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Bezüglich Angaben, die für alle Glukokortikoide gelten, siehe Glukokortikoide - Unerwünschte Wirkungen.
 

Allgemein

Die unerwünschten Wirkungen resultieren Hauptsächlich aus dem Einfluss auf folgende Systeme (Karin 1998a):
 
-Intermediärstoffwechsel
-Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHN-Achse)
-Wasser- und Elektrolythaushalt
-Immunsystem.
 
Die Nebenwirkungen der GK lassen sich grundsätzlich aus deren pharmakologischen Wirkungen ableiten (siehe Liste verschiedener physiologischer bzw. pharmakologischer Effekte der Glukokortikoide im Kapitel Glukokortikoide - Pharmakologie). Der bedeutenste Risikofaktor für unerwünschte Wirkungen stellt die Dauer einer GK-Therapie dar, die total verabreichte Dosis ist sekundär (Schacke 2002a).
 
Grundsätzlich gilt, dass eine kurzfristige und hochdosierte Therapie gut verträglich ist und selten zu schweren Nebenwirkungen führt (Neumann 1998a; Ungemach 1992a; Aurich 2002a).
 

Unerwünschte Wirkungen von Prednisolon

Hund

Die topische Anwendung von GK kann zu systemischen Nebenwirkungen führen, insbesondere zur Suppression der HHN-Achse. Bei Hunden wurde festgestellt, dass die Administration einer 1%igen Prednisolonacetat-Formulierung in beide Augen (4 mg/Hund/Tag für zwei Wochen, gefolgt von 2,67 mg/Tag für weitere zwei Wochen) die HHN-Achse während der Therapie und zusätzlich zwei Wochen nach Therapieende unterdrückte (Roberts 1984a).
 
Die Verabreichung von 4 mg/kg/Tag Prednisolonacetat i.m. während 24 Tagen führte bei Versuchshunden zu einer GK-Hepatopathie, wobei Veränderungen in der Plasmamembran der Hepatozyten und der Membranen der Zellorganellen nachzuweisen waren (Rutgers 1995a).
 
Hundewelpen, die während 6 Wochen mit maximal 5 mg/kg/Tag Prednisolon peroral behandelt wurden, entwickelten eine reduzierte Gewichtszunahme, eine dosisabhängige Zunahme der Urinmenge sowie eine Zunahme der durchschnittlichen Urin-Natrium und Urin-Kalium-Konzentrationen. Zusätzlich wurde ein geringeres spezifisches Gewicht des Urins gemessen. Die Sektion der Hunde ergab eine Nebennierenrindenatrophie, sowie eine Glykogenanreicherung in der Leber (EMEA 1999f).
 

Katze

In einem Versuch wurde 7 Katzen während 16 Tagen 2 mg/kg/Tag Prednisolon peroral verabreicht. Es wurde festgestellt, dass sich bei 6 von 7 Katzen 30 Tage nach Therapieende die HHN-Achse, nach einer anfänglichen Suppression, wieder erholt hatte (Middleton 1987a).
 

Pferd

In einem Versuch mit 5 Pferden, die während 7 Tagen eine Dosis von 2,2 mg/kg Prednisolon in Tablettenform erhielten, war die endogene Cortisolproduktion bei allen 5 Tieren für 12 - 24 Stunden reduziert (Peroni 2002a).
 

Nager

Beim Gebrauch von Prednisolon bei kleinen Nagern ist Vorsicht geboten und Überdosierungen sollten vermieden werden. Nebenwirkungen wie gastrointestinale Irritationen und Ulzera, Depression des Immunsystems, PU/PD und Polyphagie sowie hepatische Lipidose können auftreten (Allen 2005a).
© {{ new Date().getFullYear() }} - Institut für Veterinärpharmakologie und ‑toxikologie

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