| Tenside | Ladung | Hydrophile Gruppe | Beispiele | Eigenschaft |
| Anionische | negativ | -COO- (Carboxylat), -SO3- (Sulfonat) oder -OSO3- (Sulfat) | Alkylnatriumsulfat, Alkylnatriumsulfonat, Dioctylnatriumsulfosuccinat, lineares Alkylbenzolsulfonat, Natriumlaurylsulfat, Tetrapropylenbenzolsulfonat | häufigste Klasse; hohe Waschkraft, bilden Schaum |
| Kationische | positiv | R4N+ (quartäre Ammonium-Gruppe) | Quartäre Ammoniumverbindungen (Quats): Alkoniumbromid/Benzalkoniumbromid, Benzalkoniumchlorid, Benzethoniumchlorid; Pyridiniumverbindungen: Cetrimoniumbromid/Cetrimid, Cetylpyridiniumchlorid, Methalkoniumchlorid, Stearalkoniumchlorid; Chinoliniumverbindungen: Dequaliniumchlorid | desinfizierend, antistatisch |
| Nichtionische | ungeladen | -OH (Alkohol) und -O- (Ether) | Alkylethoxylat, Alkylphenoxypolyethoxyethanol, Polyethylenglykolstearat/Polyoxyethylenstearat | ausgezeichnete Fettlöser, hautschonend, unempfindlich gegenüber Wasserhärte; extrem schwach schäumend bis hochschäumend |
| Amphotere | positiv & negativ | meist -COO- (Carboxylat) und R4N+ (quartäre Ammonium-Gruppe) | Imidazoline, Betain (Trimethylglycin) | sehr hautverträglich, schäumen gut |
2. Quellen
| - | Anionische Tenside: in Waschmitteln, Geschirrspülmitteln, Geschirrspülmaschinenreinigern, Reinigungsmitteln, Shampoos, Duschgels und als Emulgatoren in der Technik; Hauptbestandteil in Wasch- und Spülmitteln. |
| - | Kationische Tenside: in Weichspülern, Haarpflegeprodukten wie Spülungen und Kuren, in Desinfektionsmitteln, Antiseptika, Fungiziden; Trocknungshilfen in Autowaschstrassen, Algenbekämpfungs- oder Rostschutzmitteln und als Netzmittel in Farben und Lacken. |
| - | Nicht-ionische Tenside: in vielen Reinigungsmitteln wie Waschmittel, Geschirrspülmittel, Allzweckreiniger; Kosmetika wie Shampoos und Crèmes; als Emulgatoren in Farben, Lacken und Bauchemie. |
| - | Amphotere Tenside: in milden Körperpflegeprodukten wie Shampoos, Duschgelen, Babypflege und Intimwaschlotionen. |
3. Kinetik
| - | Amphotere und kationische Tenside werden nach der Einnahme gut resorbiert und erreichen in der Regel innerhalb 1 Stunde ihren Höchstwert, während nichtionische und anionische Tenside schlecht resorbiert werden. |
| - | Die topische Resorption ist sehr gering, kann jedoch durch Defekte in der Hautoberfläche erfolgen. Es kann sofort zu Hautreizungen kommen. |
| - | Tenside werden in der Leber metabolisiert, die Metaboliten werden primär renal und in geringem Masse biliär ausgeschieden. |
4. Toxisches Prinzip
| - | Die Toxizität dieser Produkte ist im Allgemeinen gering, mit Ausnahme der kationischen Detergenzien und professionellen Geschirrspülmaschinenreinigern, die ätzend sein können. Die ätzenden Produkte können Zellmembranen auflösen und Proteine ausfällen. |
| - | Am giftigsten sind die kationischen Tenside, besonders in Konzentrationen von > 7.5% bei Hunden und > 1% bei Katzen, wo sie ätzend wirken. Dabei spielt der pH-Wert keine entscheidende Rolle, da es einige pH-neutrale, aber dennoch ätzende kationische Tenside gibt. Grundsätzlich haben ätzende Substanzen einen pH-Wert < 2 und > 12. |
