Packungsbeilage Tierarzneimittel  
INFORMATION FÜR TIERHALTERINNEN UND TIERHALTER  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Aphenylbarbit 15mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Aphenylbarbit 50mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Aphenylbarbit 100mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Untersteht dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe.  
Siehe dazu auch Rubrik 12 unter «Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den  
Anwender».  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin:  
Streuli Tiergesundheit AG  
Bahnhofstrasse 7  
8730 Uznach  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin: Streuli Pharma AG, Bahnhofstrasse 7,  
CH-8730 Uznach  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Aphenylbarbit 15mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Aphenylbarbit 50mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
Aphenylbarbit 100mg ad us. vet., teilbare Tabletten für Hunde und Katzen  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
Wirkstoff:  
Aphenylbarbit 15mg ad us. vet., teilbare Tabletten  
1 Tablette enthält: Phenobarbital 15mg  
Aphenylbarbit 50mg ad us. vet., teilbare Tabletten  
1 Tablette enthält: Phenobarbital 50mg  
Aphenylbarbit 100mg ad us. vet., teilbare Tabletten  
1 Tablette enthält: Phenobarbital 100mg  
Aphenylbarbit 15mg / 50mg / 100mg ad us. vet.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Weisse runde Tabletten mit Kreuzbruchrille.  
Die Tabletten können in 4 gleichgrosse Stücke geteilt werden.  
4.  
Vorbeugung von Krampfanfällen aufgrund einer generalisierten Epilepsie bei Hunden und Katzen.  
5. GEGENANZEIGEN  
ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen ähnlichen  
Wirkstoffen oder sonstigen Bestandteilen.  
Nicht anwenden bei Tieren mit einer schweren Lebererkrankung.  
Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
Zu Beginn der Therapie kann es zu Schläfrigkeit und Koordinationsstörung kommen. Diese  
Erscheinungen sind normalerweise vorübergehend und klingen bei den meisten, jedoch nicht bei  
allen Patienten im weiteren Behandlungsverlauf ab. Manche Tiere zeigen insbesondere unmittelbar  
nach Therapiebeginn eine sonderbare (paradoxe) Übererregbarkeit. Da diese Übererregbarkeit nicht  
auf Überdosierung zurückzuführen ist, muss keine Dosisverringerung erfolgen. Werden hohe  
Wirkstoffkonzentrationen im Blut erreicht, werden Schläfrigkeit und Koordinationsstörungen häufig zu  
einem ernsteren Problem.  
Gelegentlich können gesteigerter Appetit, vermehrtes Trinken und vermehrter Harnabsatz auftreten.  
Diese Erscheinungen sind normalerweise vorübergehend und klingen im weiteren  
Behandlungsverlauf ab.  
Phenobarbital, der in Aphenylbarbit enthaltene Wirkstoff, kann sich schädlich auf das Knochenmark  
auswirken. Diese Nebenwirkung klingt nach Absetzen der Behandlung ab.  
Hunde  
In seltenen Fällen wurde über Durchfall und Erbrechen berichtet.  
Die Behandlung von Hunden mit Phenobarbital kann zur Verminderung der Konzentration von  
Schilddrüsenhormonen im Blut führen, was jedoch kein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion  
sein muss. Eine Schilddrüsenhormonersatztherapie sollte nur begonnen werden, wenn Symptome  
der Krankheit auftreten.  
Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen wird eine Verringerung der verabreichten Dosis nach  
Absprache mit der Tierärztin/dem Tierarzt empfohlen.  
Hohe Konzentrationen von Phenobarbital im Blut können die Leber schädigen. Diese Giftigkeit für die  
Leber kann sich bei hohen Dosen ab ca. 20 mg/kg/Tag entwickeln.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Katze  
Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Schläfrigkeit, Koordinationsstörung, vermehrter Appetit,  
vermehrtes Trinken, vermehrtes Urinieren, Gewichtszunahme und Verhaltensänderungen.  
Gelegentlich beobachtet wurden: Juckreiz im Gesicht, Entzündung der Maulschleimhaut,  
Pseudolymphome, Reduktion der Blutplättchen, Gerinnungsstörungen und Allergien.  
Diese Erscheinungen sind normalerweise reversibel, wenn die Phenobarbital-Therapie abgesetzt  
wird.  
