INFORMATION FÜR TIERHALTERINNEN UND TIERHALTER  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Equest® Orales Gel für Pferde ad us. vet.  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin: Zoetis Schweiz GmbH, Rue de la Jeunesse 2, 2800 Delémont.  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin: Zoetis Manufacturing & Research Spain, S.L.,  
Carretera De Camprodon S/n, La Vall De Bianya, Girona, 17813 Spanien.  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Equest® Orales Gel für Pferde ad us. vet.  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
1 g Gel enthält:  
Wirkstoff:  
Moxidectin  
18.92 mg  
Sonstige Bestandteile:  
Benzylalkohol (E1519) 37.84 mg, Natriumedetat 0.24 mg, Butylhydroxytoluol (E321) 0.057 –  
0.114 mg.  
Darreichungsform: Gel zum Einnehmen. Gelbes Gel.  
4.  
ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Equest® Orales Gel ist angezeigt zur Behandlung eines Befalls mit Moxidectin-empfindlichen Parasiten:  
ausgewachsene und z.T. unreife Formen von verschiedenen Rundwurmarten und Magendasseln.  
5.  
GEGENANZEIGEN  
Nicht bei Fohlen anwenden, die jünger als 4 Monate sind.  
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Konsum vorgesehen ist.  
1
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, einem der sonstigen  
Bestandteile oder anderen Wirkstoffen mit ähnlicher chemischer Struktur wie dem Wirkstoff von  
Equest®.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
In sehr seltenen Fällen kann es zu Koordinationsstörungen, Abgeschlagenheit, Schmerzen im  
Bauchraum, Krämpfen, Schlaffheit der Unterlippe und Schwellung des Mauls kommen. Diese  
unerwünschten Wirkungen sind normalerweise vorübergehend und verschwinden in den meisten  
Fällen von selbst. Basierend auf Überwachungsdaten nach Markteinführung wurden in sehr seltenen  
Fällen Verdauungsbeschwerden (Koliken, lockerer Stuhl) beobachtet.  
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:  
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)  
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)  
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1’000 behandelten Tieren)  
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10’000 behandelten Tieren)  
- Sehr selten (weniger als 1 von 10’000 behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte).  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,  
beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat,  
teilen Sie dies bitte Ihrer Tierärztin/ Ihrem Tierarzt oder Ihrer Apothekerin/ Ihrem Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Pferd.  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Eine einzelne orale Dosis von 0.4 mg Moxidectin/kg Körpergewicht (KGW) unter Verwendung des  
kalibrierten Injektors (eine Unterteilung pro 25 kg KGW) applizieren. Ein einzelner Injektor ist  
ausreichend für ein 700 kg schweres Pferd. Es wird empfohlen, das Gewicht des Tieres mit einer  
Waage oder einem Gewichtsband zu bestimmen, um eine genaue Dosierung zu gewährleisten.  
Alle Tiere einer Gruppe müssen behandelt werden.  
9.  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Festlegung der Dosis:  
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1. Da die Dosis vom Gewicht des Tieres abhängt, sollte ein Skalen- oder Gewichtsmassband  
verwendet werden, um das Gewicht jeden Tieres festzustellen, bevor es mit Equest® Orales Gel  
behandelt wird. Nach Feststellung des Gewichtes, legen Sie die Dosis für jedes Pferd oder Pony  
wie folgt fest:  
2. Halten Sie die Spritze mit dem Kappenende nach links gerichtet und so, dass Sie die  
Gewichtsmarkierungen und die kleinen schwarzen Markierungen, wie unten abgebildet, sehen  
können. Jede kleine schwarze Markierung bezieht sich auf 25 kg Körpergewicht.  
3. Drehen Sie den grünen Anzeigering, bis die linke Seite des Ringes das Gewicht des Tieres markiert  
hat. In der Abbildung unten fixiert der Anzeigering die Dosis für ein 400 kg schweres Pferd.  
