998b). Bei neugeborenen Tieren ist die Plasmaproteinbindung von Sulfadimethoxin vermindert, da die Albuminkonzentration tiefer ist als bei adulten Tieren. Durch das vermehrte freie Sulfadimethoxin steigt das Verteilungsvolumen an (Baggot 1984a).
 
Nach einer intravenösen Injektion von 55 mg/kg können bei der Katze nach 4 Stunden maximale Konzentrationen im Gewebe gemessen werden. Die Gewebekonzentration beträgt 20% der applizierten Dosis und ist tiefer als die Plasmakonzentration (Baggot 1977a).
 
Beim Pferd verteilt sich Sulfadimethoxin nach einer intravenösen Injektion im ganzen Körper (Brown 1989a). Nach i.v. 40 mg/kg sind die höchsten Konzentrationen eine Stunde nach der Applikation in der Galle, den Nieren und im Urin zu finden, was auf eine rasche renale Elimination hindeutet (Oishi 1968a). Nach einer oralen Applikation von initial 45,8 mg/kg gefolgt von 4 Erhaltungsdosen von 22,9 mg/kg können in der Synovia nach 12 Stunden eine maximale Konzentration von 28,5 μg/ml erreicht werden. Im Endometrium kann nach der gleichen Dosierung 28,5 μg/g nach 4 Stunden, im Liquor 2,1 μg/ml nach 5 Stunden und im Urin 544 μg/ml nach 12 Stunden gemessen werden (Brown 1989a). Die Konzentration in der Peritonealflüssigkeit beträgt 40% der Serumkonzentration (Oishi 1968a). Sulfadimethoxin ist auch im Sputum des Pferdes nachweisbar. 8 Stunden nach einer oralen Applikation von 20 mg/kg kann im Sputum eine maximale Konzentration von 53,8 μg/g gemessen werden (Fey 1995a). Sowohl nach oraler als auch nach intravenöser Applikation von Trimethoprim/Sulfadimethoxin-Kombinationen kann im Kot von Pferden eine antimikrobielle Aktivität festgestellt werden. Dadurch ist im Hinblick auf Antibiotika-induzierten Durchfall die Applikationsart von untergeordneter Bedeutung. Untersuchungen der Kotflora zeigen aber keine erheblichen Veränderungen (Fey 1996a).
 
Sulfadimethoxin gelangt beim Rind über passive Diffusion des nicht ionisierten Anteils ins Euter. Nach einer i.v. Injektion von 50 mg/kg wird nach einer Stunde eine maximale Milchkonzentration von 1,13 μg/ml erreicht. Bei einer Mastitis steigt der pH der Milch an, und die Diffusion von schwachen Säuren, wie Sulfonamide, wird erleichtert (Roudaut 1990b). Sulfadimethoxin gelangt nach einer i.v. Injektion beim Rind auch in die Tränenflüssigkeit. Nur der ungebundene nicht ionisierte Anteil des Sulfadimethoxins kann passiv in die Tränenflüssigkeit diffundieren. Nach i.v. 27,5 mg/kg kann nach 15 Minuten eine maximale Konzentration von 19,15 μg/ml in den Tränen gemessen werden, was 10% der Plasmakonzentration entspricht. Nach einer oralen Applikation ist die Konzentration in der Tränenflüssigkeit ≤ 2,5 μg/ml (Wilson 1987b).
 
Nach einer intravenösen Injektion ist Sulfadimethoxin auch in der Pansenflüssigkeit nachweisbar. Die maximale Konzentration nach i.v. 100 mg/kg wird im Pansen von Ziegen nach einer Stunde erreicht und beträgt 122 ± 3,4 μg/ml. Die Acetylierungsrate im Pansen beträgt 22,95 - 23,72%. Sulfadimethoxin führt in den ersten 8 Stunden nach der i.v. Injektion zu einer Vermehrung der Pansengasproduktion (Atef 1990b). In den meisten Geweben ist 4 Stunden nach einer i.v. Injektion die Konzentration unter dem therapeutischen Wirkungsspiegel. Nur in den Nieren sind noch höhere Konzentrationen nachweisbar (Atef 1989b).
 