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:  
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)  
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)  
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)  
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10 000 behandelten Tieren)  
- Sehr selten (weniger als 1 von 10 000 behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte).  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,  
beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat,  
teilen Sie dies bitte Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt oder Ihrer Apothekerin / Ihrem Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Hunde und Katzen  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Zum Eingeben.  
Die erforderliche Dosierung ist in gewissen Grenzen individuell unterschiedlich und hängt von der Art  
und Schwere der Erkrankung ab. Die Tabletten müssen jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht  
werden, um den Therapieerfolg zu gewährleisten.  
Aufgrund der unterschiedlichen Ausscheidung von Phenobarbital und der unterschiedlichen  
Empfindlichkeit können die endgültigen wirksamen Dosen bei den Patienten erheblich variieren.  
Blutproben zur Bestimmung der Wirkstoffkonzentration sollten von der Tierärztin/dem Tierarzt immer  
zur gleichen Zeit genommen werden, vorzugsweise kurz vor der nächsten Gabe einer Phenobarbital-  
Dosis, wenn die Konzentration im Blut am niedrigsten ist.  
Konzentrationen des Wirkstoffes im Blut sollten bei jedem Tier im Zusammenhang mit dem  
beobachteten Ansprechen auf die Therapie und einer vollständigen Beurteilung des Tieres  
einschliesslich der Überprüfung auf Anzeichen von giftigen Wirkungen beurteilt werden.  
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Hunde  
Bei Hunden sollte mit einer Dosis von 2-3 mg pro kg Körpergewicht zwei Mal täglich begonnen  
werden. Die volle Wirksamkeit der Behandlung tritt erst nach zwei Wochen ein. Während dieses  
Zeitraums sollte die Dosis daher nicht erhöht werden. Anpassungen der Anfangsdosis –  
ausschliesslich unter Anleitung der Tierärztin/des Tierarztes - werden auf der Grundlage der  
beobachteten Wirksamkeit, der Blutkonzentration von Phenobarbital und des Auftretens von  
Nebenwirkungen vorgenommen.  
Wenn sich die Krämpfe nicht kontrollieren lassen, kann die Dosis unter Kontrolle der Konzentration  
von Phenobarbital im Blut schrittweise um je 20% erhöht werden.  
Wenn sich die Krämpfe nicht zufriedenstellend kontrollieren lassen, sollte die Diagnose durch die  
Tierärztin/den Tierarzt überprüft und/oder das Therapieschema durch ein zweites antiepileptisches  
Arzneimittel ergänzt werden.  
Katzen  
Bei Katzen sollte mit einer Dosis von 2.5 mg pro kg Körpergewicht 2 mal täglich begonnen werden.  
Die volle Wirksamkeit der Behandlung tritt erst nach zwei bis drei Wochen ein. Während dieses  
Zeitraums sollte die Dosis daher nicht erhöht werden. Anpassungen der Anfangsdosis –  
ausschliesslich unter Anleitung der Tierärztin/des Tierarztes - werden auf der Grundlage der  
beobachteten Wirksamkeit, der Blutkonzentration von Phenobarbital und des Auftretens von  
Nebenwirkungen vorgenommen.  
Wenn sich die Krämpfe nicht zufriedenstellend kontrollieren lassen, sollte die Dosis oder die  
Diagnose durch die Tierärztin/den Tierarzt überprüft werden.  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Die Tabletten können in zwei oder vier gleiche Teile aufgeteilt werden, um eine exakte Dosierung  
sicherzustellen.  
Um die mit der Kreuzbruchrille versehene Tablette in Viertel zu teilen, legen Sie die Tablette mit der  
Bruchkerbe nach oben auf eine ebene Fläche. Üben Sie dann mit dem Daumen auf die Mitte der  
Bruchkerbe Druck aus.  
Um die Tablette in zwei Hälften zu teilen, legen Sie die Tablette mit der Bruchkerbe nach oben auf  
eine ebene Fläche, fixieren Sie die eine Hälfte der Tablette und drücken Sie auf die andere Hälfte.  
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10.  
WARTEZEIT(EN)  
Nicht zutreffend.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Bei Raumtemperatur (15-25°C), in der Originalverpackung und vor Licht geschützt aufbewahren.  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 36 Monate.  
