Agrostemma githago - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Agrostemma githago L. - stark giftig
 

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ (Erläuterungen)
Vergiftungsgefahr durch Kornradesamen kontaminiertes Futtermehl. Mittels Saatgutreinigung können Vergiftungsfälle vermieden werden.
 

Hauptwirkstoffe

Triterpensaponine:
-Hauptsaponin: vermutlich das monodesmosidische Githagosid (Gypsogenin 3-O-rhamnosylglucuronid), oder evtl. zwei 3,28-O-Bisdesmoside.
-Nebensaponine: zwei 3,28-O-Bisdesmoside mit Gypsogenin (Githagenin) als Aglykon, Agrostemmasaponine 1 und 2.
Die höchste Toxinkonzentration ist in den reifen Samen (6-7%).
Phenylalaninderivat: Orcialanin.
Ribosomen-inaktivierendes Protein: Agrostin.
(Teuscher & Lindequist, 2010; Wiesner, 1967)
 

 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes; zentrales Nervensystem; Herz; Erythrozyten
 

Wirkungsmechanismen

-Die Schleimhäute werden lokal gereizt, was sich mit Brennen im Maul und Pharynx bzw. einer gesteigerten Salivation und Dysphagie äussert.
-Nach der Resorption wird das zentrale Nervensystem und der Herzmuskel geschädigt und es kommt zu einer Hämolyse der Erythrozyten (Kühnert, 1991).
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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