Beim Schwein wird Sulfadimethoxin im ganzen Körper verteilt. Nach einer oralen Applikation von 60 mg/kg betragen die Konzentrationen in der Lunge, Leber, Milz, im Herz und den Nieren 25 - 50% der Plasmakonzentration. In der Skelettmuskulatur und im Fettgewebe sind die Konzentrationen geringer und liegen 48 Stunden nach der Applikation unter 3 μg/g (Adams 1996a).
 

Metabolismus

Zu den wichtigsten Metabolisierungsschritten gehören Acetylierung und Hydroxylierung. Beide Vorgänge finden in der Leber statt. Weiter können Sulfonamide glukuronidert und deacetyliert werden (Spoo 2001a). Die beiden Reaktionen Acetylierung und Deacetylierung befinden sich in einem Gleichgewicht, das sich je nach Sulfonamid auf der Seite des Acetylsulfonamides oder auf der Seite der Originalsubstanz befindet (Mengelers 1997b). Im Gegensatz zum Acetylmetaboliten haben die Hydroxymetaboliten noch eine geringe antimikrobielle Aktivität von 2,5 - 39,5% derjenigen der Originalsubstanz (Nouws 1985c).
 
Die Hauptmetaboliten von Sulfadimethoxin sind N4-Acetylsulfadimethoxin und der Glukuronidmetabolit (Adamson 1970a), die beide eine geringere Lipidlöslichkeit als Sulfadimethoxin haben (Yagi 1981a). Je nach Spezies wird ein grosser Anteil auch unverändert ausgeschieden. Beim Menschen und den Primaten wird der grösste Teil glukuronidiert, bei der Katze und dem Kaninchen ist dieser Metabolit nicht nachweisbar. Bei allen Karnivoren wird der grösste Anteil nicht metabolisiert und unverändert als Sulfadimethoxin ausgeschieden. Ausser beim Hund, der nicht acetylieren kann, ist bei den Karnivoren N4-Acetylsulfadimethoxin der wichtigste Metabolit mit einem Anteil von 18% bei der Katze (Adamson 1970a). Beim Kaninchen wird 91% in Acetylsulfadimethoxin umgebaut, beim Meerschweinchen beträgt der Anteil 67% (Bridges 1968a). Die Kombination mit Trimethoprim hat keine Auswirkungen auf den Sulfadimethoxinmetabolismus (Mengelers 1997b).
 
Sulfadimethoxin wird beim Schwein vor allem acetyliert (Mengelers 2001a). Die Möglichkeit zur Glukuronidierung (Vree 1991a) und Hydroxylierung (Shimoda 1990b) existiert nicht. Die Acetylierung verläuft nach einer i.v. Injektion sehr schnell, und nach 2 Stunden sind maximale Konzentrationen im Plasma nachweisbar (Mengelers 1995a). Nach einer oralen Applikation von 25 mg/kg wird die maximale Acetylsulfadimethoxinkonzentration von 6,89 mg/ml nach 3,5 Stunden erreicht (Mengelers 2001a). Acetylsulfadimethoxin wird zu einem geringen Teil wieder deacetyliert, das Gleichgewicht liegt aber auf der Seite des Acetylmetaboliten (Shimoda 1990b).
 
Der wichtigste Metabolit beim Huhn ist das 6-Hydroxysulfadimethoxin. Die Acetylierung ist von untergeordneter Bedeutung (Furusawa 2001a).
 
Der wichtigste Metabolit beim Lachs ist das Acetylsulfadimethoxin (Samuelsen 1995a).
 

