Bovilis® Ringvac ad us. vet.
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

MSD Animal Health GmbH

Lebendimpfstoff gegen Trichophyton verrucosum (Stamm LTF-130); für Rinder und Kälber

ATCvet: QI02AP01

 

Zusammensetzung

1 ml gelöster Impfstoff enthält ≥ 9 × 106 und ≤ 21 × 106 Mikrokonidien von Trichophyton verrucosum (Stamm LTF-130), lebend attenuiert.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Trichophyton verrucosum
 

Eigenschaften / Wirkungen

Trichophyton verrucosum gilt als Erreger bei über 90% der Fälle von Trichophytie.
Nach zweimaliger Impfung entwickelt sich sowohl bei klinisch gesunden, als auch bei erkrankten Tieren innerhalb von 3 bis 4 Wochen eine belastbare Immunität, die 4 bis 6 Jahre, in manchen Fällen auch lebenslang anhält.
 

Indikationen

Prophylaxe und Therapie der Trichophytie bei Kälbern und Rindern.
 
 ProphylaxeTherapie
Kalb (bis 4 Monate):    2 ml    5 ml
ältere Tiere:    4 ml  10 ml
 
Zur Immunisierung sind zwei intramuskuläre Injektionen im Abstand von 10 - 14 Tagen erforderlich.
 
Das Lyophilisat mit dem beigepackten Lösungsmittel auflösen und, wegen einer eventuellen Verminderung der Hautqualität, Bovilis® Ringvac möglichst am Hals injizieren. Die 2. Injektion auf der noch nicht behandelten Körperseite des Tieres vornehmen.
 
Nach dem Auflösen muss das Präparat innerhalb von 6 Stunden verwendet werden. Bei NIchteinhalten dieser Aufbrauchfrist können sich in seltenen Fällen Toxine im Impfstoff bilden, welche schwere Komplikationen mit Todesfolge auslösen.
Es soll immer der ganze Bestand prophylaktisch oder therapeutisch behandelt werden. Zeigen ein oder mehrere Tiere eines Bestandes bereits Anzeichen von Trichophytie müssen alle mit der therapeutischen Dosis geimpft werden.
Tragende Tiere können in jedem Stadium der Trächtigkeit sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch geimpft werden.
 
Geimpfte Tiere dürfen nicht vor Ausbildung der vollen Immunität zwischen klinisch erkrankten Tieren eingestallt werden.
Um eine Ansteckung durch die sehr widerstandsfähigen Erreger zu vermeiden ist es zweckmässig, nach einer Bestandesbehandlung zugekaufte und neugeborene Tiere gesondert zu immunisieren.
Zur Verminderung des Infektionsdruckes muss das Hygienemanagement überprüft und ev. verbessert werden.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Behandlung mit Corticosteroiden.
Tiere mit Fieber oder Tiere, welche an einer Dermatomykose-unabhängigen Infektion leiden.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Vaccinovigilance-Meldung erstatten
 
3 bis 8 Tage nach Impfung können am Injektionsort Hypersensibilitätsreaktionen auftreten wie Schwellung, Haarverlust und ev. kleine Krusten. Diese bilden sich nach 3 Wochen über einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten zurück.
 
V.a. bei therapeutischer Anwendung kann es während max. 2 Tagen zu Erhöhungen der Körpertemperatur von bis zu 2.5°C kommen.
Bei Verabreichung in der Inkubationszeit kann sich die Dermatomykose trotz Impfung entwickeln, die Hautläsionen verheilen aber ca. 4 Wochen nach der 2. Impfung.
 
Keine
 

Wechselwirkungen

Da keine entsprechenden Studien durchgeführt wurden wird empfohlen, innerhalb von 14 Tagen vor oder nach der Impfung keine anderen Impfstoffe anzuwenden.
 

Sonstige Hinweise

Lagerung

Im Kühlschrank (2° - 8°C) lagern. Vor Licht und Frost schützen.
 
Arzneimittel, für Kinder unerreichbar aufbewahren.
 

Packungen

1 × 5 Dosen:1 Flasche Lyophilisat, 1 Flasche Lösungsmittel à 10 ml
1 × 20 Dosen:1 Flasche Lyophilisat, 1 Flasche Lösungsmittel à 40 ml

Abgabekategorie: B

IVI Nr. 1594

Informationsstand: 11/2009

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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