| - | Anionische, nichtionische und amphotere Tenside sind in der Regel maximal leicht reizend. Bei Patienten mit einer Leberinsuffizienz, infolge hoher Konzentrationen anionischer Tenside im Blut, kann eine intravaskuläre Hämolyse auftreten. |
| - | Builder sind in geringen Konzentrationen reizend, in hohen Konzentrationen korrosiv. Hohe Konzentrationen bestimmter Builder (z.B. Trinatriumphosphat) binden Calcium und können zu einer Hypokalzämie führen. |
| - | Parfümöle und Alkohole verursachen Reizungen und entfetten die Haut. |
| - | Symptome: Nach der Einnahme von Detergenzien können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Speichelfluss auftreten. Schwerwiegendere Komplikationen sind Depressionen des Zentralnervensystems, Nierenschäden, Leberinsuffizienz mit intravaskulärer Hämolyse, Hypokalzämie, Verätzungen oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Krämpfe, Bronchospasmus, Aspirationspneumonitis und Koma. |
| - | Enzymatische Reinigungsmittel verbessern die Reinigungswirkung, indem sie organische Flecken zersetzen. Sie können jedoch auch Bradykinin und Histamin freisetzen, was zu Hautreizungen und möglicherweise zu Bronchospasmen führen kann. |
| - | Das Aufbeissen und Aufreissen einer Waschmittelkapsel kann aufgrund der Hochdruckverpackung zu einem schnellen Austritt des Waschmittels und möglicherweise zu einer Aspiration führen. |
5. Toxizität bei Labortieren
Akute, orale LD50 (in mg/kg Körpergewicht):
| | Maus | Ratte | Kaninchen | Huhn |
| Alkoniumbromid | | 560 | | |
| Benzalkoliumbromid | | 460 | | |
| Benzalkoliumchlorid (= Zephiran) | | 234-400 | | |
| Benzethoniunchlorid (= Phemerol) | | 420 | | |
| Cetalkoniumchlorid (= Cetol) | 175 | | | |
| Cetylpyridiniumchlorid (= Ceepryn) | | 200 | | |
| Methalkoliumchlorid | | 350-800 | | |
| Natriumlaurylsulfat (= Natriumdodecylsulfat) | | 1'288-1860 | | |
| Roccal (= Tretolit XC511) | | 150-300 | | |
| Tetrosan | | 316-2'000 | | |
II. Spezielle Toxikologie - Kleintier
1. Toxizität
| - | Oral: schnelles Auftreten von Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Der Kontakt mit kationischen Tensiden kann zu Lethargie, Stridor, Dysphagie oder Verbrennungen im Maul- und Rachenraum führen. Zu den schwerwiegenden, aber seltenen systemischen Symptomen zählen Unruhe, ZNS-Depression, Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz mit intravaskulärer Hämolyse, Hypokalzämie, Verätzungen oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Krämpfe, Bronchospasmus, Aspirationspneumonitis und Koma. |
| - | Inhalation/Aspiration pulverförmiger Produkte: Husten, Dyspnoe und Speichelfluss, kann zu Atemdepression oder Atemwegsbeeinträchtigung führen. |
| - | Augen: Reizung, Rötung und Tränenfluss. Kationische Reinigungsmittel und ätzende Produkte können bei verzögerter Behandlung zu Hornhautschäden führen. |
| - | Haut: Reizung, Juckreiz, Erythem und bei konzentrierten Produkten sogar Hautnekrose. |
| - | Todesfälle: stehen in der Regel im Zusammenhang mit respiratorischem Versagen, Aspiration, Erstickung und ätzenden Verletzungen des Magen-Darm-Trakts. |
2. Latenz