Elimination

Die Elimination der Sulfonamide erfolgt durch renale Exkretion und Biotransformation. Die renale Exkretion hat verschiedene Mechanismen: glomeruläre Filtration des freien Sulfonamides, aktiver Carrier-vermittelter Transport des ionisierten Anteils der Sulfonamide und deren Metaboliten im proximalen Tubulus, sowie passive Rückresorption des nicht ionisierten Anteils im distalen Tubulus (Prescott 1988a). Die Absorptionsrate ist pH-abhängig und nimmt bei tieferem Urin-pH zu (Spoo 2001a; Stahlmann 2005a; Nouws 1987a). Herbivoren können Sulfonamide schneller eliminieren als Karnivoren und Omnivoren, da ihr Urin alkalischer ist (Van Duijkeren 1994b). Sulfonamide werden in geringem Masse auch über die Tränensekretion, Galle, Milch, Faeces und den Schweiss ausgeschieden (Spoo 2001a; Van Duijkeren 1994a). Die acetylierten und hydroxylierten Metaboliten werden zum grössten Teil durch aktive tubuläre Sekretion eliminiert (Nouws 1988c; Nouws 1987a; Nouws 1986b) und nicht mehr rückresorbiert (Kroker 2003d; Nouws 1983a). Die renale Clearance von N4-Acetylsulfadimethoxin und N1-Glukuronidsulfadimethoxin ist höher als die von Sulfadimethoxin. Die Metaboliten haben dadurch eine kleinere Eliminationshalbwertszeit (Yagi 1981a). Die aktive tubuläre Sekretion von Acetylsulfadimethoxin erreicht, aufgrund einer Sättigung des Transportmechanismus, bei hohen Konzentrationen ein Plateau (Shimoda 1990b).
 
Der Urin-pH von allen neugeborenen Tieren ist sauer. Dies kann bei den neonatalen Herbivoren zu einer Verzögerung der Elimination von schwachen organischen Säuren (z.B. Sulfonamide) führen (Baggot 1984a).
 
Die Elimination von Sulfadimethoxin erfolgt beim Hund durch die Ausscheidung der Originialsubstanz über den Urin und die Metabolisierung in inaktive Metaboliten in der Leber. Die wichtigsten Metaboliten sind das N1- und N4-Glukuronidsulfadimethoxin (Baggot 1976b). Nach einer oralen Applikation von 100 mg/kg werden beim Hund 64% als unverändertes Sulfadimethoxin und 19% als Glucuronidsulfadimethoxin über den Urin ausgeschieden. Bei der Katze wird bei der gleichen Dosierung 82% als Sulfadimethoxin und 18% als N4-Acetylmetabolit eliminiert (Adamson 1970a).
 
Beim Rind wird Sulfadimethoxin nach einer oralen Applikation von 107 mg/kg zu 6,3% als unverändertes Sulfadimethoxin, zu 35,6% als Acetylsulfadimethoxin und zu 2,1% als polarer Metabolit über die Nieren ausgeschieden (Bourne 1981b). Sulfadimethoxin reichert sich auch in der Tränenflüssigkeit an. Die Eliminationshalbwertszeit aus der Tränenfüssigkeit beträgt beim Kalb nach einer i.v. Injektion von 27,5 mg/kg 3,02 ± 1,23 Stunden im Vergleich zur Plasmahalbwertszeit von 7,91 ± 1,27 Stunden (Wilson 1987b). Die Sulfadimethoxinausscheidung über die Milch ist nur gering. Nach einer i.v. Injektion von 50 mg/kg Sulfadimethoxin wird 0,027 ± 0,006% der Dosis über die Milch mit einer Eliminationshalbwertszeit von 8 Stunden ausgeschieden (Roudaut 1990b).
 
Beim Kamel wird Sulfadimethoxin vor allem über die Nieren ausgeschieden. Aufgrund der tiefen glomerulären Filtrationsrate ist die Ausscheidung geringer als bei anderen Tieren, was die Gefahr einer Überdosierung erhöht (Chatfield 2001a).
 
Beim Schwein werden 82% der applizierten Sulfadimethoxindosis über die Nieren augeschieden. Der wichtigste Metabolit ist N4-Acetylsulfadimethoxin (Mengelers 1995a). Im Urin beträgt der Anteil an Sulfadimethoxin 4,6 ± 3,3% und an N4-Acetylsulfadimethoxin 66,8 ± 22,3% (Vree 1991a). Nach oraler Applikation wird Sulfadimethoxin auch über die Faeces ausgeschieden. In den ersten 72 Stunden werden nach einer oralen Applikation von 60 mg/kg 77,1% über den Urin und 15,2% über die Faeces eliminiert (Adams 1996a). Beim Saugferkel verläuft die Elimination langsamer als beim älteren Tier, was eine Erhöhung der Gewebekonzentration zur Folge hat (Righter 1979a).
 