Verabreichung der Dosis:  
4. Stellen Sie sicher, dass das Maul des Tieres leer ist. Mit Ihrem Daumen am Stempel führen Sie die  
Spritzenkanüle in das Maul des Pferdes in die Lücke zwischen Vorder- und Backenzähne (zahnfreie  
Lade). Stellen Sie sicher, dass die Spitze des Injektors über dem hinteren Teil der Zunge liegt.  
5. Verabreichen Sie eine Dosis Gel auf die hintere Zunge, indem Sie den Stempel sanft bis zum  
Anschlag drücken.  
6. Nach Verabreichung der Dosis heben Sie den Kopf des Pferdes an, um das Abschlucken des Gels  
zu gewährleisten.  
Empfehlungen für ein Programm zur Parasitenbekämpfung:  
Es sollten alle Equiden in ein regelmässiges Parasitenbekämpfungsprogramm einbezogen werden. Da  
die Haltungsbedingungen sehr unterschiedlich sind, ist es der Tierärztin/dem Tierarzt überlassen, mit  
ihren/ seinen epidemiologischen Kenntnissen und mit Hilfe regelmässiger Kotuntersuchungen für den  
jeweiligen Stall ein massgeschneidertes Programm zu erstellen.  
Die Weidehygiene ist unbedingt zu beachten. Punkte, die ein Kontrollprogramm beeinflussen, sind  
nachfolgend angeführt:  
-
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-
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Häufigkeit von Weidehaltung generell  
Besatzdichte, Weidesystem (Stand- / Umtriebsweide)  
Herdenstruktur (Jungtieranteil)  
Kotbeseitigung von der Weide  
Alternierende Weidenutzung mit anderen Tierspezies  
3
-
Meteorologische Bedingungen (trockener / nasser Sommer)  
Zur optimalen Behandlung gegen Magenbremsen sollte das Tierarzneimittel im Spätherbst (nach  
Ende der Fliegensaison und vor dem Frühling) verabreicht werden, da sich die Larven ansonsten  
verpuppen und weniger empfindlich auf die Behandlung reagieren.  
10.  
WARTEZEIT(EN)  
Essbare Gewebe: 28 Tage  
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Konsum vorgesehen ist.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Unter 25°C lagern.  
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.  
Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.  
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate.  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:  
Zu häufige, wiederholte Gaben von Wurmmitteln der gleichen Wirkstoffklasse über längere Zeit sowie  
Unterdosierung können die Resistenzentwicklung von Würmern fördern. Pferde mit Symptomen mit  
Verdacht auf resistente Würmer sind mit geeigneten Tests abzuklären. Falls die Testergebnisse einen  
Hinweis auf resistente Würmer ergeben, ist die Wirkstoffklasse zu wechseln und ein Wirkstoff mit einem  
anderen Wirkmechanismus zu wählen.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren:  
Um Überdosierungen zu vermeiden, sollte besonders bei leichtgewichtigen Fohlen oder Ponyfohlen  
auf eine genaue Dosierung geachtet werden.  
Nicht mehr als ein Tier mit derselben Applikationsspritze behandeln, es sei denn die Pferde werden auf  
der Weide oder im Stall gemeinsam gehalten.  
Bei Hunden und Katzen können auf Grund der Wirkstoffkonzentration in Equest® Orales Gel  
Nebenwirkungen auftreten, wenn die Tiere ausgelaufenes Gel aufnehmen oder Zugang zu benutzten  
Applikationsspritzen haben. Störungen des Nervensystems (z.B. Koordinationsstörungen,  
Muskelzittern und Krämpfe), sowie Störungen des Verdauungstraktes oder vermehrter Speichelfluss  
wurden beobachtet.  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin/ den Anwender:  
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Direkten Kontakt mit Haut und Augen vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte die  
Anwenderin/ der Anwender Schutzhandschuhe tragen. Nach Anwendung Hände oder andere  
ungeschützte Stellen waschen.  
