Eimerien gehören zu den häufigsten bei Neuweltkameliden nachgewiesenen Parasiten und besitzen eine hohe Wirtsspezifität. Sie werden zwischen den verschiedenen Neuweltkameliden übertragen, nicht aber auf Haus- und Wildwiederkäuer.
Infektionen sind ausser bei Jungtieren meist asymptomatisch, jedoch sind auch bei adulten Tieren schwere bis letale Eimeriosen möglich.
Es handelt sich um eine Faktorenkrankheit, wobei der Verlauf beeinflusst wird von der aufgenommenen Oocysten-Menge, der Pathogenität des Parasiten und dem Immunitätsstatus des Wirtes.
E. macusaniensis gilt hier als die pathogenste Eimerien Art.
Eine antiparasitäre Behandlung sollte nur nach einem Parasitennachweis erfolgen. Das Parasitenmanagement soll auf die Herde individuell abgestimmt werden, unter Berücksichtigung von Haltungsstrukturen und Herdenzusammensetzung. Der/die für das Parasitenmanagement zuständige Tierarzt/-ärztin sollte über detaillierte Kenntnisse zur epidemiologischen Situation im Bestand verfügen.
Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise zu den besonderen Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle in der Arzneimittelinformation des verwendeten Präparates.
Zum Vorkommen von Anthelminthika-Resistenzen bei Neuweltkameliden in Zentral- und Westeuropa ist nicht ausreichend Literatur vorhanden. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass die bei anderen Wirtstierarten vorkommenden Resistenzen auch bei Neuweltkameliden auftreten.
Bei Verdacht auf mangelnde Wirksamkeit oder Resistenzen ist die Wirksamkeitsprüfung mittels McMaster Methode empfohlen.
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