Nach einer i.v. Injektion von 10 mg/kg wird beim Huhn 43% als 6-Hydroxymetabolit, 20% als Sulfadimethoxin und 17% als Acetylsulfadimethoxin ausgeschieden (Furusawa 2001a).
 
Sulfadimethoxin und der Acetylmetabolit werden beim Lachs vor allem über die Galle ausgeschieden (Samuelsen 1995a).
 

Bioverfügbarkeit

Hund:nach oral 55 mg/kg: 39,1 ± 21% (Baggot 1976b)
  
Rind:nach oral 107 mg/kg: 59 ± 6% (Bourne 1981b)
  
Ziege:nach oral 100 mg/kg: 23,27 ± 2,23% (Atef 1989b)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 53 ± 13% (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach oral 17,5 ± 2,7 mg/kg: 103,6 ± 38,2% (Chatfield 2001a)
  
Lachs:nach oral 25 mg/kg: 39% (Samuelsen 1995a)
  
Schwein:Nach Shimoda und Bevill liegt die Bioverfügbarkeit nach oraler Applikation von 20 mg/kg bzw. 55 mg/kg bei 100% (Shimoda 1990a; Bevill 1982a).
 

Wirkungsdauer/ -maximum

Sulfadimethoxin gehört zu den langwirksamen Sulfonamiden, d.h. ein therapeutischer Plasmaspiegel bleibt nach einer einmaligen Applikation über 24 Stunden erhalten (Spoo 2001a). Diese Einteilung gilt vor allem für den Menschen und ist nicht auf alle Tiere übertragbar (Kroker 2002a).
 
Bei der Ziege ist 6 Stunden nach einer intravenösen Applikation von 100 mg/kg Sulfadimethoxin noch ein therapeutischer Plasmaspiegel von 50 μg/ml vorhanden (Atef 1989b).
 
Beim Schwein kann nach einer i.v. Injektion von 25 mg/kg die minimale Hemmkonzentration von Actinobacillus pleuropneumoniae über 48 Stunden aufrechterhalten werden (Mengelers 1995a).
 

Wirkspiegel

MIC (minimale inhibitorische Konzentration)

Actinobacillus pleuropneumoniae beim Schwein:
-1 μg/ml Sulfadimethoxin und 0,06 μg/ml Trimethoprim (Mengelers 2001a; Mengelers 1990a)
-1 μg/ml Sulfadimethoxin und 0,06 μg/ml Aditoprim (Mengelers 1990a)
 
Corynebacterium pseudotuberculosis beim Pferd:
-4,75 μg/ml Sulfadimethoxin und ≤ 0,25 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
E. coli beim Pferd:
-38 μg/ml Sulfadimethoxin und 2 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
E. coli beim Schwein:
-0,1 - 3 μg/ml Sulfadimethoxin (Shimoda 1989a)
 
Fusobacterium necrophorum beim Rind und Schaf:
-32 μg/ml Sulfadimethoxin (Mateos 1997a)
 
Rhodococcus equi beim Pferd:
-19 μg/ml Sulfadimethoxin und 1 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
Moraxella bovis beim Rind:
-≤ 4,75 μg/ml Sulfadimethoxin und ≤ 0,25 μg/ml Ormetoprim (Wilson 1987b)
 
Pasteurella multocida beim Schwein:
-16 μg/ml Sulfadimethoxin (Mengelers 1990a)
-4 μg/ml Sulfadimethoxin und 0,25 μg/ml Trimethoprim (Mengelers 1990a)
-4 μg/ml Sulfadimethoxin und 0,25 μg/ml Aditoprim (Mengelers 1990a)
 
Staphylococcus spp. beim Pferd:
-4,75 μg/ml Sulfadimethoxin und ≤ 0,25 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
Staphylococcus spp. beim Schwein:
-0,1 - 3 μg/ml Sulfadimethoxin (Shimoda 1989a)
 
Streptococcus equi beim Pferd:
-9,5 μg/ml Sulfadimethoxin und 0,5 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
Streptococcus zooepidemicus beim Pferd:
-4,75 μg/ml Sulfadimethoxin und ≤ 0,25 μg/ml Ormetoprim (Adamson 1985a)
 
Streptococus spp. beim Schwein:
-0,1 - 3 μg/ml Sulfadimethoxin (Shimoda 1989a)
 
Der therapeutische Plasmaspiegel sollte mindestens das 5-fache der minimalen Hemmkonzentration betragen (Wilson 1987b) und liegt für Sulfadimethoxin zwischen 20 (Kroker 2002a) und 50 μg/ml (Baggot 1977a).
 

