Packungsbeilage Tierarzneimittel  
INFORMATION FÜR TIERHALTERINNEN UND TIERHALTER  
Fachinformation für Medizinalpersonen siehe www.tierarzneimittel.ch  
PACKUNGSBEILAGE  
Ventipulmin® ad us. vet., Gel zum Eingeben für Pferde  
1.  
NAME UND ANSCHRIFT DER ZULASSUNGSINHABERIN UND, WENN  
UNTERSCHIEDLICH, DER HERSTELLERIN, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE  
VERANTWORTLICH IST  
Zulassungsinhaberin: Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Hochbergerstrasse 60B, 4057 Basel  
Für die Chargenfreigabe verantwortliche Herstellerin: Boehringer Ingelheim Promeco, S.A.  
de C.V. Barrio Xaltocan , Maiz No. 49, Del. Xochimilco, 16090 Barrio Xaltocan, Mexico  
2.  
BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS  
Ventipulmin® ad us. vet., Gel zum Eingeben für Pferde  
3.  
WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE  
1 ml Gel enthält:  
Wirkstoff:  
Clenbuterolhydrochlorid  
(entsprechend 0,022 mg Clenbuterol)  
0,025 mg  
Sonstige Bestandteile:  
Methyl-4-hydroxybenzoat (E218)  
Propyl-4-hydroxybenzoat (E214)  
1,80 mg  
0,20 mg  
Gel zum Eingeben.  
Klares, farbloses Gel.  
4.  
ANWENDUNGSGEBIET(E)  
Atemwegserkrankungen, denen eine krampfartige Verengung der Bronchien zugrunde liegen können,  
oder die durch Arzneimittel zur Krampflösung und somit Erweiterung der Bronchien zu beeinflussen  
sind, wie: Husten und Atemnot, Entzündungen der Bronchien, schweres Pferdeasthma. Bei plötzlich  
auftretenden (akuten) Fällen von Entzündungen der Bronchien oder der Lungen sollte eine  
zusätzliche Behandlung mit Antibiotika sowie möglicherweise mit schleimlösenden Arzneimitteln  
durch die Tierärtzin / den Tierarzt gestartet werden.  
5.  
GEGENANZEIGEN  
Nicht anwenden bei Herzrhythmusstörungen mit zu hoher Herzfrequenz und bei  
Schilddrüsenüberfunktion.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Bei tragenden Stuten sollte die Behandlung mit Ventipulmin 12 Tage vor dem errechneten  
Geburtstermin abgesetzt werden, da der Wirkstoff von Ventipulmin wegen seiner Wehen hemmenden  
Eigenschaft den Geburtsverlauf beeinflussen könnte.  
Nicht anwenden bei säugenden (milchgebenden) Stuten, da ein möglicher Einfluss des mit der Milch  
in erheblichem Umfang ausgeschiedenen Wirkstoffs auf das säugende Fohlen bis dahin nicht  
hinlänglich abgeklärt ist (siehe auch Abschnitt 12).  
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem sonstigen  
Bestandteil.  
6.  
NEBENWIRKUNGEN  
In seltenen Fällen können nach der Gabe von Ventipulmin Muskeltzittern und Schweissausbrüche  
beobachtet werden.  
Nach Verabreichung von Ventipulmin wurden sehr selten über eine Senkung des Blutdrucks und  
Schwankungen der Herzfrequenz berichtet.  
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:  
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)  
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)  
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)  
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10 000 behandelten Tieren)  
- Sehr selten (weniger als 1 von 10 000 behandelten Tieren, einschliesslich Einzelfallberichte).  
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,  
beim behandelten Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat,  
teilen Sie dies bitte Ihrer Tierärztin / Ihrem Tierarzt oder Ihrer Apothekerin / Ihrem Apotheker mit.  
7.  
ZIELTIERART(EN)  
Pferde  
8.  
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG  
Zum Eingeben über das Futter.  
Ventipulmin ist zweimal täglich, am besten morgens und abends, zu verabreichen.  
Die Dosis pro Verabreichung beträgt 0,8 μg Wirkstoff pro kg Körpergewicht (KGW).  
Ein Hub aus der Dosierpumpe ergibt 4 ml Gel oder 0,1 mg Wirkstoff; das entspricht einer Dosis für  
125 kg KGW.  
