Berteroa incana - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Berteroa incana (L.) DC. - giftig
 

Toxizitätsgrad

Giftig + (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

-Unbekanntes Toxin
-Glucosinolate (Senfölglykoside): Glucoalyssin und Glucobrassicanapin (Pieper et al., 2010). Bei Schädigung der Pflanze oder durch die Pansenflora werden Glucosinolate in Isothiocyanate, Nitrile, Thiocyanate und andere Derivative umgewandelt. Die Reduktion des Gehaltes an Glucosinolaten bewirkt eine erhöhte geschmackliche Attraktivität. Im Dürrfutter ist die Graukresse auch toxisch.
 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes; Schilddrüse; Nieren; Leber
 

Wirkungsmechanismen

Das toxische Prinzip der Berteroa incana-Intoxikation ist nicht bekannt. Glucosinolat-Derivate wirken lokal stark reizend, nach Resorption goitrogen, nephro- und hepatotoxisch.
-Die Schleimhäute werden lokal gereizt, was sich mit Brennen im Maul und Pharynx bzw. einer gesteigerten Salivation und Dysphagie äussert. Grössere Mengen führen zu einer Gastroenteritis mit Nausea, Vomitus, Abdominalschmerzen und Diarrhoe.
-Schilddrüse: Glucosinolate werden im Körper teilweise zu Thiocyanaten umgebaut, die die Iodaufnahme im Körper reduzieren.
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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