Ranunculus sp.
CliniTox
Giftpflanzen
 
Deutsch    Butterblume; Gift-Hahnenfuss; Scharfer Hahnenfuss; Knolliger Hahnenfuss
Franzoesisch    Bassinet d'or; Bouton d'or; Renoncule bulbeuse; Renoncule scelerate; Mort aux vaches
Italienisch    Piè corvino; Ranunculo comune; Ranunculo bulboso; Ranunculo tossico; Sardonia; Lappio
Englisch    Meadow Buttercup; Common Buttercup; Field Buttercup; Tall Buttercup; Bulbous Buttercup; Crowfoot; Celery-leaved Crowfoot; Cursed Crowfoot; St. Anthony's Turnip
  

Beschreibung und Bilder

Toxizitätsgrad

Schwach giftig (+) bis giftig + (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Verschiedene Arten der Gattung Ranunculus enthalten das Glucosid Ranunculin, das enzymatisch gespalten wird und dabei in das giftige Protoanemonin übergeht. Beim Trocknen der Pflanze verbinden sich zwei Moleküle Protoanemonin zu dem weniger aktiven Anemonin. Im Dürrfutter ist deshalb der Hahnenfuss nicht mehr toxisch. In der Silage ist der Ranunculingehalt mit 6 g/kg erst nach 2 Monaten im untoxischen Bereich. Der Protoanemonin-Gehalt ist während der Blüte am höchsten.
 
Protoanemonin-Gehalt (bezüglich Nassgewicht) während der Blüte:
R. acris (Scharfer Hahnenfuss):0.28%
R. arvensis (Acker-Hahnenfuss):0.54%
R. bulbous (Knolliger Hahnenfuss):0.26%
R. flammula:0.54%
R. lingua:0.23%
R. parvioflorus:0.37%
R. repens (Kriechender Hahnenfuss):0.05%
R. sardus (Sardinischerer Hahnenfuss):0.56%
R. sceleratus:0.38%
 

 

Wirkungsmechanismen

Protoanemonin führt zu einer Reizung bis Entzündung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, und zu einer Schädigung der Niere beim Ausscheiden. Evt. auch hepatotoxisch. Anemonin zeigt diese Wirkung nicht, führt jedoch, wie das Protoanemonin, zu einer Erregung und später zu einer Lähmung des Zentralnervensystems.
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
©2013 - Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
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