Maximale Plasmakonzentration, Cmax

Hund:nach oral 55 mg/kg: 67 ± 16 μg/ml (Baggot 1976b)
  
Pferd:nach oral 45,8 mg/kg: 80,9 μg/ml (Brown 1989a)
  
Fohlen (3 Tg):nach oral 17,5 mg/kg: 54,6 ± 4,91 μg/ml (Brown 1993a)
  
Rind:nach oral 107 mg/kg: 114 μg/ml (Bourne 1981b)
  
Kalb:nach oral 27,5 mg/kg: 53 ± 4,2 μg/ml (Wilson 1987b)
  
Ziege:nach oral 100 mg/kg: 37,17 ± 1,96 μg/ml (Atef 1989b)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 21,7 ± 14,1 μg/ml (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach oral 17,5 ± 2,7 mg/kg: 19,4 ± 1,7 μg/ml (Chatfield 2001a)
  
Schwein:nach oral 25 mg/kg: 85,2 ± 6,6 mg/l (Mengelers 2001a)
nach oral 0,05 g/100 ml Trinkwasser: 80 μg/ml (Slavik 1980a)
nach oral 0,1 g/100 ml Trinkwasser: 81 μg/ml (Slavik 1980a)
  
Lachs:nach oral 25 mg/kg: 7,99 ± 1,01 μg/ml (Samuelsen 1995a)
 

Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration, Tmax

Hund:nach oral 55 mg/kg: 3,6 ± 1,1 h (Baggot 1976b)
  
Pferd:nach oral 45,8 mg/kg: 8 h (Brown 1989a)
  
Fohlen (3 Tg):nach oral 17,5 mg/kg: 8 h (Brown 1993a)
  
Rind:nach oral 107 mg/kg: 10 h (Bourne 1981b)
  
Kalb:nach oral 27,5 mg/kg: 12 h (Wilson 1987b)
  
Ziege:nach oral 100 mg/kg: 0,46 ± 0,07 h [sic!] (Atef 1989b)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 1'056 ± 554 min (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach oral 17,5 ± 2,7 mg/kg: 11,4 ± 2,6 h (Chatfield 2001a)
  
Schwein:nach oral 20 mg/kg: 8,536 h (Shimoda 1990a)
nach oral 25 mg/kg: 2 ± 0,13 h (Mengelers 2001a)
nach oral 0,05 g/100 ml Trinkwasser: 12 h (Slavik 1980a)
nach oral 0,1 g/100 ml Trinkwasser: 8 - 12 h (Slavik 1980a)
  
Lachs:nach oral 25 mg/kg: 20,3 ± 2,1 h (Samuelsen 1995a)
 

Eliminationshalbwertszeit

Mensch:40 h (Kroker 2002a)
  
Hund:13,2 h (Prescott 1988a)
8 - 13 h (Kroker 2002a)
nach i.v. 10 mg/kg: 12,3 ± 1,84 h (Yagi 1981a)
nach i.v. 55 mg/kg: 13,2 ± 2,2 h (Baggot 1976b)
  
Katze:10,2 h (Prescott 1988a)
10 h (Kroker 2002a)
nach i.v. 55 mg/kg: 10,16 ± 2,5 h (Baggot 1977a)
  
Pferd:11,3 h (Prescott 1988a)
11 - 18 h (Kroker 2002a)
nach oral 16,7 mg/kg Sulfadimethoxin und 3,3 mg/kg Trimethoprim: 9,8 ± 1,2 h (Fey 1995a)
nach i.v. 45,8 mg/kg: 7,9 h (Brown 1989a)
  