Zum Bespiel:  
Pferd mit 250 kg KGW: 2 Hübe (= 8 ml Gel), 2mal täglich  
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Pferd mit 500 kg KGW: 4 Hübe (= 16 ml Gel), 2mal täglich  
Behandlungsdauer:  
Die Behandlungsdauer sollte dem Krankheitsverlauf angepasst werden.  
Bei Pferden mit plötzlich auftretenden (akuten) Erkrankungen ist meist eine 1014-tägige Behandlung  
ausreichend.  
In Fällen von langandauerndem (chronischem) Leiden wird eine mindestens 4-wöchige Behandlung  
nötig sein, bis völlige Symptomfreiheit erreicht ist.  
Überempfindliche Pferde, bei denen allergische Ursachen oder erhöhte Reizbarkeit der unteren  
Atemwege (Luftröhre, Bronchien) vermutet werden, bedürfen einer Behandlung vielfach nur in  
Phasen, wenn das Tier den Ursachen verstärkt ausgesetzt ist und entsprechend stärkere Symptome  
zeigt.  
Sollten sich die Krankheitssymptome nach 10-tägiger Ventipulmin Behandlung deutlich  
bessern, kann die Tagesdosis auf die Hälfte reduziert werden.  
9.  
Das Gel wird am besten mit dem Kraftfutter verabreicht.  
10. WARTEZEIT(EN)  
HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG  
Essbare Gewebe: 28 Tage  
Nicht bei Pferden anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.  
11.  
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE  
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.  
Bei Raumtemperatur lagern (15°C 25°C).  
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis mit EXP angegebenen Verfalldatum nicht  
mehr anwenden.  
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate  
12.  
BESONDERE WARNHINWEISE  
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender:  
Während der Verabreichung nicht essen, trinken oder rauchen.  
Nach dem Gebrauch bitte Hautpartien, die mit dem Produkt in Berührung gekommen sind, sofort mit  
Seife und klarem Wasser reinigen.  
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich eine Ärztin / ein Arzt zu Rate zu ziehen und die  
Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.  
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ventipulmin sollten den Kontakt mit dem  
Tierarzneimittel vermeiden.  
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Packungsbeilage Tierarzneimittel  
Trächtigkeit und Laktation:  
Bei tragenden Stuten sollte die Behandlung mit Ventipulmin 12 Tage vor dem errechneten  
Geburtstermin abgesetzt werden, da der Wirkstoff Clenbuterol wegen seiner Wehen hemmenden  
Eigenschaft den Geburtsverlauf beeinflussen könnte.  
Die Anwendung während der Laktation (Milchproduktion) wird nicht empfohlen, da ein möglicher  
Einfluss des mit der Milch in erheblichem Umfang ausgeschiedenen Wirkstoffs auf das säugende  
Fohlen bis dahin nicht hinlänglich abgeklärt ist.  
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:  
Verschiedene gleichzeitig verabreichte Arzneimittel können zu veränderten Eigenschaften von dem  
im Tierarzneimittel enthaltenen Wirkstoff Clenbuterol führen. Fragen Sie hierzu Ihre Tierärztin/ Ihren  
Tierarzt.  
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel):  
Nach bis zu 4-facher Gabe der therapeutischen Dosis von Ventipulmin über einen Zeitraum von 90  
Tagen, traten die für Ventipulmin typischen vorübergehenden Nebenwirkungen auf (siehe Abschnitt  
6). Diese erforderten keine Behandlung.  
Im Falle einer versehentlichen Überdosierung kann ein Betablocker von der Tierärztin/ dem Tierarzt  
als Gegenmittel eingesetzt werden.  
Inkompatibilitäten: Keine bekannt.  
13.  
BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT  
VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN  
ERFORDERLICH  
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.  
Fragen Sie Ihre Tierärztin / Ihren Tierarzt oder Ihre Apothekerin / Ihren Apotheker, wie nicht mehr  
benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Massnahmen dienen dem Umweltschutz.  
14.  
GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE  
09.10.2023  
Weitere Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie unter www.swissmedic.ch und  
15.  
WEITERE ANGABEN  
Faltschachtel mit Kunststoffflasche zu 355 ml mit einer Dosierpumpe  
Abgabekategorie B: Abgabe auf tierärztliche Verschreibung  
Swissmedic 50902  
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit der  
im 1. Abschnitt genannten Zulassungsinhaberin in Verbindung.  
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