| - | Bis zum Einsetzen erster Symptome kann es wenige Minuten aber auch Wochen dauern. Vor allem bei nachfolgenden Strikturen können die Störungen mit Verzögerung auftreten. |
3. Symptome
| 3.1 | Allgemeinzustand, Verhalten |
| Lethargie, Unruhe, Hyperthermie, Depression, Koma |
| |
| 3.2 | Nervensystem |
| Muskeltremor, Zuckungen, Krämpfe, Paresen |
| |
| 3.3 | Oberer Gastrointestinaltrakt |
| Hypersalivation, Nausea, Erbrechen, Hämatemesis, Maulschleimhautödem und -läsionen, Schäumen, Dysphagie, Speiseröhrenulcera |
| |
| 3.4 | Unterer Gastrointestinaltrakt |
| Gastritis, Kolik, Durchfall |
| |
| 3.5 | Respirationstrakt |
| Husten, Stridor, Dyspnoe, akute Lungenverletzung, Aspirationspneumonitis, die oft zum Tod des Tieres führen kann, Atemdepression |
| |
| 3.6 | Herz, Kreislauf |
| Hypotonie und Schock (bei schwerer Exposition gegenüber kationischen Reinigungsmitteln) |
| |
| 3.7 | Bewegungsapparat |
| Keine Symptome |
| |
| 3.8 | Augen, Augenlider |
| Lakrimation, Blepharospasmus, Konjunktivitis, Kornea-Erosion oder Ulceration |
| |
| 3.9 | Harntrakt |
| Hämaturie, Hämoglobinurie |
| |
| 3.10 | Fell, Haut, Schleimhäute |
| Schleimhaut- und Hautreizung, Ulceration, Verätzungen; Trockenheit, Haarausfall |
| |
| 3.11 | Blut, Blutbildung |
| Metabolische Azidose (bei schweren gastrointestinalen Symptomen); intravaskuläre Hämolyse infolge Hepatopathie (selten); Hypokalzämie |
| |
| 3.12 | Fruchtbarkeit, Jungtiere, Laktation |
| Keine Symptome |
4. Sektionsbefunde
| - | Charakteristisch sind Ulcerationen an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes, insbesondere auch in der Speiseröhre. Perforationen und Strikturen sind möglich. Bei Vergiftungen mit kationischen Tensiden sind ausgedehnte Hämorrhagien und Ödeme in den oberen gastrointestinalen Abschnitten zu erwarten. Die anliegenden Teile der Lunge sind in ähnlicher Weise verändert. |
| - | Nach Aspiration sind entzündliche Veränderungen in Bronchien und Lunge festzustellen. |
| - | Ferner treten Tubulidegenerationen in den Nieren auf. |
5. Weiterführende Untersuchungen
| - | Es gibt keine spezifischen Labortests, die zur Bestätigung der Diagnose hilfreich sind. |
| - | Blutchemie: Phosphor-, Magnesium- und Calciumwerte, bei schweren Symptomen. |
| - | Blutgasanalyse: metabolische Azidose, bei schweren Symptomen. |
| - | Endoskopie: bei Anzeichen einer Gewebeschädigung (Speichelfluss, Stridor, Anorexie etc.) sollte innerhalb von 12-24 Stunden nach der Einnahme von kationischen Tensiden eine Endoskopie durchgeführt werden. |
| - | Thoraxröntgen: bei Tiere mit Atemwegsbeschwerden. |
6. Differentialdiagnosen
7. Therapie
| 7.2 | Dekontamination und Elimination |
| - | Haut- und Schleimhautkontaktstellen sorgfältig und 15-20 Minuten lang mit lauwarmem Wasser spülen. |
| - | Augen 15-20 Minuten lang mit lauwarmem Wasser oder steriler Kochsalzlösung spülen; bei einer alkalischer Exposition bis der pH-Wert des Bindehautsacks 8 oder weniger beträgt. |
| - | Magenspülung und Emesis sind wegen Aspirationsgefahr und chemischer Pneumonitis kontraindiziert! |
| - | Aktivkohle ist unwirksam und kontraindiziert! |
| 7.3 | Extrakorporale Elimination |