Fohlen (7 - 9 Wo):nach oraler Applikation: 13,53 h (Baggot 1984a)
  
Esel:nach i.v. 12,5 mg/kg Sulfadimethoxin und 2,5 mg/kg Trimethoprim: 11,82 ± 1,55 h (Oukessou 1998a)
  
Rind:12,5 h (Prescott 1988a)
10 - 12 h (Kroker 2002a)
nach i.v. 55 mg/kg: 12,5 h (Boxenbaum 1977a)
nach i.v. 60 mg/kg: 9,6 h (Tschudi 1973a)
nach i.v. 1,7 mg/kg: 107 h (Bourne 1981b)
  
Kalb:nach i.v. 27,5 mg/kg: 7,91 ± 1,27 h (Wilson 1987b)
  
Schaf:8 h (Kroker 2002a)
  
Ziege:8,6 h (Prescott 1988a)
8 - 9 h (Kroker 2002a)
nach oral 100 mg/kg: 5,55 ± 0,44 h (Atef 1989b)
nach i.v. 100 mg/kg: 8,58 ± 1,55 h (van Gogh 1980a)
nach i.v. 100 mg/kg: 1,76 ± 0,02 h [sic!] (Atef 1989b)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 842 ± 404 min (Junkins 2003a)
nach i.v. 58,8 mg/kg: 566 ± 119 min (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach oral 17,5 ± 2,7 mg/kg: 11,7 ± 3 h (Chatfield 2001a)
nach i.v. 17,5 ± 2,7 mg/kg: 4,51 ± 1,2 h (Chatfield 2001a)
  
Schwein:6 - 17 h (Kroker 2002a)
nach oral 25 mg/kg: 13,3 ± 0,55 h (Mengelers 2001a)
nach i.v. 25 mg/kg: 12,9 ± 0,5 h (Mengelers 1995a)
nach i.v. 25 mg/kg, mit Pneumonie: 13,4 ± 1 h (Mengelers 1995a)
nach i.v. 60 mg/kg: 15,5 h (Tschudi 1973b)
  
Ferkel (2 Wo):nach i.v. 55 mg/kg: 16,16 ± 3,09 h (Righter 1979a)
  
Ferkel (3 Mo):nach i.v. 55 mg/kg: 9,35 ± 1,29 h (Righter 1979a)
  
Huhn:9 - 10 h (Kroker 2002a)
  
Lachs:nach i.v. 25 mg/kg: 9,9 ± 1,48 h (Samuelsen 1995a)
 

MRT (Mean residence time)

Esel:nach i.v. 12,5 mg/kg Sulfadimethoxin und 2,5 mg/kg Trimethoprim: 9,89 ± 1,36 h (Oukessou 1998a)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 1'649 ± 442 min (Junkins 2003a)
nach i.v. 58,8 mg/kg: 607 ± 110 min (Junkins 2003a)
 

Verteilungsvolumen

Hund:nach i.v. 55 mg/kg: 0,405 ± 0,063 l/kg (Baggot 1976b)
  
Katze:nach i.v. 55 mg/kg: 0,263 ± 0,033 l/kg (Baggot 1977a)
  
Pferd:nach i.v. 45,8 mg/kg: 0,28 l/kg (Brown 1989a)
  
Esel:nach i.v. 12,5 mg/kg Sulfadimethoxin und 2,5 mg/kg Trimethoprim: 0,76 ± 0,1 l/kg (Oukessou 1998a)
  
Rind:nach i.v. 55 mg/kg: 0,31 l/kg (Boxenbaum 1977a)
nach i.v. 107 mg/kg: 0,315 ± 0,006 l/kg (Bourne 1981b)
  
Kalb:nach i.v. 27,5 mg/kg: 0,185 ± 0,018 l/kg (Wilson 1987b)
  
Ziege:nach i.v. 100 mg/kg: 0,487 ± 0,095 l/kg (van Gogh 1980a)
nach i.v. 100 mg/kg: 0,16867 ± 0,00198 l/kg (Atef 1989b)
  
