Panacur® Boli 250 ad us. vet.
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

MSD Animal Health GmbH

Breitspektrum-Anthelmin­thi­kum gegen unreife und reife Stadien von Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmern sowie gegen Bandwürmer bei Schafen

ATCvet: QP52AC13

 

Zusammensetzung

-Wirkstoff: Fenbendazolum 250 mg
-Hilfsstoffe: Excip. pro bolo
-galenische Form: Boli
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Fenbendazol
 

Eigenschaften / Wirkungen

Der grundlegende Mechanismus der anthelminthischen Wirkung von Fenbendazol ist eine Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Dadurch werden wichtige strukturelle Eigenschaften der Helminthenzelle beeinträchtigt, wie die Ausbildung des Zytoskeletts, die Spindelbildung bei der Mitose sowie Aufnahme und intrazellulärer Transport von Nährstoffen und Stoffwechselsubstraten. Als Folge kommt es zu einer Erschöpfung der Energiereserven mit nachfolgendem Absterben des Parasiten und seiner Expulsion nach 2 - 3 Tagen.
Fenbendazol besitzt eine ovizide Wirkung, die nach ca. 8 Stunden infolge einer Störung der Spindelbildung und des Metabolismus während der Embryogenese eintritt. Fenbendazol ist hochwirksam gegen adulte und immature Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmer, sowie gegen inhibierte und histotrope Larvenstadien. Darüber hinaus zeigt Fenbendazol eine gute Wirksamkeit gegen verschiedene Bandwurmarten.
Die Verabreichung von Panacur® Boli an Mutterschafe kann in jedem Stadium der Trächtigkeit oder Laktation erfolgen.
 

Pharmakokinetik

Fenbendazol wird nach oraler Applikation zum Teil resorbiert und dann zu einem erheblichen Teil in der Leber metabolisiert. Die Resorption erfolgt bei Tieren mit einhöhligem Magen schneller als bei Wiederkäuern. Als Hauptmetaboliten werden ein Sulfoxid und ein Sulfon-Metabolit gebildet.
Die Halbwertzeit von Fenbendazol im Serum beträgt nach oraler Applikation der empfohlenen Dosis speziesabhängig zwischen 10 und 33 Stunden. Fenbendazol und seine Metaboliten verteilen sich im Gesamtorganismus, wobei hohe Konzentrationen in der Leber erreicht werden. Die Ausscheidung von unverändertem und metabolisiertem Fenbendazol erfolgt überwiegend (> 90%) über den Kot, zu geringem Teil auch über den Urin und die Milch.
 

Indikationen

Befall von Schafen mit Magen-Darm-Nematoden, Lungenwürmern und Bandwürmern wie Haemonchus spp., Ostertagia spp., Trichostrongylus spp., Cooperia spp., Nematodirus spp., Oesophagostomum spp., Chabertia spp., Bunostomum spp., Gaigeria pachyscelis, Trichuris spp., Strongyloides spp., Dictyocaulus filaria, Moniezia spp.
 
Körper-
gewicht
(KGW)
Befall mit
Magen−Darm− und
Lungenwürmern
Befall mit
Bandwürmern
  
 Richtdosis:
5 mg Fenbendazol   
/kg KGW
Richtdosis:
10 mg Fenbendazol   
/kg KGW
  
25 kg½ Bolus1 Bolus
50 kg1 Bolus2 Boli
75 kg1 ½ Boli3 Boli
 
Es empfiehlt sich, Panacur® Boli 250 mit einem Pilleneingeber zu verabreichen. Es ist darauf zu achten, dass die Boli abgeschluckt werden. Diätmassnahmen vor oder nach der Behandlung sind nicht erforderlich. Nach Neuinfektionen ist die Behandlung zu wiederholen.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Keine.
 

Vorsichtsmassnahmen:

Keine.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 
Keine bekannt.
 
Leber:21 Tage
Übrige essbare Gewebe:14 Tage
Milch:  6 Tage
 

Wechselwirkungen

Eine gleichzeitige Anwendung mit Präparaten zur Leberegelbekämpfung ist wegen der Möglichkeit von Unverträglichkeitserscheinungen zu vermeiden.
 

Sonstige Hinweise

Lagerung bei Raumtemperatur (15 - 25°C).
Medikament, für Kinder unzugänglich aufbewahren.
 

Packungen

Schachtel mit 50 Boli

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 41'039

Informationsstand: 06/2005

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
©2017 - Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten.