| Genabil® ad us. vet., Injektionslösung |
Tierarzneimittel Kompendium der Schweiz |
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Roborans für Wiederkäuer, Pferde, Schweine und Hunde
ATCvet: QA05AX90
Zusammensetzung
Menbutonum 100 mg, Conserv.: Chlorocresolum 2 mg, Antiox.: E223 2 mg, Monoethanolaminum, Acidum edeticum, Aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml.
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / Wirkungen
Genabil übt eine generelle Reizwirkung auf die normalen Funktionen der Verdauungsorgane aus. Versuche haben eine Verdoppelung der Absonderung von Galle mit Inhaltsstoffen ergeben, während sich die Absonderung normalen Pankreassaftes sowie von Pepsin nach Verabreichung von Genabil in den vorgeschriebenen Dosen verfünffacht. Genabil wirkt auf den isolierten Darm nicht parasympathikomimetisch, es bewirkt selbst in erheblichen Dosen weder eine Senkung des Blutdruckes noch eine Änderung in der Pulsfrequenz. Die sekretionsfördernden Eigenschaften von Genabil beruhen auf einer rein spezifischen Anregung der Drüsen und nicht auf einer Anregung des Parasympathikus.
In Tierversuchen (Mäuse, Ratten und Meerschweinchen) liess sich bei intravenöser Verabfolgung eine DL50 von 400 mg/kg feststellen, also etwa das 50 - 100fache der therapeutisch angewandten Dosen. Genabil ist somit, in therapeutischen Dosen angewandt, als ungiftig zu bezeichnen.
Indikationen
Genabil ist in all denjenigen Fällen angezeigt, in denen ein Digestivum mit einer die Sekretion der extern sezernierenden Drüsen des Verdauungskanals fördernden Wirkung erforderlich ist.
Rinder, Schafe:
| - | unausgeglichene Ernährung |
| - | überfüllter Magen |
| - | Verstopfung |
| - | Gastroenteritiden |
| - | Anregung der Verdauung bei fehlender Fresslust |
| - | Ketosen und Tympanien (als Adjuvans) |
| - | Weidedurchfall |
Schweine:
| - | herabgesetzte Fresslust und Verstopfung |
| - | primär und sekundär bedingte Indigestionen |
| - | prophylaktisch gegen Puerperalindigestion |
| - | als Adjuvans bei Enteritis (Koli und anderen) und in Verbindung mit Antibiotika |
Pferde:
| - | Verstopfungskolik |
| - | Gaskolik |
| - | Kolik hervorgerufen durch unausgeglichene Ernährung |
| - | Gastroenteritiden |
Hunde:
| - | Inappetenz |
| - | Indigestionen |
| - | Opstipationen (Koprostase) |
| - | Hepatosis und pankreatische Dysfunktion |
Dosierung / Anwendung
| Stiere, Ochsen | 20 - 50 ml |
| Kühe | 20 - 40 ml |
| Jungrinder, Färsen | 15 - 25 ml |
| Kälber | 5 - 15 ml |
| Pferde | 20 - 30 ml |
| Schafe, Ziegen | 5 - 6 ml |
| Schweine | 10 - 20 ml |
| Läufer pro 10 kg | 1 ml |
| Hunde pro 5 kg | 1 ml |
Genabil wird tief intramuskulär oder auch langsam intravenös (in die Vena jugularis) verabreicht. Bei Pferden nur langsame intravenöse Verabreichung. Genabil lässt sich entweder alleine oder als Adjuvans in Verbindung mit einer anderen Behandlung anwenden.
Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen:
Herzinsuffizienz
Unerwünschte Wirkungen
VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Nach einer Behandlung mit Genabil lassen sich häufig gesteigerte Magen-Darm-Tätigkeit (Rumpeln) sowie Abgang von Harn und dunkel gefärbtem Kot (Galle) beobachten. Vermehrter Speichelfluss und gesteigerte Tränensekretion sind möglich.
Keine
Wechselwirkungen
Keine bekannt
Sonstige Hinweise
Genabil ist nicht mischbar mit Calciumhaltigen (z.B. Calciumgluconat, Calciumborogluconat) und Procain-penicillinhaltigen Lösungen, sowie Vitamin B-Komplex-Präparaten.
Bei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern.
Medikament zum Schutz der Kinder sicher aufbewahren!
Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbrauchsfrist nach erster Entnahme: 4 Wochen
Packungen
Durchstechflasche zu 100 ml
Abgabekategorie: B
Swissmedic Nr. 28'004
Informationsstand: 11/2011
Dieser Text ist behördlich genehmigt.
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