Im Falle eines Augenkontaktes ist das Auge mit reichlich klarem Wasser auszuspülen, unverzüglich  
eine Ärztin/ ein Arzt aufzusuchen und die Packungsbeilage vorzulegen.  
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich eine Ärztin/ ein Arzt zu Rate zu ziehen und die  
Packungsbeilage vorzulegen.  
Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.  
Sonstige Vorsichtsmassnahmen bezüglich der Auswirkungen auf die Umwelt:  
Um den Einfluss des Wirkstoffs Moxidectin in Equest® Orales Gel auf die Kleinlebewesen im Kot so  
gering wie möglich zu halten sollten Pferde nach der Behandlung 1 Woche lang nicht auf die Weide  
gelassen werden.  
Der Wirkstoff Moxidectin erfüllt die Kriterien für einen (sehr) stabilen und sich in der Umwelt  
anreichernden, giftigen (PBT) Stoff; daher muss die Exposition der Umwelt gegenüber Moxidectin so  
weit wie möglich beschränkt werden. Behandlungen sind nur bei Notwendigkeit durchzuführen und  
müssen auf der Anzahl der in den Fäkalien festgestellten Parasiteneier oder auf einer Bewertung des  
Risikos eines Befalls auf Einzeltier- und/oder Herdenebene basieren. Um die Freisetzung von  
Moxidectin in Oberflächengewässer zu reduzieren,sollten behandelte Tiere während der ersten  
Woche nach der Behandlung keinen Zugang zu Wasserläufen haben.  
Wie andere Wirkstoffe mit ähnlicher chemischer Struktur (makrozyklische Laktone) besitzt Moxidectin  
das Potenzial, Nicht-Zielorganismen negativ zu beeinflussen:  
•
Moxidectin enthaltende Fäkalien, die von behandelten Tieren auf die Weide ausgeschieden  
werden, können die Menge von Organismen, die sich von Dung ernähren, vorübergehend  
reduzieren. Nach einer Behandlung von Pferden mit dem Tierarzneimittel können über einen  
Zeitraum von mehr als 1 Woche Moxidectin-Konzentrationen ausgeschieden werden, die potenziell  
giftig für Dungkäfer und Dungfliegen sind und die Menge der Kleinlebewesen im Kot reduzieren  
können.  
•
Moxidectin ist für Wasserorganismen, einschliesslich Fische, giftig. Das Tierarzneimittel sollte  
ausschliesslich entsprechend den Anweisungen in der Arzneimittelinformation angewendet  
werden.  
Trächtigkeit und Laktation:  
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.  
5
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:  
Der in Equest® orales Gel enthaltene Wirkstoff Moxidectin kann die Wirkung gewisser Medikamente  
(GABA-Agonisten) verstärken.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Unerwünschte Reaktionen können bei Fohlen nach Verabreichung der zweifachen Menge der  
empfohlenen Dosis und bei erwachsenen Pferden nach Verabreichung der dreifachen Menge der  
empfohlenen Dosis vorübergehend auftreten. Die Symptome sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit,  
Untertemperatur, Koordinationsstörungen und Schlaffheit der Unterlippe 8 bis 24 Stunden nach der  
Behandlung. Im Allgemeinen ist eine Therapie nicht notwendig und die Symptome klingen innerhalb  
von 24 bis 72 Stunden ab. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Bei Fohlen kann eine Überdosierung  
eine Fütterung mittels Nasenschlundsonde erforderlich machen.  
Inkompatibilitäten:  
Keine bekannt.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Equest®  
Orales Gel darf nicht in Gewässer gelangen, da es eine Gefahr für Fische und andere  
Wasserorganismen darstellen kann.Fragen Sie Ihre Tierärztin/ Ihren Tierarzt oder Ihre Apothekerin/  
Ihren Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen  
dem Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
22.08.2024  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Packungsgrössen: Faltschachtel mit 1 Injektor (HDPE) à 14.8 g Gel.  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 55162  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der  
in der Rubrik 1 genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
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