Packungsbeilage Tierarzneimittel  
INFORMATION FÜR TIERHALTERINNEN UND TIERHALTER  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Onsior 5 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 20 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 40 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin:  
Elanco Tiergesundheit AG  
Mattenstrasse 24 a  
4058 Basel  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin:  
Elanco France S.A.S.  
26 Rue de la Chapelle  
F-68330 Huningue  
Frankreich  
Elanco Tiergesundheit AG  
Mattenstrasse 24A  
4058 Basel  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Onsior 5 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 20 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
Onsior 40 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten für Hunde  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
Jede Tablette enthält:  
Wirkstoff:  
5 mg Tabletten:  
10 mg Tabletten:  
20 mg Tabletten:  
Robenacoxib, 5 mg  
Robenacoxib, 10 mg  
Robenacoxib, 20 mg  
1 / 5  
Packungsbeilage Tierarzneimittel  
40 mg Tabletten:  
Robenacoxib, 40 mg  
4. ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Schmerzminderung und Entzündungshemmung im Zusammenhang mit lang andauernden  
entzündlichen Gelenkveränderungen (chronische Osteoarthritis).  
Schmerzminderung und Entzündungshemmung nach Operationen des Bewegungs- und  
Stützapparates und Weichteiloperationen.  
5.  
GEGENANZEIGEN  
Onsior soll nicht bei Hunden mit Magen-Darm-Geschwüren oder eingeschränkter Leberfunktion  
angewendet werden.  
Nicht zeitgleich mit anderen Entzündungshemmern (nicht-steroidalen Entzündungshemmern oder  
Kortikosteroiden) anwenden.  
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Robenacoxib einem  
sonstigen Bestandteil.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
Nebenwirkungen des Magen-Darm-Traktes traten sehr häufig auf, in den meisten Fällen waren die  
Verläufe jedoch sehr mild und die Tiere erholten sich ohne Behandlung. Bei Langzeitbehandlungen  
traten Erbrechen und weicher Kot sehr häufig auf, herabgesetzter Appetit und Durchfall waren häufig  
zu beobachten und gelegentlich trat Blut im Kot auf.  
Treten Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Erbrechen in Zusammenhang mit erhöhten  
Leberwerten auf, muss das Präparat abgesetzt werden.  
In sehr seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.  
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:  
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)  
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)  
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)  
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10 000 behandelten Tieren)  
- Sehr selten (weniger als 1 von 10 000 behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte).  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,  
beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat,  
teilen Sie dies bitte Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt oder Ihrer Apothekerin / Ihrem Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Hund  
2 / 5  
Packungsbeilage Tierarzneimittel  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Zum Eingeben.  
Entzündliche Gelenkveränderungen (Osteoarthritis)  
Die empfohlene Mindestdosis ist 1 mg Robenacoxib/kg Körpergewicht einmal täglich über das Maul  
verabreicht entsprechend der unten angegebenen Dosierungstabelle. Die Dosis kann bis auf 2 mg/kg  
Körpergewicht erhöht werden.  
Anzahl der zu verabreichenden Tabletten  
Körpergewicht  
5 mg  
10 mg  
20 mg  
40 mg  
(kg)  
2,5 bis < 5  
1 Tablette  
5 bis < 10  
10 bis < 20  
20 bis < 40  
40 bis 80  
1 Tablette  
1 Tablette  
1 Tablette  
2 Tabletten  
Onsior ist zur Langzeitbehandlung geeignet. Eine Verbesserung der Symptome ist normalerweise  
innerhalb einer Woche zu sehen. Wenn nach 10 Tagen keine Verbesserung eintritt, sollte die  
Behandlung abgebrochen werden. Sobald bei Langzeitbehandlungen eine Verbesserung beobachtet  
wird, sollte die Dosierung von Onsior an die niedrigste wirksame individuelle Dosis durch die  
Tierärztin/den Tierarzt angepasst werden, da das Ausmass der vorhandenen Schmerzen und  
Entzündungen bei lang andauernden entzündlichen Gelenksveränderungen (chronischer  
Osteoarthritis) variieren kann. Langzeitbehandlungen erfordern eine regelmässige Kontrolle durch  
den Tierarzt.  
