Senecio sp. - Toxine
Giftpflanzen
Giftpilze
 

Zutreffende Spezies (Botanik)

Jacobaea maritima (L.) Pelser & Meijden - sehr stark giftig
Pericallis x hybrida (Scheidw.) B. Nord. - stark giftig
Senecio alpinus (L.) Scop. - sehr stark giftig
Senecio aquaticus Hill - sehr stark giftig
Senecio erucifolius L. - sehr stark giftig
Senecio inaequidens DC. - sehr stark giftig
Senecio jacobaea L. - sehr stark giftig
Senecio paludosus L. - sehr stark giftig
Senecio vulgaris L. - sehr stark giftig
 

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ bis sehr stark giftig +++ (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Pyrrolizidinalkaloide: Jacobin, Jaconin, Jacodin, Senecionin, Retrorsin, Seneciphyllin, Senkirkin u.a. Der Alkaloidgehalt beträgt durchschnittlich 0.2% (in der Trockenmasse). Die Toxine sind auch in Dürrfutter und Silage wirksam. Kochen zerstört die Pyrrolizidinalkaloide nicht.
Dicarbonsäuren: Oxalate.
 

 

Zielorgane

Leber
 

Wirkungsmechanismen

Bestimmend für den toxischen Effekt ist die totale Aufnahme der Pyrrolizidinalkaloide, egal über welchen Zeitraum die Alkaloide aufgenommen wurden. Die Auswirkungen einer Pyrrolizidin-Vergiftung sind kumulativ: Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber in Metaboliten umgewandelt, welche irreversibel mit der DNA und anderen Makromolekülen reagieren und zur Schädigung der Leberzellen führen, was auch viele Monate nach der Aufnahme der Alkaloid-haltigen Pflanzen zum Tode führen kann.
Untersuchungen bei Schafen haben gezeigt, dass eine partielle Detoxifikation der Pyrrolizidinalkaloide in den Vormägen der Wiederkäuer erfolgt (Cheeke, 1994).
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
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