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Allgemein

Eine Langzeitdiurese sollte nicht mit Mannitol durchgeführt werden, eine osmotische Diurese ist aufgrund der Nebenwirkungen nur kurzzeitig durchführbar (Ungemach 1997a).
 

Alte Tiere

-Wegen der hohen Inzidenz an chronischer Herzinsuffizienz und/oder renaler Insuffizienz muss bei alten Tieren Vorsicht geboten sein (Brock 1979a).
 

Respirationsapparat

-Lungenödem (Ungemach 1997a; Allen 1993a; Reif 1972a; Dewey 1993a)
Die Mannitolverabreichung bei bestehendem Lungenödem verschlimmert diesen Zustand auf markante Weise. Der pulmonäre Kapillardruck wird weiter erhöht, die pulmonäre venöse Sauerstoffspannung und die Compliance werden zusätzlich erniedrigt (Reif 1972a).
-Lungenkrankheiten (Collins 1995a)
 

Herz/Kreislauf

-Kardiale Insuffizienz
Bei Tieren mit kardialer Insuffizienz stellt Mannitol wegen des erhöhten Blutvolumens eine reelle Gefahr dar und ist deshalb kontraindiziert (Collins 1995a; Rousselot 1990a; Pugh 1991a; Crabtree 1984a).
-Hypovolämie (Brown 1992b; Ross 1988a)
Die Anwendung von Mannitol bei Tieren mit grossem Blutverlust kann zum Tode führen (Parker 1973a). Bei grossem Blutverlust sollte vor einem Mannitoleinsatz immer zuerst Flüssigkeit, Plasma oder Blut zugeführt werden (Parker 1973a).
-Vaskulitis
Bei einer Vaskulitis kann Mannitol zu einem Gewebsödem führen, indem es in das periphere Gewebe gelangt (Kirby 1989a).
-Hypertension (Brown 1992b)
 

Urogenitaltrakt

-Niereninsuffizienz (Collins 1995a; Brown 1992b)
Bei akutem Nierenversagen ist die Verabreichung von Mannitol vor einer entsprechenden Rehydrierung kontraindiziert, weil die Volumendepletion den renalen Schaden verschlimmern kann (Jacobson 1995a). Auch bei überhydrierten, oligurischen Tieren gilt Mannitol als kontraindiziert, weil das expandierte Plasmavolumen zu einem Lungenödem führen kann (Jacobson 1995a; Schott 1987a).
Wenn die erste Mannitoldosis eine bestehende Oligurie nicht beseitigt, darf es nicht mehr eingesetzt werden (Brown 1992b; Polzin 1989a; Ungemach 1997a). Ein Autor gibt an, dass beim Kleintier Mannitol nicht mehr eingesetzt werden darf, wenn bei Oligurie innert 1 Stunde keine genügende Wirkung (1 - 3 ml/min Urinproduktion) erzielt wurde (DiBartola 1992a).
Ein weiterer Autor schlägt hingegen vor, dass zuerst eine Testdosis von 0,2 g/kg gegeben wird, und die Infusion nur dann weitergeführt werden darf, wenn innerhalb von 5 Minuten eine Mindestdiurese von > 1 ml/kg/Std zustandekommt (Ungemach 1997a).
 

Wasser- und Elektrolythaushalt

-Dehydratation (Collins 1995a; Brock 1985a; Dewey 1993a; Brown 1992b)
 

Zentrales Nervensystem

-Intrakraniale Hämorrhagien
Kontroverse Meinungen bestehen über den Gebrauch von Mannitol bei der Behandlung von Hirntraumen mit intrakranialer Hämorrhagie. Verschiedene Autoren raten von einer Anwendung ab, weil Mannitol in diesem Fall aus den Hirngefässen austreten und den intrakranialen Druck noch weiter erhöhen kann (Schott 1987a; Ungemach 1997a).
Bei neugeborenen Fohlen sollte bei kranialem Trauma kein Mannitol verabreicht werden wegen der grossen Inzidenz an Hämorrhagien und Elektrolytimbalancen in dieser Altersgruppe. Vor allem subdurale Blutungen könnten sich verschlimmern (Colahan 1991a).
Ein Autor gibt an, dass Mannitol indiziert sei, wenn bei intrakranialen Hämorrhagien eine intrakraniale Hypertension bestehe und diese die cerebrale Perfusion behindere. Eine andauernde Hämorrhagie solle wahrscheinlich sowieso operativ behandelt werden. In dieser Situation bewirke Mannitol eine vorübergehende Linderung der kranialen Hypertension, während weitere Massnahmen in Erwägung gezogen werden könnten (Hopkins 1996a).
 

Sinnesorgane

-Mannitol sollte nicht in den ersten 2 - 4 Stunden nach einer Cyclocryotherapie (operative Behandlung des Glaukoms) eingesetzt werden, da der resultierende Zusammenbruch der Blut-Kammerwasser-Schranke den Eintritt von Mannitol erleichtert und dies eine Erhöhung des intraokulären Druckes verursachen kann (Scherlie 1992a).
-Langzeittherapie
Mannitol sollte nicht zur Langzeittherapie beim Glaukom eingesetzt werden (Brown 1992b).
 

Anästhesie

-Mannitol ist kontraindiziert während einer Methoxyfluran-Anästhesie, da beim Hund Todesfälle vorgekommen sind (Brown 1992b; Brock 1979a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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