Fachinformation Tierarzneimittel
4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
In seltenen Fällen, insbesondere nach Überdosierung von Carprofen, können bei Hunden Ulzera im
Magen-Darm-Trakt auftreten.
Typische mit NSAIDs assoziierte Nebenwirkungen wie Erbrechen, weiche Fäzes/Diarrhoe, fäkales
okkultes Blut, Nierenfunktionsstörungen (gesteigerter Durst, erhöhtes oder erniedrigtes Harnvolumen,
erhöhte Nierenwerte), Appetitverlust und Lethargie wurden beobachtet. Diese Nebenwirkungen treten
im Allgemeinen in der ersten Behandlungswoche auf. Sie sind meistens vorübergehender Art und
verschwinden nach Beendigung der Behandlung. In sehr seltenen Fällen können sie jedoch sehr
schwer oder sogar tödlich sein.
Anstieg der Leberwerte. In sehr seltenen Fällen Leberschädigung und Leberfunktionsstörungen.
Weiterhin können allergische Reaktionen auftreten.
Beim Auftreten von Nebenwirkungen ist die Behandlung ggf. sofort abzubrechen.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:
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Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1’000 behandelten Tieren)
Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10’000 behandelten Tieren)
Sehr selten (weniger als 1 von 10’000 behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte).
Falls Nebenwirkungen auftreten, insbesondere solche die in der Fachinformation Rubrik 4.6 nicht
aufgeführt sind, melden Sie diese an vetvigilance@swissmedic.ch.
4.7
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Studien an Versuchstieren (Ratten und Kaninchen) ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen von
Carprofen nahe der therapeutischen Dosis.
Die Sicherheit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation bei Hündinnen wurde
nicht untersucht. Nicht bei trächtigen und laktierenden Hündinnen anwenden.
4.8
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Nicht gleichzeitig mit Glukokortikoiden, anderen NSAIDs, potentiell nephrotoxischen oder stark
proteingebundenen Medikamenten verabreichen.
Bei Vorbehandlung mit steroidalen oder nichtsteroidalen Antiphlogistika sollte unbedingt eine
behandlungsfreie Periode eingehalten werden, da es sonst zur Verstärkung eventueller
Nebenwirkungen kommen kann (siehe auch Rubrik 4.3).
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