Lama:nach i.v. 58,8 mg/kg: 0,44 ± 0,05 l/kg (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach i.v. 17,5 ± 2,7 mg/kg: 0,393 ± 0,05 l/kg (Chatfield 2001a)
  
Schwein:nach i.v. 20 mg/kg: 0,178 l/kg (Shimoda 1989a)
nach i.v. 25 mg/kg: 0,25 ± 0,01 l/kg (Mengelers 1995a)
nach i.v. 25 mg/kg, mit Pneumonie: 0,24 ± 0,01 l/kg (Mengelers 1995a)
nach i.v. 50 mg/kg: 0,258 l/kg (Shimoda 1989a)
nach i.v. 50 mg/kg: 0,611 l/kg (Shimoda 1990b)
nach i.v. 100 mg/kg: 0,331 l/kg (Shimoda 1989a)
  
Ferkel (2 Wo):nach i.v. 55 mg/kg: 0,483 ± 0,078 l/kg (Righter 1979a)
  
Ferkel (3 Mo):nach i.v. 55 mg/kg: 0,347 ± 0,016 l/kg (Righter 1979a)
  
Lachs:nach i.v. 25 mg/kg: 0,389 ± 0,031 l/kg (Samuelsen 1995a)
 

AUC

Rind:nach oral 107 mg/kg: 4'458 mg/l/h (Bourne 1981b)
nach i.v. 107 mg/kg: 3'030 mg/l/h (Bourne 1981b)
  
Ziege:nach oral 100 mg/kg: 351,25 ± 34,13 μg/ml/h [sic!] (Atef 1989b)
nach i.v. 100 mg/kg: 1'508,55 ± 1,75 μg/ml/h [sic!] (Atef 1989b)
  
Lama:nach oral 59,3 mg/kg: 45'900 ± 12'600 μg/ml/min (Junkins 2003a)
nach i.v. 58,8 mg/kg: 84'178 ± 18'660 μg/ml/min (Junkins 2003a)
  
Kamel:nach oral 17,5 ± 2,7 mg/kg: 2'348,2 ± 451,7 mg/ml/h (Chatfield 2001a)
nach i.v. 17,5 ± 2,7 mg/kg: 2'372,3 ± 780,5 mg/ml/h (Chatfield 2001a)
  
Schwein:nach oral 10 mg/kg: 3'492 μg/ml/h (Shimoda 1990a)
nach oral 20 mg/kg: 1'742,6 μg/ml/h (Shimoda 1990a)
nach i.v. 150 mg/kg: 5'278 μg/ml/h (Shimoda 1990b)
nach i.v. 25 mg/kg: 2'090 μg/ml/h (Shimoda 1990b)
nach oral 25 mg/kg: 1'845 ± 192,2 mg/l/h (Mengelers 2001a)
nach i.v. 25 mg/kg: 1'869 ± 102 mg/l/h (Mengelers 1995a)
nach i.v. 25 mg/kg, mit Pneumonie: 1'979 ± 140 mg/l/h (Mengelers 1995a)
  
Lachs:nach i.v. 25 mg/kg: 719,5 ± 47,2 μg/ml/h (Samuelsen 1995a)
nach oral 25 mg/kg: 280,6 ± 49,9 μg/ml/h (Samuelsen 1995a)
 

Plasmaproteinbindung

Sulfonamide binden nur locker an Plasmaproteine, hauptsächlich an Albumin und nur ein kleiner Teil an Serumglobulin (McEvoy 1992a). Die Plasmaproteinbindung ist vom pKa abhängig. Bei hohem pKa sinkt die Proteinbindungsfähigkeit (William 2001a), und sie verändert sich auch durch die Metabolisierung: Acetylierung erhöht und Hydroxylierung senkt das Bindungsvermögen (Nouws 1987a; Nouws 1986b). Für die antimikrobielle Aktivität ist nur der ungebundene Teil der Sulfonamide relevant (Munsey 1996a; McEvoy 1992a). Sulfadimethoxin weist eine hohe Plasmakonzentration auf, da es zu einem grossen Teil an Plasmaproteine gebunden ist (Prescott 1988a). Dadurch steht weniger Sulfadimethoxin für die Metabolisierung und glomeruläre Filtration zur Verfügung, was die Halbwertszeit verlängert (Baggot 1977a). Die Plasmaproteinbindung ist abhängig von der Sulfadimethoxinplasmakonzentration und nimmt bei zunehmender Konzentration ab (Shimoda 1990b). Da neugeborene Tiere eine tiefere Albuminkonzentration haben, vermindert sich auch die Plasmaproteinbindung von Sulfadimethoxin (Baggot 1984a). Der Acetylmetabolit bindet an der gleichen Stelle an das Albumin wie das Sulfadimethoxin, jedoch mit einer höheren Affinität. Beim Schwein beträgt die Proteinbindung von Acetylsulfadimethoxin 93,2 ± 1,1% (Mengelers 2001a) bis 95,5 ± 0,4% (Mengelers 1995a).
 