| - | Dimeticon oder Simeticon (Flatulex®) sind aufgrund ihrer geringen Oberflächenspannung in der Lage, die Schaumbildung zu unterbrechen. Die Wirkstoffe verhindern somit die Gefahr, dass Schaum in die Atemwege gelangt. Dosierung Flatulex®: 1 Pumpstoss/Katze; 1-4 Pumpstösse/Hund, je nach Grösse. 2 Pumpstösse (= 1 ml) enthalten 41.2 mg Simeticon. |
| - | Erst 10 Minuten nach der Verabreichung von Dimeticon/Simeticon sollen grosse Wassermengen zu Trinken angeboten werden. |
| 7.5 | Weitere symptomatische Massnahmen |
| - | Tiere mit einer Exposition gegenüber den meisten Seifen, Handspülmitteln, Geschirrspülpulver oder -tabs (ohne Klarspüler-Kugel), Reinigungsmitteln und Desodorierungsmitteln können zu Hause behandelt werden. |
| - | Tiere mit einer Exposition gegenüber kationischen Tensiden, Waschmittelkapseln und gewerblichen Geschirrreinigern sollten sorgfältig untersucht werden. Wobei minimale Expositionen gegenüber geringen Konzentrationen kationischer Tenside (< 7.5% bei Hunden und < 1% bei Katzen) ähnlich wie gegenüber Handspülmitteln und Waschmitteln behandelt werden können. |
| - | Patienten mit schweren Symptomen, wie z.B. Atemnot, sollten stationär aufgenommen werden. |
| - | Atemwege schützen, den Patienten mit Sauerstoff versorgen und bei Bedarf Atemunterstützung leisten. |
| - | Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt intensiv überwachen und bei Bedarf Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen. |
Nach Verschlucken
| - | Oral mit Wasser 1-2 Schlucken verdünnen; grössere Wassermengen erst nach der Gabe von Dimeticon/ Simeticon anbieten. |
| - | Auf gastrointestinale Blutungen achten. |
| - | Bei übermässigem Erbrechen und/oder Durchfall gegebenenfalls ein Antiemetikum oder Antidiarrhoikum in Betracht ziehen. |
| - | Ein flüssiges Magen-Darm-Schutzmittel, wie Sucralfat oder ein Protonenpumpenhemmer. |
| - | Analgetika und weiches Futter bei Auftreten von Läsionen. |
| - | In Fällen mit einem erheblichen Risiko für eine Gastritis, Verätzungen oder Magen-Darm-Blutungen sollten NSAIDs vermieden werden. |
Nach Einatmen von Pulver oder Desodorierungsnebel
| - | In der Regel ist keine Behandlung erforderlich, der Patient soll jedoch überwacht werden. |
| - | Zur Kontrolle von Bronchospasmen können orale oder intravenöse Kortikosteroide beitragen: Prednisolon: 0.5-1 mg/kg Körpergewicht p.o., alle 24 Stunden; oder für Hunde äquivalente Dosen von Dexamethason und inhalative Beta-2-Agonisten wie Salbutamol: 0.05 mg/kg Körpergewicht p.o., alle 8 Stunden. |
| - | Verabreichung von Analgetika nach Bedarf: Buprenorphin: 0.005-0.03 mg/kg Körpergewicht i.v., i.m., alle 6-12 Stunden. |
Alternative Medikamente
| - | Sevelamer oder ein anderes orales Phosphatbindemittel, wenn nach der Einnahme phosphathaltiger Produkte Elektrolytstörungen auftreten. |
| - | Calciumgluconat, 10 %ige Lösung: 0.5-1.5 ml/kg Körpergewicht i.v., langsam über 15-30 Minuten oder Calciumchlorid 10%: 0.15-0.50 ml/kg Körpergewicht langsam i.v., bei Hypokalzämie nach Einnahme von Reinigungsmitteln, die Builder enthalten. |
| - | Benzodiazepine bei Krampfanfällen: Diazepam: 0.5-2 mg/kg Körpergewicht i.v., als Bolus. |
| 7.6 | Vorsichtsmassnahmen/Wechselwirkungen |
