Dr. E. Graeub AGNichtsteroidales Antiphlogistikum für HundeATCvet: QM01AC06 Zusammensetzung1 ml Suspension enthält:
Conserv.: Natrii benzoas (E 211) Excip. ad susp. Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)MeloxicamEigenschaften / WirkungenMeloxicam ist ein nichtsteroidales Antiphlogistikum der Oxicam-Gruppe, das die Prostaglandinsynthese hemmt und die Leukozyten-Infiltration in das entzündete Gewebe reduziert. Es wirkt dadurch antiinflammatorisch, analgetisch, antiexsudativ und antipyretisch. Ausserdem besteht eine schwache Hemmung der kollageninduzierten Thrombozyten-Aggregation. In vitro und in vivo Studien zeigten, dass Meloxicam die Cyclooxygenase-2 (COX-2) in einem grösseren Ausmass als die Cyclooxygenase-1 (COX-1) hemmt.PharmakokinetikResorption:Meloxicam wird nach oraler Verabreichung vollständig resorbiert; maximale Plasmakonzentrationen werden nach ungefähr 7.5 Stunden erzielt. Wird das Produkt entsprechend der Dosierungsanleitung verabreicht, wird ein Steady-state der Meloxicam Plasmakonzentrationen am zweiten Behandlungstag erreicht. Verteilung: Ungefähr 97% des verabreichten Meloxicams sind an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt 0.3 l/kg. Metabolismus: Meloxicam wird zu einem Alkohol, einem Säurederivat und mehreren polaren Metaboliten verstoffwechselt. Alle Hauptmetaboliten haben sich als pharmakologisch inaktiv erwiesen. Elimination: Die Eliminationshalbwertszeit für Meloxicam beträgt 24 Stunden. Etwa 75% der verabreichten Dosis werden über die Fäzes und der Rest über den Urin eliminiert. IndikationenZur Linderung von Entzündungen und Schmerzen bei akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund.Dosierung / AnwendungDosierungMetacox® ist einmal täglich (in Abständen von 24 Stunden) mit dem Futter vermischt oder direkt ins Maul zu verabreichen.Die Initialbehandlung erfolgt mit einer Einzeldosis von 0.2 mg Meloxicam/kg Körpergewicht. Zur Weiterbehandlung wird eine Erhaltungsdosis von 0.1 mg Meloxicam/kg Körpergewicht verabreicht. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen Verlauf der Erkrankung. Eine klinische Besserung wird normalerweise innerhalb von 3 - 4 Tagen beobachtet. Tritt keine Besserung der Symptome ein, ist die Behandlung spätestens 10 Tage nach Therapiebeginn abzubrechen. AnwendungAuf die Genauigkeit der Dosierung ist besonders zu achten. Die Angaben des Tierarztes sind genau zu befolgen. Die Suspension kann entweder durch Auftropfen mithilfe des Tropfeinsatzes verabreicht werden (bei sehr kleinen Hunden) oder mithilfe der beiliegenden Dosierspritze (siehe weiter unten).Eine Dosis von 0.1 mg Meloxicam/kg Körpergewicht entspricht 2 Tropfen/kg Körpergewicht. Die Spritze passt auf die Flasche und weist eine Graduierung in kg Körpergewicht auf, die der Erhaltungsdosis von 0.1 mg Meloxicam/kg Körpergewicht entspricht. Am ersten Tag wird die doppelte Menge der Erhaltungsdosis verabreicht. Verunreinigungen von Dosierspritze und verbleibendem Flascheninhalt während der Anwendung sind zu vermeiden.
AnwendungseinschränkungenKontraindikationenNicht anwenden bei trächtigen oder säugenden Hündinnen.Nicht anwenden bei Tieren mit Funktionsstörungen von Leber, Herz oder Nieren und bei Blutgerinnungsstörungen. Nicht anwenden bei Hunden mit diagnostizierten oder vermuteten gastrointestinalen Ulzerationen oder Blutungen. Nicht anwenden bei Hunden, die jünger als 6 Wochen sind. Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Arzneimittel. VorsichtsmassnahmenWährend der Behandlung ist für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.Längere Behandlungen sollten unter Kontrolle des Blutstatus erfolgen. Nicht bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren anwenden, da hier das Risiko einer erhöhten renalen Toxizität besteht. Wie bei allen nichtsteroidalen Antiphlogistika ist die Behandlung von altersschwachen Tieren mit einem erhöhten Risiko verbunden. Wenn die Anwendung bei solchen Tieren dennoch durchgeführt werden soll, so hat dies unter genauer klinischer Beobachtung zu geschehen. Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstattenEs ist mit den typischen Nebenwirkungen von nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, okkultes Blut im Kot (teerartiges Aussehen) und Apathie zu rechnen (besonders innerhalb der 5 - 14 ersten Tage der Behandlung). Gastrointestinale Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen vorübergehend und verschwinden nach Abbruch der Behandlung. Sie können aber bei Nichtbeachten in einzelnen Fällen zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, weshalb bei schweren gastrointestinalen Nebenwirkungen die Behandlung sofort abgebrochen werden soll. Bei versehentlicher Überdosierung ist eine symptomatische Behandlung angezeigt.WechselwirkungenAndere nichtsteroidale Antiphlogistika, Diuretika, Antikoagulantien, Aminoglykosid-Antibiotika und Substanzen mit einer hohen Plasmaproteinbindung können um die Proteinbindung konkurrieren und somit zu toxischen Effekten führen. Metacox® sollte nicht zusammen mit anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika oder Glukokortikoiden verabreicht werden.Eine Vorbehandlung mit entzündungshemmenden Substanzen kann zusätzliche oder verstärkte Nebenwirkungen hervorrufen. Vor einer Weiterbehandlung sollte daher eine behandlungsfreie Zeit eingehalten werden (mind. 24 Stunden), wobei deren Dauer unter Berücksichtigung der pharmakokinetischen Eigenschaften der zuvor verabreichten Präparate gewählt werden soll. Sonstige HinweiseVor dem Gebrauch gut schütteln.LagerungshinweiseBei Raumtemperatur (15 - 25°C) aufbewahren.Medikament ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum verwendet werden. Nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwenden. AnwenderhinweisePersonen, die überempfindlich auf nichtsteroidale Antiphlogistika reagieren, sollten den direkten Kontakt mit der Suspension vermeiden und im Falle einer versehentlichen Einnahme unverzüglich einen Arzt aufsuchen (Packungsbeilage mitnehmen!).PackungenFlaschen mit Dosierspritze: 10 ml, 32 ml und 100 mlInformationsstand: 04/2009 Dieser Text ist behördlich genehmigt.
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