Hund:bei einer Plasmakonzentration von 50 μg/ml: 88,3 ± 4% (Baggot 1976b)
bei einer Plasmakonzentration von 100 μg/ml: 80,6 ± 1,1% (Baggot 1976b)
bei einer Plasmakonzentration von 150 μg/ml: 75,6 ± 1,8% (Baggot 1976b)
  
Katze:bei einer Plasmakonzentration von 50 μg/ml: 87,5 ± 6,3% (Baggot 1977a)
  
Pferd:93% (Van Duijkeren 1994a)
  
Rind:80 - 85% (Prescott 1988a)
  
Ziege:nach i.v. 100 mg/kg: 85,22% (Atef 1989b)
bei einer Plasmakonzentration von 10 μg/ml: 98,8% (van Gogh 1980a)
bei einer Plasmakonzentration von 100 μg/ml: 93,7% (van Gogh 1980a)
bei einer Plasmakonzentration von 1000 μg/ml: 75% (van Gogh 1980a)
  
Schwein:95,9 ± 0,62% (Mengelers 2001a)
nach i.v. 6,25 mg/kg: 88,8% (Shimoda 1990b)
nach i.v. 25 mg/kg: 98,6 ± 0,3% (Mengelers 1995a)
nach i.v. 50 mg/kg: 81,1% (Shimoda 1990b)
nach i.v. 150 mg/kg: 44,4% (Shimoda 1990b)
 

Clearance

Hund:nach i.v. 55 mg/kg: 21,4 ± 2,4 ml/h/kg (Baggot 1976b)
  
Katze:nach i.v. 55 mg/kg: 18,8 ± 4,6 ml/h/kg (Baggot 1977a)
  
Pferd:nach i.v. 45,8 mg/kg: 25 ml/h/kg (Brown 1989a)
  
Esel:nach i.v. 12,5 mg/kg Sulfadimethoxin und 2,5 mg/kg Trimethoprim: 0,75 ± 0,04 ml/min/kg (Oukessou 1998a)
  
Kalb:nach i.v. 27,5 mg/kg: 0,28 ± 0,06 ml/min/kg (Wilson 1987b)
  
Ziege:nach i.v. 100 mg/kg: 0,039 ± 0,003 l/h/kg (van Gogh 1980a)
nach i.v. 100 mg/kg: 0,648 ± 0,0012 l/h/kg (Atef 1989b)
  
Lama:nach i.v. 58,8 mg/kg: 44 ± 13 ml/h/kg (Junkins 2003a)
  
Schwein:nach i.v. 20 mg/kg: 4,21 ml/h/kg (Shimoda 1989a)
nach i.v. 25 mg/kg: 13 ± 1 ml/h/kg (Mengelers 1995a)
nach i.v. 50 mg/kg: 5,54 ml/h/kg (Shimoda 1989a)
nach i.v. 50 mg/kg: 15,24 ml/h/kg (Shimoda 1990b)
nach i.v. 100 mg/kg: 7,37 ml/h/kg (Shimoda 1989a)
  
Ferkel (2 Wo):nach i.v. 55 mg/kg: 20,9 ± 3,3 ml/h/kg (Righter 1979a)
 
Ferkel (2 Mo):nach i.v. 55 mg/kg: 26,1 ± 4,3 ml/h/kg (Righter 1979a)
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