mdi-dots-verticalmdi-book-open-variantImpressummdi-helpHilfe / Anleitungmdi-printerWebseite ausdruckenmdi-bookmarkBookmark der Webseite speichernmdi-magnifySuche & Index Wirkstoffemdi-sitemapSitemap CliniPharm/CliniTox-Webservermdi-homeStartseite CliniPharm/CliniTox-Webservermdi-emailBeratungsdienst: Email / Post / Telefon
Perkutane Absorption toxischer Stoffe
Potentiell toxische Stoffe werden durch die Schleppfunktion des DMSO durch die Haut des Anwenders und des Patienten systemisch verfügbar. Aus diesem Grund sollten bei der Anwendung von DMSO Handschuhe getragen werden (Peaston 1995a; Ungemach 2003a).
Nach der Verabreichung letaler Dosen können folgende Symptome auftreten: Sedation, Diurese, intravaskuläre Hämolyse, Hämaturie, Erschöpfung, Konvulsionen, Dyspnoe oder Tachypnoe, Hypotension, pulmonäres Ödem und Atemstillstand (Plumb 2002a; Halbmayr 2003a).
Nach der i.v. Applikation einer unbekannten Menge DMSO an einen 82-jährigen Mann wurden folgende, auf eine Enzephalopathie hindeutende Symptome festgestellt: Orientierungsverlust, generalisierte Hyporeflexie, Apathie für ca. 7 Tage. Der Patient konnte erst am 8. Tag nach der DMSO Infusion wieder ohne Hilfe essen (Bond 1989a). Es wurde spekuliert, ob die beobachteten Symptome auf eine gesteigerte Erregungsübertragung zwischen den Nervenzellen zurückzuführen waren (Schreiber 1990a).
Therapie einer Überdosierung
Eine DMSO-Vergiftung wird symptomatisch behandelt (Plumb 2002a).
Chronische Toxizität
Tägliche orale Gaben von 1,0 - 4,0 g/kg DMSO an Ratten und 2,5 g/kg an Mäuse, über 6 Wochen, führt zu einer histologisch nachweisbaren Leberdegeneration und zu Nephritis. Weiter wird von Linsenveränderungen (Auge) berichtet (Brayton 1986a).