Packungsbeilage Tierarzneimittel
Das Risiko von Nebenwirkungen auf die Leber kann durch Anwendung der niedrigsten wirksamen
Dosis vermindert oder verzögert werden. Bei einer Langzeittherapie wird die Überwachung der
Leberwerte empfohlen.
Es wird empfohlen, Blutuntersuchungen 2-3 Wochen nach Behandlungsbeginn und danach alle 4-6
Monate durch die Tierärztin/den Tierarzt durchzuführen (z.B. Bestimmung der Leberenzyme und
Gallensäuren).
Eine Langzeitbehandlung mit Phenobarbital führt zur Gewöhnung und Abhängigkeit, was bei einem
plötzlichen Abbruch der Behandlung zu einem spontanen Wiederauftreten von Symptomen führen
kann.
Für eine erfolgreiche Behandlung ist es notwendig, dass die Tabletten jeden Tag zur gleichen Zeit
verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender
Barbiturate - dazu gehört Phenobarbital - sind Betäubungsmittel und können zu Abhängigkeit führen
oder missbraucht werden. Barbiturate können zu Überempfindlichkeit führen. Personen mit bekannter
Überempfindlichkeit gegenüber Barbituraten sollten den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel
vermeiden.
Die versehentliche Einnahme kann zu Vergiftungen führen, die besonders bei Kindern tödlich sein
können. Achten Sie äusserst sorgfältig darauf, dass Kinder nicht mit diesem Tierarzneimittel in
Kontakt kommen. Das Tierarzneimittel ist in seiner Originalverpackung aufzubewahren, um die
versehentliche Einnahme zu vermeiden. Werden ungenutzte Tablettenteile bis zur nächsten
Anwendung aufbewahrt, so sollten sie in die geöffnete Blistermulde und dann mit dem Blisterstreifen
in die Faltschachtel zurückgelegt werden.
Phenobarbital kann zu Fehlbildungen führen und für Ungeborene und mit Muttermilch ernährte
Säuglinge giftig sein. Es kann die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und Einschränkungen der
geistigen Fähigkeiten zur Folge haben. Phenobarbital geht in die Muttermilch über.
Schwangere, stillende Frauen sowie Frauen im gebärfähigen Alter, bei denen in naher Zukunft
Schwangerschaft nicht ausgeschlossen wird, sollten die versehentliche Einnahme des
Tierarzneimittels sowie einen längeren Hautkontakt damit vermeiden.
Es empfiehlt sich, bei der Verabreichung des Tierarzneimittels Einmalhandschuhe zu tragen, um den
Hautkontakt zu reduzieren.
Nach der Anwendung die Hände gründlich waschen.
Bei versehentlicher Einnahme ist sofort ärztlicher Rat einzuholen und das medizinische Personal auf
eine Barbituratvergiftung hinzuweisen. Die Packungsbeilage oder das Etikett ist vorzuzeigen. Wenn
möglich, sollte die Ärztin/der Arzt über den Einnahmezeitpunkt und die Menge der eingenommenen
Tabletten informiert werden, da diese Informationen hilfreich für die Wahl der geeigneten Behandlung
sein können.
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