INFORMATION FÜR TIERHALTENDE  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Equimax® ad us. vet., Paste zur oralen Anwendung beim Pferd  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin:  
Virbac (Switzerland) AG, 8152 Opfikon, Domizil: Postfach 353, 8152 Glattbrugg  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin:  
Virbac, 1ère avenue, 2065m – LID, 06510 Carros, France oder  
Sofarimex Indústria Química e Pharmaceutica LTD, Avenida das Industrias Alto de Lolaride, Agualva,  
2735 Cacém, Portugal  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Equimax ad us. vet., Paste zur oralen Anwendung beim Pferd  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
Wirkstoffe: Ivermectin und Praziquantel  
1 g Paste enthält:  
Ivermectin  
18,7 mg  
Praziquantel  
140,3 mg  
Dickflüssige cremefarbene Paste.  
4.  
ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Equimax Paste ist ein Entwurmungsmittel zur Behandlung von Pferden mit Befall durch Rundwürmer,  
Bandwürmer, und Magenbremsen-Larven.  
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Rundwürmer (Nematoden):  
Grosse Strongyliden: Strongylus vulgaris, Strongylus edentatus, Strongylus equinus,  
Triodontophorus.  
Kleine Strongyliden: Cyathostomum, Cylicocylus spp., Cylicostephanus spp., Cylicodontophorus  
spp., Gyalocephalus spp.  
Spulwurm: Parascaris equorum  
Pfriemenschwanz: Oxyuris equi  
Kleiner Magenwurm: Trichostrongylus axei  
Zwergfadenwurm: Strongyloides westeri  
Habronema: Habronema muscae, Draschia spp.  
Kutane Habronematidose: Hautläsionen hervorgerufen durch Habronema spp., Draschia  
spp. Hautlarven (Sommerwunden).  
Onchocerca: Onchocerca spp. microfilariae (kutane Onchozerkose).  
Lungenwürmer: Dictyocaulus arnfieldi  
Bandwürmer (Zestoden):  
Anoplocephala perfoliata, Anoplocephala magna, Paranoplocephala mamillana.  
Insekten (Magenbremse):  
Gasterophilus spp. (Larven)  
5.  
GEGENANZEIGEN  
Nicht bei Fohlen jünger als 2 Wochen anwenden.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
Bei Pferden mit starkem Befall durch den Rundwurm der Art Onchocerca wurden nach Behandlung  
gelegentlich (bei mehr als 1 aber weniger als 10 von 1‘000 behandelten Tieren) Reaktionen wie  
Schwellungen und Juckreiz beobachtet. Man nimmt an, dass diese Reaktionen als Folge des  
Absterbens des Parasiten in einem bestimmten Entwicklungsstadium auftreten. Bei sehr starkem  
Befall kann es beim Pferd nach Abtötung dieser Parasiten zu einer leichten vorübergehenden Kolik  
und weichem Kot kommen.  
Kolik, Durchfall und Verlust des Appetits wurden in sehr seltenen Fällen (bei weniger als 1 von 10'000  
behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte) nach der Behandlung berichtet, insbesondere  
bei hohem Wurmbefall. In sehr seltenen Fällen wurden nach der Behandlung mit dem Tierarzneimittel  
allergische Reaktionen wie vermehrter Speichelfluss, Anschwellen der Zunge und Nesselfieber,  
gesteigerte Herzfrequenz, Blutandrang in den Schleimhäuten und Anschwellen der Unterhaut  
berichtet. Sollten diese Symptome anhalten, muss tierärztlicher Rat eingeholt werden.  
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7.  
ZIELTIERART(EN)  
Pferd  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Einmalige Gabe erforderlich.  
200 µg Ivermectin und 1,5 mg Praziquantel pro kg Körpergewicht, entspricht 1,07 g Paste pro 100 kg  
Körpergewicht.  
Die erste Markierung am Kolben des Dosierers gibt genug Paste ab, um 100 kg Körpergewicht zu  
behandeln. Jede weitere Markierung entspricht einer Dosiereinheit von 50 kg Körpergewicht. Mit dem  
Dosierer zu 7,49 g können mit empfohlener Dosierung maximal 700 kg Körpergewicht behandelt  
werden.  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Die Paste wird in das Maul des Pferdes verabreicht, indem der Stutzen des Dosierers in den  
zahnfreien Raum zwischen Schneide- und Backenzähnen eingeführt und die erforderliche  
Produktmenge im Bereich des Zungengrundes abgesetzt wird. Das Maul des Pferdes sollte frei von  
Futter sein. Nach Verabreichung den Kopf des Pferdes ein paar Sekunden lang hochhalten, um zu  
gewährleisten, dass die Paste geschluckt wird. Vor der Anwendung sollte durch Platzieren des  
Ringes auf die richtige Markierung die erforderliche Dosierung eingestellt werden.  
