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Anwendungssicherheit

Antiarrhythmika der Klasse I besitzen eine geringe therapeutische Breite (Sponer 1996a).
 

Akute Toxizität

LD50

Maus:i.p. 230 mg/kg (Capra 1980a)
p.o. 505 mg/kg (Capra 1980a)
p.o. 2680 ± 210 mg/kg Chinidinpolygalakturonat (Windholz 1983a)
p.o. 700 mg/kg Chinidinsulfat (Windholz 1983a)
i.v. 95 mg/kg (Capra 1980a)
i.v. 83 mg/kg Chinidinsulfat (Windholz 1983a)
  
Meerschweinchen:p.o. 62 mg/kg (Capra 1980a)
i.v. 117,4 mg/kg (Capra 1980a)
  
Ratte:p.o. 263 mg/kg Chinidin (Windholz 1983a)
p.o. 3200 ± 350 mg/kg Chinidinpolygalakturonat (Windholz 1983a)
p.o. 455,8 mg/kg Chinidinsulfat (Windholz 1983a)
p.o. 263 mg/kg (Windholz 1983a)
i.v. 63,5 mg/kg (Capra 1980a)
i.v. 30 mg/kg Chinidin (Windholz 1983a)
i.v. 56 mg/kg Chinidinsulfat (Windholz 1983a)
i.v. 30 mg/kg (Windholz 1983a)
  
Hund:i.v. 55 mg/kg Hydrochinidin (Carlier 1980a)
 

LD100

Kaninchen:i.v. 92,6 mg/kg (Capra 1980a)
 
Schon ab einem Spiegel von 5 µg/ml können toxische Effekte beobachtet werden (Ungemach 1994c), ab einem Serumspiegel von über 10 µg/ml treten sie regelmässig auf (Plumb 1999a). Als Symptome einer Überdosierung wird über Niedergeschlagenheit, Hypotension, Lethargie, Verwirrung, Anfälle, Erbrechen, Diarrhoe und Oligurie berichtet (Plumb 1999a).
 

Symptome einer Überdosierung

Kardiovaskuläres System

Kardiale Symptome sind Folge einer Depression der elektromechanischen Vorgänge am Herzen (Adams 1995b):
 
-Atrioventrikulärer- oder Sinuatrialer Block (Adams 1995b)
-Kammerflimmern (Adams 1995b)
-Hypotension (Adams 1995b)
-Herabgesetztes Herzminutenvolumen nach intravenöser Überdosierung (Adams 1995b)
-Reduzierte Kontraktilität nach intravenöser Überdosierung (Adams 1995b)
-Verlängerung von PR- und QT-Intervall und QRS-Komplex nach intravenöser Überdosierung (Adams 1995b)
-Herabgesetzte Erregungsbildung und Weiterleitung (Plumb 1999a)
-Tachyarrhythmien (Plumb 1999a)
-Hypotension (Plumb 1999a)
 

ZNS

ZNS-Symptome treten oft nach den kardialen auf, können jedoch auch nach Abklingen dieser persistieren (Plumb 1999a):
 
-Niedergeschlagenheit(Plumb 1999a)
-Lethargie (Plumb 1999a)
-Verwirrung (Plumb 1999a)
-Anfälle (Plumb 1999a)
-Cinchonismus: Photophobie, Unruhe, Ataxie, Seh-und Hörstörungen (Ungemach 1994c)
 
Beim Menschen wird als typisches Vergiftungsbild der Chinaalkaloide der Cinchonismus beschrieben. Dazu gehören Kopfschmerzen, Seh- und Hörstörungen (Tinnitus), Diarrhoe und Oberbauchbeschwerden, seltener Thrombozytopenien, die auf die Induktion von gegen Thrombozyten gerichteten Antikörpern durch einen Plasmaprotein-Chinidin-Komplex zurückgeführt werden (Schütz 1998a).
 

Sonstige Symptome

-Erbrechen (Plumb 1999a)
-Diarrhoe (Plumb 1999a)
-Oligurie (Plumb 1999a)
 

Therapie bei Überdosierung

Falls eine orale Aufnahme erst kurz zurückliegt, sollte der Gastrointestinaltrakt entleert werden und Aktivkohle verabreicht werden. Intravenöse Flüssigkeitszufuhr mit dem Zusatz von Metaraminol oder Noradrenalin kann zu Therapie der Hypotension eingesetzt werden. Die kardiotoxischen Effekte von Chinidin können durch 1/6molare intravenöse Infusion von Natriumlaktat verringert werden. Eine forcierte Diurese durch Flüssigkeitszufuhr und Diuretika mit gleichzeitiger Ansäuerung des Harns kann die renale Exkretion von Chinidin beschleunigen. Beim Auftreten eines AV-Blocks kann ein vorübergehender Schrittmacher nötig sein. Im Gegensatz zu einer peritonealen Dialyse kann eine Hämodialyse die beschleunigte Entfernung von Chinidin aus dem Kreislauf unterstützen (Plumb 1999a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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