Dieses Tierarzneimittel darf nur in Betrieben, in denen Cystoisospora suis in der
Vergangenheit bestätigt wurde, angewendet werden. Der behandelnde Tierarzt sollte die
Ergebnisse von klinischen Untersuchungen und/oder von Untersuchungen von Kotproben
und/oder von histologischen Befunden, die das Vorhandensein von C. suis in einer früheren
Infektionsepisode im Betrieb bestätigt haben, berücksichtigen.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender: Personen mit bekannter
Überempfindlichkeit gegenüber Eisen (als Gleptoferron), Toltrazuril oder einem der sonstigen
Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Die Exposition gegenüber dem Tierarzneimittel kann Augenreizungen oder Nebenwirkungen
an der Haut verursachen. Der Kontakt des Tierarzneimittels mit Haut und Augen ist zu
vermeiden. Bei versehentlicher Exposition von Haut oder Augen, den betroffenen Bereich mit
Wasser abwaschen.
Eine versehentliche Selbstinjektion kann bei empfindlichen Menschen lokale Reaktionen wie
Reizung und Granulome oder schwere anaphylaktische Reaktionen verursachen. Vorsichtig
anwenden, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Bei versehentlicher
Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das
Etikett vorzuzeigen.
Dieses Tierarzneimittel kann das ungeborene Kind schädigen. Schwangere Frauen und
Frauen, die beabsichtigen, schwanger zu werden, sollten den Kontakt mit dem
Tierarzneimittel, insbesondere eine versehentliche Selbstinjektion, vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation: Nicht zutreffend
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen: Keine bekannt
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel): In Verträglichkeitsstudien
wurde nach jeglicher Überdosierung eine erhöhte Anfälligkeit für (systemische) bakterielle
Erkrankungen, Arthritis und Abszessbildung beobachtet und ein dosisabhängiger Anstieg der
Mortalitätsrate konnte nicht ausgeschlossen werden.
Im Rahmen der Zieltierverträglichkeitsstudien wurde 14 Tage nach der einmaligen
Verabreichung des 3-Fachen der empfohlenen Höchstdosis (im Mittel 261 mg
Toltrazuril/Ferkel und 1156 mg Eisen/Ferkel) eine vorübergehende Verringerung der
Erythrozytenzahl, des Hämatokrits und der Hämoglobinkonzentration ohne klinische
Anzeichen beobachtet. Nach Verabreichung des 3-Fachen der empfohlenen Dosis (135 mg
Toltrazuril/Ferkel und 600 mg Eisen/Ferkel) wurde nach 21 Tagen nur eine leichte
vorübergehende Verringerung der Erythrozytenzahl beobachtet.
Dosierungen über 150 mg Toltrazuril/kg/Tag bzw. 667 mg Eisen/kg/Tag, d.h. das 3-Fache
der empfohlenen Höchstdosis, wurden in den Zieltierverträglichkeitsstudien nicht bewertet.