SedationPferdeRomifidin führt zu einer guten Sedation (Clarke 1991; Duke 2001; Wojtasiak-Wypart 2012), die ausreicht, um Pferde für ein Röntgen, einen Transport, für Behandlungen und Eingriffe im Kopf- und Halsbereich, Zahnbehandlungen und rektale oder gynäkologische Untersuchungen ruhigzustellen.In Kombination mit einem Lokalanästhetikum kann Romifidin auch für kleinere chirurgische Eingriffe verwendet werden (Demuth 2003a). Um schmerzhafte Eingriffe oder Manipulationen an den Hintergliedmassen durchzuführen (Hall 2001f), muss Romifidin mit einem Opioid kombiniert werden (Duke 2001). Die Kombination mit Butorphanol führt zu einer verbesserten sedativen Wirkung (Clarke 1991). KleintiereDie sedative Wirkung von Romifidin kann mit der von Medetomidin verglichen werden (England 1996c; Navarrete 2011). Romifidin kann verwendet werden, um Hunde und Katzen vor klinischen Untersuchungen und für kleinere Eingriffe und Manipulationen zu sedieren (Demuth 2003a).Für schmerzhafte Eingriffe muss Romifidin mit Opioiden kombiniert werden (Demuth 2003a). Romifidin-Butorphanol führt zu einer verbesserten und längeranhaltenden Sedation ohne zusätzlich Nebenwirkungen zu bewirken (England 1997c). PrämedikationRomifidin eignet sich zur Prämedikation vor einer Injektions- oder Inhalationsanästhesie (Young 1992b; Taylor 2001b). Dadurch kann die Dosis von nachfolgenden Injektions- oder Inhalationsanästhetika reduziert werden (Hall 2001f; England 1997d). Die Dosis von Propofol kann um mehr als 60% herabgesetzt werden (England 1996b). Durch die Prämedikation mit Romifidin verläuft auch die Aufwachphase nach einer Anästhesie ruhiger, sofern die Narkosedauer nicht zu lange ist (Bienert 2003a).Bei Pferden lässt sich die Aufwachphase nach einer Inhalationsnarkose mit Isofluran durch eine postanästhetische Sedierung mit Romifidin verbessern. Die Pferde stehen ruhiger, koordinierter und nach weniger Versuchen auf (Bienert 2003a; Santos 2003a). AnästhesieRomifidin-KetaminDiese Kombination kann mit Detomidin-Ketamin oder Xylazin-Ketamin verglichen werden (Diamond 1993). Romifidin-Ketamin führt zu einer guten Anästhesie, wobei Romifidin die Muskelkrämpfe, die durch das Ketamin verursacht werden verhindert (Gomez-Villamandos 1995) und wegen seiner langen Wirkungsdauer zu einer ruhigen Aufwachphase führt (Gomez-Villamandos 1995).Die Kombination Romifidin-Ketamin-Diazepam führt zu einer guten kurzanhaltenden Anästhesie (Kerr 1996). Der Zusatz von Diazepam führt zu einer ausgezeichneten Muskelrelaxation und einer guten Einleitung der Anästhesie. Es kann jedoch durch die starke Muskelrelaxation zum Teil zu einem abrupten Niedergehen der Pferde kommen (Marntell 1996). AnalgesieRomifidin führt zu einer guten analgetischen Wirkung beim Pferd (Moens 2003). Gemäss Hamm et al. hat aber Romifidin bei dieser Tierart keine analgetische Wirkung (Hamm 1995).EpiduralanalgesieRomifidin eignet sich für eine Epiduralanalgesie (Amarpal 2002).
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