10.  
WARTEZEIT(EN)  
Essbare Gewebe: 30 Tage  
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Nicht über 25°C lagern.  
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate  
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis mit „EXP“ angegebenen Verfalldatum  
nicht mehr anwenden.  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und  
letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:  
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Zu häufige und wiederholte Anwendung von Entwurmungsmitteln einer Substanzklasse über  
einen längeren Zeitraum.  
Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung  
des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosiervorrichtung.  
Bei Verdacht auf eine Resistenz gegenüber dem Entwurmungsmittel sollten weiterführende  
Untersuchungen unter Verwendung geeigneter Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt  
werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten  
Entwurmungsmittel hinweisen, sollte ein Entwurmungsmittel aus einer anderen Substanzklasse und  
mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung finden.  
Über Resistenz des Pferdespulwurms (Parascaris equorum) gegenüber Ivermectin (ein Avermectin)  
wurde aus etlichen Ländern einschliesslich der EU berichtet. Daher sollte sich auf nationaler Ebene  
(regional, betrieblich) die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf epidemiologische Erhebungen zur  
Empfindlichkeit von Fadenwürmern, sowie Expertenempfehlungen zur Eindämmung weiterer  
Resistenzen gegenüber Entwurmungsmitteln stützen.  
Bei Fohlen, die unter 2 Monate alt sind, ist ein Befall mit Bandwürmern unwahrscheinlich.  
Daher wird eine Behandlung mit Equimax Paste bei weniger als 2 Monate alten Fohlen nicht als  
notwendig erachtet.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren:  
Um Überdosierungen zu vermeiden, sollten Körpergewicht und Dosierung vor der Behandlung genau  
festgelegt werden.  
Aufgrund möglicher individueller Ivermectin-Unverträglichkeit muss Hunden und Katzen eine zufällige  
Einnahme des Arzneimittels (z.B. aus dem Pferdemaul gefallene oder ausgespuckte Paste, Kontakt  
mit leeren oder angebrochenen Applikatoren) verwehrt werden.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nach Gebrauch Hände waschen. Während der  
Anwendung nicht rauchen, trinken oder essen.  
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage  
oder das Etikett vorzuzeigen.  
Trächtigkeit und Laktation:  
Sicherheitsstudien belegen, dass Equimax Paste an trächtige und laktierende Stuten verabreicht  
werden kann.  
4 / 5  
Fortpflanzungsfähigkeit:  
Sicherheitsstudien belegen, dass eine Behandlung mit Equimax Paste die Reproduktionsleistung von  
Zuchthengsten nicht negativ beeinflusst.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Ivermectin wird nach Verabreichung über das Maul vorwiegend im Kot behandelter Tiere  
ausgeschieden. Hauptkomponente ist dabei der unveränderte Wirkstoff. Durch Ivermectin im Kot  
werden bestimmte Arten der Dungfauna (z.B. Fliegenlarven und Dungwürmer) in ihrer Entwicklung  
beeinträchtigt. Der Dungabbau wird jedoch nicht verzögert.  
Wie Studien belegen, wird Ivermectin nach erfolgter Ausscheidung an Bodenbestandteile gebunden  
und so langsam freigesetzt, dass ein relevanter Übergang in Gewässer nicht zu erwarten ist.  
Ivermectin weist eine hohe Toxizität gegenüber Fischen und gewissen anderen Wasserorganismen  
auf. Eine Verschmutzung von Gewässern sollte daher unbedingt vermieden werden. Leere  
Behältnisse und nicht verwendete Arzneimittelreste sollen daher unschädlich beseitigt werden.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
14.03.2022  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Packungsgrössen:  
Faltschachteln mit 1, 12 und 24 Applikator(en) zu je 7,49 g Paste  
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrössen in Verkehr gebracht.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 55‘745  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit  
dem im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaber in Verbindung.  
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