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton mit Verfall angegebenen Verfalldatum nicht  
mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Die Entscheidung, eine antiepileptische Behandlung mit Phenobarbital zu beginnen, muss für jeden  
Einzelfall unter Berücksichtigung der Anzahl, der Häufigkeit, Dauer und Schwere der Krampfanfälle  
durch die Tierärztin/den Tierarzt gründlich abgewogen werden.  
Einige Tiere sind unter der Behandlung frei von epileptischen Anfällen, andere zeigen jedoch nur  
einen Rückgang der Anfallshäufigkeit und einige Tiere gelten als «Non-Responder» (d.h. sie  
sprechen nicht auf die Behandlung an).  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren  
Bei von Epilepsie freien Patienten wird nicht empfohlen, zwischen Phenobarbital-Formulierungen zu  
wechseln. Wenn dies jedoch nicht verhindert werden kann, ist zusätzliche Vorsicht geboten. Dies  
umfasst eine häufigere Bestimmung des Wirkstoffes im Blut, um sicherzustellen, dass die  
Wirkstoffkonzentrationen im Blut aufrechterhalten werden. Die Tiere sollten regelmässig hinsichtlich  
des Auftretens von Nebenwirkungen und Leberfunktionsstörungen überwacht werden, bis eine  
Stabilisierung bestätigt wird. Das Absetzen der Behandlung oder die Umstellung von einer anderen  
antiepileptischen Therapie sollte ausschleichend erfolgen, um eine Zunahme der Anfallshäufigkeit zu  
vermeiden.  
Vorsicht ist bei Tieren geboten, deren Nierenfunktion beeinträchtigt ist, die zuwenig Blutvolumen  
führen, eine Blutarmut aufweisen oder die an einer Funktionsstörung des Herzens oder der  
Atemwege leiden.  
Vor Behandlungsbeginn sollten die Leberwerte durch die Tierärztin/den Tierarzt kontrolliert werden.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Das Risiko von Nebenwirkungen auf die Leber kann durch Anwendung der niedrigsten wirksamen  
Dosis vermindert oder verzögert werden. Bei einer Langzeittherapie wird die Überwachung der  
Leberwerte empfohlen.  
Es wird empfohlen, Blutuntersuchungen 2-3 Wochen nach Behandlungsbeginn und danach alle 4-6  
Monate durch die Tierärztin/den Tierarzt durchzuführen (z.B. Bestimmung der Leberenzyme und  
Gallensäuren).  
Eine Langzeitbehandlung mit Phenobarbital führt zur Gewöhnung und Abhängigkeit, was bei einem  
plötzlichen Abbruch der Behandlung zu einem spontanen Wiederauftreten von Symptomen führen  
kann.  
Für eine erfolgreiche Behandlung ist es notwendig, dass die Tabletten jeden Tag zur gleichen Zeit  
verabreicht werden.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender  
Barbiturate - dazu gehört Phenobarbital - sind Betäubungsmittel und können zu Abhängigkeit führen  
oder missbraucht werden. Barbiturate können zu Überempfindlichkeit führen. Personen mit bekannter  
Überempfindlichkeit gegenüber Barbituraten sollten den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel  
vermeiden.  
Die versehentliche Einnahme kann zu Vergiftungen führen, die besonders bei Kindern tödlich sein  
können. Achten Sie äusserst sorgfältig darauf, dass Kinder nicht mit diesem Tierarzneimittel in  
Kontakt kommen. Das Tierarzneimittel ist in seiner Originalverpackung aufzubewahren, um die  
versehentliche Einnahme zu vermeiden. Werden ungenutzte Tablettenteile bis zur nächsten  
Anwendung aufbewahrt, so sollten sie in die geöffnete Blistermulde und dann mit dem Blisterstreifen  
in die Faltschachtel zurückgelegt werden.  
Phenobarbital kann zu Fehlbildungen führen und für Ungeborene und mit Muttermilch ernährte  
Säuglinge giftig sein. Es kann die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und Einschränkungen der  
geistigen Fähigkeiten zur Folge haben. Phenobarbital geht in die Muttermilch über.  
Schwangere, stillende Frauen sowie Frauen im gebärfähigen Alter, bei denen in naher Zukunft  
Schwangerschaft nicht ausgeschlossen wird, sollten die versehentliche Einnahme des  
Tierarzneimittels sowie einen längeren Hautkontakt damit vermeiden.  