Nach einer Operation  
Onsior Tabletten können nach einer Operation bis zu 14 Tage lang bei gleicher Dosierung wie für  
entzündliche Gelenksveränderungen (Osteoarthritis) eingesetzt werden.  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Studien haben gezeigt, dass die Wirkung von Onsior besser ist, wenn es ohne Futter gegeben wird  
oder mindestens 30 Minuten vor oder nach der Mahlzeit. Die Tabletten beinhalten einen  
Geschmackstoff und werden in der Regel von den Hunden freiwillig aufgenommen. Die Tabletten  
sollen nicht geteilt oder verbrochen werden.  
10.  
WARTEZEIT(EN)  
Nicht zutreffend.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
3 / 5  
Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Unter 25°C lagern.  
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis mit EXP angegebenen Verfalldatum nicht  
mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Die Anwendung von Onsior ist bei Hunden unter 2,5 kg und Tieren, die jünger als 3 Monate sind,  
nicht untersucht worden.  
Wird Onsior zur Langzeitbehandlung eingesetzt, sollten zu Beginn der Therapie die Leberwerte  
kontrolliert werden (z.B. nach 2, 4 und 8 Wochen Therapiedauer). Die weitere, regelmässige Kontrolle  
(z.B. alle 3 bis 6 Monate) ist zu empfehlen. Bei deutlicher Erhöhung der Leberwerte ist die  
Behandlung einzustellen. Im Falle von Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder  
Erbrechen in Zusammenhang mit erhöhten Leberwerten, ist die Behandlung abzubrechen.  
Die Verabreichung von Onsior an Hunde mit eingeschränkter Nieren- oder Herzfunktion sowie an  
Hunde, die dehydriert (verminderte Körperflüssigkeit) sind oder die ein vermindertes Blutvolumen  
oder einen niedrigen Blutdruck haben, ist mit Vorsicht durchzuführen. Lässt sich die Behandlung  
solcher Tiere nicht vermeiden, hat diese unter tierärztlicher Beobachtung zu geschehen.  
Bei Hunden mit einem erhöhten Risiko für Magen-Darm-Geschwüre oder bei Hunden mit  
Unverträglichkeiten zu anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern, ist Onsior nur unter strenger  
tierärztlicher Beobachtung anzuwenden.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren:  
Da das Tierarzneimittel aromatisiert ist, besteht die Gefahr, dass Hunde und Katzen die Tabletten  
gezielt aufsuchen und übermässig aufnehmen. Aus diesem Grund ist das Präparat für Tiere  
unerreichbar aufzubewahren.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender:  
Nach Verabreichung Hände waschen!  
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich eine Ärztin/ein Arzt zu Rate zu ziehen und die  
Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.  
Bei Kleinkindern steigt bei versehentlicher Einnahme das Risiko von Nebenwirkungen.  
Bei schwangeren Frauen, insbesondere bei bald gebärenden Frauen, erhöht ein verlängerter  
Hautkontakt das Risiko von Komplikationen beim ungeborenen Kind.  
Trächtigkeit und Laktation:  
Die Anwendung von Onsior bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen ist nicht untersucht worden.  
Fortpflanzungsfähigkeit:  
4 / 5  
Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Die Anwendung von Onsior bei zur Zucht vorgesehenen Tieren ist nicht untersucht worden.  
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:  
Eine Vorbehandlung mit anderen entzündungshemmenden Substanzen kann das Auftreten oder die  
Verschlimmerung von Nebenwirkungen zur Folge haben. Die Dauer einer Behandlungspause muss  
von der Tierärztin / vom Tierarzt anhand der Eigenschaften der vorher benutzten Produkte bestimmt  
werden.  
Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die einen Einfluss auf die Nierenfunktion haben, wie  
z.B. Entwässerungsmittel oder gewisse Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz  
(Angiotensin Converting Enzym (ACE)-Hemmer) erfordert eine tierärztliche Überwachung.  
Eine parallele Behandlung mit Arzneimitteln, die die Niere schädigen können, sollte aufgrund des  
erhöhten Risikos einer Nierenschädigung vermieden werden.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Wie bei anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern kann eine Überdosierung bei empfindlichen  
oder geschwächten Tieren zu Vergiftungserscheinungen im Magen-Darm-Trakt, der Niere oder der  
Leber führen. Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht. Im Falle einer Überdosierung sollte die  
Tierärztin / der Tierarzt konsultiert werden und eine entsprechende Therapie erfolgen.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.  
Fragen Sie Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt oder Ihre Apothekerin / Ihren Apotheker, wie nicht mehr  
benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen dem Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
09.04.2024  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Faltschachtel mit 30 Tabletten in 5 perforierten Alu/Alu-Blistern.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 58753  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der  
im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
5 / 5