| - | Nach der Exposition nicht mit zusätzlichen Chemikalien neutralisieren, da dies zu einer exothermen Reaktion und zu Verbrennungen führen kann. |
| - | Nach der Einnahme nicht zu grosse Wassermengen anbieten, da dies das Risiko von Erbrechen, "Schaumbildung" und Aspiration erhöhen kann. |
| - | Topische Crèmes, Lotionen oder Salben auf Ölbasis vermeiden, da sie ätzende Produkte auf der Haut "einschliessen" können. |
| - | Insbesondere nach ätzenden Produkten keine provozierte Emesis einleiten und keine Aktivkohle verabreichen. |
| - | Auf Interaktionen mit starken Oxidationsmitteln, starken Reduktionsmitteln, starken Säuren und Metallen gefasst sein. |
| - | Bei schweren Symptomen Elektrolyte, Hydratation und Säure-Basen-Status überwachen. |
| - | Nach Vomitus den Patienten 6-8 Stunden auf Aspiration-Symptome wie Husten, Würgen oder Stridor überwachen. |
| - | Nach der Einnahme erheblicher Reinigungsmittel-Mengen, die Builder enthalten, Serumcalciumspiegel überwachen. |
| 7.8 | Chirurgische Überlegungen |
| - | Chirurgische Resektion von geschädigtem Gewebe bei schweren Verätzungen. |
| - | Schwerverletzte Patienten benötigen möglicherweise eine nasoösophageale oder perkutane Ernährungssonde zur Nahrungszufuhr. |
| - | Erbricht der Patient oder ist er bewusstlos, sollte er bis zum Abklingen der Symptome nüchtern gehalten werden. |
8. Verlauf
| 8.1 | Erwarteter Verlauf und Prognose |
| - | Die Prognose hängt hauptsächlich von den spezifischen Inhaltsstoffen, dem pH-Wert des Produkts, der Konzentration, der Menge, der Viskosität und dem Expositionsweg ab. |
| - | Bei Tieren, die mit Körperpflegeprodukten, Handspülmitteln, Waschmitteln, Deodorants, enzymatischen Reinigungsmitteln und anderen nicht ätzenden Produkten in Kontakt gekommen sind, ist die Prognose im Allgemeinen ausgezeichnet und der Verlauf unauffällig. |
| - | Bei Tieren mit klinischen Symptomen wie Hypotonie, ZNS-Depression, Koma, Krampfanfällen, Nekrose, Magen-Darm-Blutungen, metabolischer Azidose oder Dysphagie ist die Prognose zurückhaltend. Das Tier sollte auf die Entwicklung von Strikturen überwacht werden. |
| - | Aspiration nach Erbrechen. |
| - | Irreversible Augenschäden, Sehstörungen. |
| - | Entwicklung von Ösophagus- oder Darmstrikturen. |
9. Fallbeispiele
| 9.1 | Ein Hund (10 Monate, 20 kg, weiblich) hat vor 8-10 Stunden unbekannte Mengen eines Universalreinigers getrunken. |
| Symptome: starkes schaumiges Erbrechen, Mydriasis, keine Darmgeräusche, am nächsten Tag zusätzlich Durchfall. |
| Therapie: Infusion, Metamizol, Vitamin B, nach Auftreten des Durchfalls Ampicillin. |
| Verlauf: nach 2 Behandlungstagen geht es dem Hund besser. |
| (Tox Info Suisse) |
| |
| 9.2 | Hund (11 Jahre, 23 kg, männlich) hat ein ganzes Stück Seife gefressen. |
| Symptome: keine. |
| Therapie: entfällt. |
| (Tox Info Suisse) |
| |
| 9.3 | Ein Hund (1.5 Jahre, 2 kg) hat etwa 100 ml Spülglanz (10% Isopropanol) getrunken. |
| Symptome am nächsten Tag: Erbrechen, Hypothermie, Ataxie, Mydriasis, kein Pupillarreflex. |
| Therapie: Infusion mit Ringerlaktat. |
| Verlauf: Besserung nach 3 Tagen. |
| (Tox Info Suisse) |
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