Es empfiehlt sich, bei der Verabreichung des Tierarzneimittels Einmalhandschuhe zu tragen, um den  
Hautkontakt zu reduzieren.  
Nach der Anwendung die Hände gründlich waschen.  
Bei versehentlicher Einnahme ist sofort ärztlicher Rat einzuholen und das medizinische Personal auf  
eine Barbituratvergiftung hinzuweisen. Die Packungsbeilage oder das Etikett ist vorzuzeigen. Wenn  
möglich, sollte die Ärztin/der Arzt über den Einnahmezeitpunkt und die Menge der eingenommenen  
Tabletten informiert werden, da diese Informationen hilfreich für die Wahl der geeigneten Behandlung  
sein können.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Trächtigkeit:  
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch die behandelnde Tierärztin/den  
behandelnden Tierarzt.  
Föten können aufgrund der Anwendung von Phenobarbital Schäden davontragen.  
Die Epilepsie des Muttertieres kann ein zusätzlicher Risikofaktor für eine Beeinträchtigung der  
Entwicklung des ungeborenen Tieres sein. Daher und aus oben genannten Gründen sollte die  
Trächtigkeit bei epileptischen Tieren möglichst vermieden werden. Generell sollten Tiere mit  
Epilepsieveranlagung nicht zur Zucht eingesetzt werden.  
Im Fall einer Trächtigkeit muss durch die Tierärztin/den Tierarzt das erhöhte Risiko für Fehlbildungen  
gegen das Risiko eines Aussetzens der Behandlung während der Trächtigkeit abgewogen werden.  
Ein Behandlungsabbruch wird nicht empfohlen, aber es sollte die kleinstmögliche Dosis zum Einsatz  
kommen.  
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit ist nicht belegt.  
Laktation:  
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch die behandelnde Tierärztin/den  
behandelnden Tierarzt.  
Phenobarbital geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Saugende Welpen sollten daher  
sorgfältig auf unerwünschte schlaffördernde Wirkungen hin überwacht werden. Frühzeitige  
Entwöhnung kann eine Möglichkeit darstellen. Wenn bei gesäugten Welpen Schläfrigkeit (welche die  
Milchaufnahme beeinträchtigt) auftritt, sollte eine künstliche Aufzuchtmethode gewählt werden.  
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Laktation ist nicht belegt.  
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen  
Die gleichzeitige Anwendung mit Kaliumbromid - einem anderen Wirkstoff zur Behandlung einer  
Epilepsie - erhöht das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die gleichzeitige Gabe von  
gewissen anderen Arzneimitteln kann die Wirkung von Phenobarbital verstärken.  
Phenobarbital kann die Wirkung von anderen Antiepileptika und gewissen Arzneimitteln verringern.  
Arzneimittel, die die Krampfschwelle verringern können, dürfen nur im echten Bedarfsfall angewendet  
werden, wenn keine sichere Alternative verfügbar ist.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel)  
Symptome einer Überdosierung sind:  
Wirkung auf die Hirnfunktionen, was sich in Symptomen äussert, die von Schlaf bis Koma  
reichen können  
Probleme der Atemwege  
Herz-Kreislauf-Probleme, tiefer Blutdruck und Schock, die zu Nierenversagen und Tod führen.  
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Im Falle einer Überdosierung ist sofort die Tierärztin/der Tierarzt zu informieren, um geeignete  
Massnahmen einzuleiten.  
Eine intensive unterstützende Therapie durch die Tierärztin/den Tierarzt ist in der Folge notwendig.  
Falls notwendig, kann zur Behandlung einer Überdosierung eine Magenspülung mit Gabe von  
Aktivkohle durchgeführt werden. Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht verfügbar, aber das  
Atemzentrum kann allenfalls medikamentös angeregt werden.  
Inkompatibilitäten  
Nicht zutreffend.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.  
Fragen Sie Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt oder Ihre Apothekerin/Ihren Apotheker, wie nicht mehr  
benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen dem Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
16.05.2024  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Aphenylbarbit 15 mg / 50 mg / 100 mg ad us. vet., Packungen zu 100 Tabletten, Faltschachtel mit  
Blister und Packungsbeilage.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
(Achtung: Betäubungsmittelgesetz beachten!)  
Swissmedic 68686  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der  
im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
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