Packungsbeilage Tierarzneimittel
Bei Verdacht auf Anthelmintika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen unter Verwendung
geeigneter Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich
auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein
Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem
Wirkungsmechanismus Verwendung finden.
Über Resistenz von Parascaris equorum bei Pferden gegenüber Ivermectin (ein Avermectin) wurde
aus etlichen Ländern einschließlich der EU berichtet. Daher sollte sich auf nationaler Ebene (regional,
betrieblich) die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf epidemiologische Erhebungen zur
Empfindlichkeit von Nematoden, sowie Expertenempfehlungen zur Eindämmung weiterer
Anthelminthika-Resistenzen stützen.
Bei Fohlen unter 2 Monaten ist ein Befall mit Bandwürmern unwahrscheinlich. Eine Behandlung von
Fohlen bis zu 2 Monaten wird daher als nicht notwendig erachtet.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Avermectine werden möglicherweise von anderen Tierarten schlecht vertragen. Fälle von
Unverträglichkeitsreaktionen sind bei Hunden, insbesondere bei Collies, Bobtails und mit ihnen
verwandten Rassen und/oder Mischlingen beschrieben. Dies gilt auch für Schildkröten.
Hunde und Katzen sollten aufgrund des Risikos von Unverträglichkeitsreaktionen durch Ivermectin
weder ausgetretene Paste aufnehmen noch Zugang zu gebrauchten Applikationsspritzen haben.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:
Nach der Anwendung Hände waschen. Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht essen,
trinken oder rauchen. Kontakt mit den Augen vermeiden, da das Tierarzneimittel Augenirritationen
verursachen kann. Bei versehentlichem Augenkontakt reichlich mit Wasser abspülen. Im Falle einer
versehentlichen Aufnahme oder Augenreizungen ist ärztlicher Rat einzuholen und dem Arzt die
Packungsbeilage zu zeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):
Für dieses Tierarzneimittel gibt es keine Untersuchungen zu Überdosierungen. Allfällige Folgen sind
symptomatisch zu therapieren.
13.
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORUNG VON NICHT
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN
ERFORDERLICH
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nicht
verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den
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